Okay
Merkwürdige Dinge ereignen sich im Winter 1890 nach dem mysteriösen Tod des Vaters von Lia und Alice: Auf Lias Handgelenk erblüht ein rätselhaftes Zeichen, welches sie intuitiv vor ihrer Zwillingsschwester verbirgt, die gleichfalls ein Geheimnis hütet und nachts spiritistische Zeremonien abhält. Als Lia das „Librum Maleficii et Disordinae“ – sinngemäß das „Buch des Bösen und des Chaos“ – entdeckt, erfährt sie, dass der Grund für all die Geschehnisse eine Jahrtausende alte Prophezeiung ist.
Engel nahmen sich einst Menschenfrauen zu Geliebten. Darunter „zwei Schwestern, die eine der Wächter, die andere das Tor. Die eine Hüterin des Friedens, die andere Hexenkraft für Hingabe eintauschend.“ Zur Strafe für diesen Tausch wurden Engel und Frauen aus dem Himmel ausgestoßen. Seither mussten sich nachfolgende Zwillingsschwestern ihrer Bestimmung als Tor oder Wächter fügen – nun auch Lia und Alice.
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Das Motiv ist Geschmackssache. Ich persönlich mag diese nichtssagenden Mädchen-Gesichter nicht. Dafür haben es mir die Blumenornamente angetan :) Diese sind genauso wie der Buch- und Autoren-Name leicht erhaben und glänzen in einem matten Silberton. Herrlich!
Die Schriftgröße hätte man aber ruhig eine Nummer kleiner wählen können. Immer diese Seitenfüller grummel
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Eins vorneweg: wer nach einer rasanten Geschichte samt Nervenkitzel und Action sucht, ist mit diesem Buch falsch beraten. Die Prophezeiung der Schwestern ist eine ruhige und zuweilen recht unspektakuläre Erzählung mit vielen Dialogen und wenigen Höhepunkten. Der Roman liest sich flüssig, aber mir fehlte das gewisse Etwas.
Das gewisse Etwas, das mich zum Umblättern der Seiten zwingt.
Das gewisse Etwas, dass mich dazu antreibt, bis um 2 Uhr nachts zu lesen.
Das gewisse Etwas, das mich vollständig in die Welt eintauchen und alles andere um mich herum vergessen lässt.
Es ist klar, was ich damit sagen möchte, oder? ;)
Auch ansonsten mag das Buch nicht so recht überzeugen.
Die Charaktere sind gelinde gesagt oberflächlich und eindimensional. Über Alice erfährt der Leser fast gar nichts. (Außer vielleicht, dass sie BÖSE ist. ^^) Gerade weil sich die Inhaltsangabe so auf den Konflikt der Schwestern fokussiert, dachte ich, dass dieses Thema eine wichtigere Rolle einnehmen würde. Stattdessen konzentriert sich das Buch ausschließlich auf Lia. Ich hätte mir jedoch mehr Infos über Alice und vor allem einen Einblick in ihre Psyche gewünscht. Bisher wirkt sie nämlich einfach nur unglaubwürdig und nichtssagend. Hoffentlich holt Michelle Zink im zweiten Teil der Trilogie die Charakterisierung nach... ansonsten wäre das nämlich ausgesprochen schade.
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Ich vergebe das Prädikat „In Ordnung“. Die Prophezeiung der Schwestern hat mich nicht vom Hocker gerissen, war aber auch nicht richtig schlecht. Das Ende ist allerdings vielversprechend und deutet auf eine interessante Fortsetzung hin. Deshalb werde ich die Reihe mal im Auge behalten. :)
DIE PROPHEZEIUNG DER SCHWESTERN
Teil 1: Die Prophezeiung der Schwestern
Teil 2: Die Prophezeiung der Schwestern – Liebe und Verrat
Teil 3: Die Prophezeiung der Schwestern – Magie und Schicksal