Leser-Rezensionen zu „Die Prophezeiung der Schwestern - Liebe und Verrat” von Michelle Zink
Rezension verfasst vor 2 Monaten (6)
Schlimme Nachrichten ereilen Lia, als sie nach einem Weg sucht, um die unheilvolle Prophezeiung zu beenden: Ihre Schwester und Todfeindin Alice schreckt vor nichts zurück, um das Tor für Samael zu öffnen, und hat sich sogar Lias Freund James gefügig gemacht. Nun bleibt Lia nur noch eine Chance, um das Blatt zu wenden: Sie muss die gefahrvolle Reise nach Altus, zum Sitz der Schwesternschaft, auf sich nehmen. Zu spät erkennt sie, dass sich in ihrer Gruppe ein Verräter befindet. Fast hätte dieser Lia ins Verderben gestürzt – da rettet sie in letzter Sekunde Dimitri, ein Gesandter der Schwesternschaft. Um Lia vor dem Zugriff Samaels zu schützen, gibt er die Neutralität auf, zu der ihn seine Position ehern verpflichtet …
Wieder einmal ein gutes Buch mit einer guten Idee. Gute Umsetzung und Schreibstil. Ich würde es immer wieder weiter empfehlen =).
Rezension verfasst vor 4 Monaten (4)
Lia Milthorpe lebt nun schon seit einiger Zeit in London, jedoch ohne ihre Schwester Alice, die in Amerika geblieben ist. In London bekommt Lia Unterstützung durch Sonia, die gemeinsam mit ihr Bogenschießen lernt und Ausritte genießt. Seit Lia fort ist, ist Alice immer mehr in sich selbst versunken und es wird gemunkelt, dass ihre Macht bereits sehr groß geworden ist. Lia versucht dagegen auch ihr Bestes, mehr über die Prophezeiung und ihre fehlenden Seiten zu erfahren. Da stehen plötzlich Tante Virginia und Luisa vor der Tür. Sie bestätigen, dass Alice immer stärker wird und so muss Lia schnell handeln. Tante Abigail lässt nach ihr schicken und so machen sich Edmund, Sonia, Luisa und Lia auf nach Altus in die Anderswelt. Abigail liegt im Sterben und nur sie weiß, wo die fehlenden Seiten zu finden sind, die Zeit drängt also. Auf ihrer gefährlichen Reise treffen sie auf Dimitri und es beginnt zu knistern zwischen Lia und dem geheimnisvollen Mann. James scheint vergessen. Doch kann die Gruppe Altus wirklich erreichen oder stehen ihnen Liebe und Verrat im Weg?
"Liebe und Verrat" ist der Vermittlerband zwischen Teil eins und drei, richtig viel passiert eigentlich nicht, aber die 410 Seiten lassen sich trotzdem flüssig und angenehm lesen. Lia hat eine schwere Bürde auf ihren Schultern, sie muss die Welt vor dem Eindringen Samaels bewahren, und eine strapaziöse Reise nach Altus auf sich nehmen. Der Untertitel "Liebe und Verrat" sagt es schon, es geht hauptsächlich um Liebe, hier bekommt James unerwartet Konkurrenz durch den geheimnisvollen Dimitri Markov. Lia ist hin- und hergerissen, das dürfte im letzten Teil noch turbulent werden. Ausgerechnet von einer engen Vertrauten wird Lia verraten und muss lernen, sich letztendlich nur auf sich selbst zu verlassen. Überhaupt muss Lia in diesem Band sehr viel lernen, was aber für die Erfüllung der Prophezeiung sicherlich sinnvoll ist. Michelle Zink bleibt sich und ihrer Geschichte treu und fesselt ihre Leserinnen bereits auf der Seite sofort an die lieb gewonnenen Figuren. Man ist sofort wieder dabei. Und auch wenn nicht wirklich viel passiert in diesem Band, ist es doch spannend und wichtig, was wir hier erfahren. Ob Lia nun Amalia oder Amelia heißt, bleibt ebenso ob Jormundgarnd oder Jormungard, flexibel gestaltet, für ein Jugendbuch in der Preisklasse keine Meisterleistung.
"Liebe und Verrat" erinnert angenehm an einige Harry Potter-Elemente, Vampire Academy, Libba Brays Gemma-Trilogie und auch ein Hauch "Die Nebel von Avalon" schwebt über dem Buch, doch hat Michelle Zink genug eigene Ideen für ihre Geschichte. Fans dieser genannten Bücher dürften aber mit "Die Prophezeiung der Schwestern" ebenfalls viel Spaß haben! Bleibt nun abzuwarten, wann der finale Band erscheint, spannend wird es auf jeden Fall werden!
Kommentar
Rezension verfasst vor 5 Monaten (4)
Meine Gedanken zum Buch:
Wie auch der Vorgängerband konnte auch hier die Schreibweise von Zink überzeugen und mit ihren Dialogen und ihrer Ausdrucksweise die Leser in eine längst vergangene Zeit entführen. Leider macht dies das Lesen eine Spur holpriger als normalerweise, besonders bei Jugendbüchern, die doch generell eher einfacher geschrieben sind. Ansonsten kann ich nur bemängeln, dass mir der Anfang nicht besonders zugesagt hat, da die Handlung erst 8 Monate nach dem ersten Band weiter geht und man doch eine gewisse Zeit braucht um sich wieder einzulesen und wirklich in die Geschichte rein zu kommen. Überdies war mir der Hauptcharakter Lia anfangs noch etwas zu naiv, wenn nicht sogar unsympathisch, und ich muss sagen, dass hat sich bis zum Ende hin leider auch nicht besonders gebessert. Für mich ist Lia ein ziemlich widersprüchlicher Charakter, da sie einerseits sehr mutig ist und für den guten Zweck einsteht, aber auf der anderen Seite erhebt sie kein schlechtes Wort gegen ihre Schwester, die sogar ihren Bruder auf dem Gewissen hat und benimmt sich total naiv, blauäugig und prüde. Irgendwie erscheint es mir so, dass die Autorin selbst nicht genau den Charakter von Lia kennt und sie einfach hin und wieder ‚Glanzmomente‘ einbaut, wo sie intelligent oder mutig erscheinen soll, damit man sich doch noch mit ihr anfreundet. Für mich ist zwar Lia gleichbleibend schlecht geblieben, aber dafür hat die Handlung dieses Mal mehr Sinn ergeben bzw. sind auch neue Charaktere hinzu gekommen, die das Buch für mich wieder positiver gemacht haben. Ganz besonders hervorheben möchte ich hierbei Dimitri Markov, der ein Mitglied der Grigori ist und Lia mit Rat und Tat und einigem ‚anderem‘ zur Seite steht. Er war für mich eine positive Überraschung und meiner Meinung nach der ausgereifteste Charakter. Und obwohl mir dieses Buch ein wenig besser gefallen hat als der erste Teil, was sicher an Dimitri und Luisa liegt, war es doch irgendwie nicht so spannend, wie es vielleicht die Absicht der Autorin gewesen ist. Ich selber war nicht wirklich überrascht bei den Wendungen die sich ergeben haben. Und die Lösung, die Zink dazu präsentiert hat, waren meines Erachtens doch ein wenig flau und ein ‚heile-Welt‘ Schema und ‚alles wird gut‘ Szenario, dass mich doch ein wenig mit den Augen rollen lies. Außerdem gefiel mir das Ende auch nicht so sehr, weil es nicht so ein richtiges Highlight gab und es teilweise abzusehen war. Oder die Tatsache, dass es auch hier wieder ein Liebestriangel zwischen Lia, James und Dimitri gibt. Ich bin kein Fan von solchen Liebesverwirrungen und so wie es hier präsentiert wird, finde ich es für unnötig und gekünstelt, um sich ein Problem aus den Fingern zu saugen. Aber ich muss zugeben, dass es ein leichtes, schnelles Lesevergnügen war und es keine gravierenden Einschnitte gegeben hat, die mich gestört hätten. Es war mehr ein dahin plätschern ohne böses Erwachen und daher ein mittelmäßiges Buch, das für Leser dieses Genres zwar geeignet ist, aber vielleicht für alle anderen nicht besonders passend ist.
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Für mehr Infos:
http://martinabookaholic.wordpress.com/2011/12/03/review-liebe-und-verrat/
Rezension verfasst vor 1 Jahr (10)
Wie zu erwarten war auch der zweite Teil der Reihe, einfach unglaublich gut gelungen. Das Buch las sich nicht nur schnell, weil man wissen wollte wie es weiter geht, sondern ließ auch lust darauf den dritten Teil unbedingt zu lesen.
Ich freue mich ^^
Rezension verfasst vor 1 Jahr (22)
Die Schwestern Lia und Alice verlieren nach ihrer Mutter nun auch noch ihren Vater auf seltsame Art und Weise.
Für beide ändert sich von heute auf morgen alles. Nicht nur, dass Lia plötzlich ein mysteriöses Tattoo auf ihrem Unterarm entdeckt, nein auch Alice, ihre Schwester verhält sich seltsam.
Lia beobachtet wie Alice nachts in dem dunklen Zimmer ihrer Mutter auf dem Fußboden sitzt und seltsame Rituale abhält und sie spürt, dass sich Alice immer weiter von ihr entfernt.
Sie wird bösartig und Lia kann sich das alles nicht erklären, bis sie mit ihrem Freund zusammen ein Buch in der Bibliothek ihres Vaters findet. Erst gibt sie nichts auf die Worte die in dem Buch nieder geschrieben sind, aber schon bald muss sie erkennen, dass das Schicksal von Alice und ihr dort nieder geschrieben ist.
Auch ihre Tante Virginia, ihr Bruder Henry und der Kutscher Edmund hängen da mit drin.
Lia hat eine Aufgabe zu erfüllen und muss sich dabei gegen ihre Schwester Alice wenden, denn auch Alice hat eine Aufgabe zu erfüllen. Und bald merkt Lia, dass Alice alles tun würde um Lia auf ihre Seite – die dunkle Seite zu ziehen.
Im zweiten Teil ist Lia aus dem Haus ihres verstorbenen Vaters ausgezogen und hat ihre Schwester Alice, die mittlerweile gemeinsame Sache mit dem Bösen macht, zurück gelassen. Mit ihrer verbündeten Sonia ist sie nach London gereist um dort ihre Fähigkeiten zu trainieren.
Als eines Tages ihre Tante Virginia vor der Tür steht und ihr sagt, das ihre Großtante Abigail nach ihr schickt, weis Lia, dass sie eine neue Reise antreten muss mit ungewissem Ausgang.
Zusammen mit Sonia und dem Kutscher Edmund macht sie sich Auf den Weg nach Altus.
Was sie nicht weis ist, was sie auf ihrem Weg zur Heimat der Schwesternschaft alles erwartet und wer ihr bereits auf den Fersen ist.
Ich habe den ersten Teil als TB zur Rezension gehabt und den zweiten als TB nachgekauft. Nun hab ich zwar ein TB und ein HC im Schrank und das auch noch von 2 völlig verschiedenen Verlagen, aber das war’s mir wert.
Der Anfang des ersten Buches hat sich etwas gezogen, aber es war keineswegs langweilig.
Man konnte gut mit verfolgen, wie gerade Alice sich verändert hat. Wenn auch nicht zum Vorteil. Lia dagegen brauch etwas länger um zu begreifen, dass es für ihre Schwester Alice derzeit keine Rettung gibt und sie sich ganz der dunklen Seite verschworen hat. Sie ist noch sehr naiv und weis lange nicht wie sie mit allem umgehen soll, während Alice schon in der Wiege von den Seelen besucht und bekehrt wurde.
In Teil zwei merkt man Lia dann schon deutlicher an, dass sie reifer geworden ist und sich nun auch mehr zu traut. Auch hat sie sich damit abgefunden, dass sie gegen und nicht mit ihrer Schwester kämpfen muss.
Ihre Liebe zu Dimitri gibt ihr viel Kraft und Durchhaltevermögen. Und auch auf ihrer Reise nach Altus, hält sie die Gewissheit ihre Großtante Abigail bald zu treffen auf den Beinen.
Beide Bücher sind sehr spannend und dennoch recht verständlich geschrieben. Es ist nichts Anspruchsvolles und man kann es recht zügig lesen. Ich bevorzuge diese Bücher, da man sie auch mal zwischendurch beim Arzt oder in der bahn zur Hand nehmen kann. Bei anspruchsvollen Werken brauch ich dann immer absolute Ruhe zum lesen und muss mich konzentrieren, diese Bücher lese ich dann auch nur daheim.
Deswegen bin ich immer froh, wenn ich so leichte Lektüre lesen kann.
Ich freue mich sehr auf Teil 3 und hoffe, das man bald mal was zu lesen bekommt, wann dieser erscheinen soll.
Kurzum: ein empfehlenswertes Buch, was es durchaus mit bekannteren Werken aufnehmen kann und den Leser sofort in seinen Bann zieht.
Für beide Bücher jeweils 5 Sterne!
Rezension verfasst vor 1 Jahr (27)
Die Geschichte um Lia und ihre Zwillingsschwester Alice, die aufgrund einer uralten Prophezeiung zu Feindinnen werden, geht weiter.
Nachdem Lia sich mit ihren Freundinnen Sonia und Luisa zusammengetan und beschlossen hat, dem Bestreben der Prophezeiung, dem Engel Samael das Tor zu öffnen, von der Anderswelt in die wirklich zu gelangen, entgegen zu kommen und die Prophezeiung zu einem positiven Ende zu bringen, macht sie sich mit ihren Freunden auf nach Altus, einer alten, weit entfernten Stadt, wo sich der Sitz der Schwesternschaft befindet. Der Weg dorthin erweist sich als wahrlich schwer und Lia muss mehr als einmal um ihr Wohlergehen bangen.
Und dann ist da noch der Gesandte Dimitri, der Lia nicht nur auf der Reise ein treuer Gefährte ist, sondern der ihr auch noch große Liebe gesteht.
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Nimmt man den Untertitel "Liebe und Verrat" als Überschrift für diesen zweiten Band, so weiß man, worum es hauptsächlich in diesem Buch geht- eben um viel Liebe und eine ganze Menge Verrat.
Dieser zweite Teil einer recht schön und angenehm leicht erzählten Fantasy -Trilogie dient deutlich als kleiner Lückenfüller vor dem großen Finale. Hier wird noch rasch ein weiterer, für Lia wichtiger Charakter eingebaut (Liebe), und einige unschöne Konflikte gestreut- unter Freunden und Feinden (Verrat). Sehr viel mehr geschieht nicht.
Leider? Nein, mir hat das Buch trotz seiner mangelnden Handlungen gefallen. Denn Lias Welt ist im Großen und Ganzen auch hier wieder sehr hübsch verpackt und erzählt worden. Selbst, dass hier vieles, was als neue Informationen dargeboten wird, einem irgendwie schon bekannt vorkommt, nimmt man der Autorin nicht übel- man verfolgt dieser Geschichte gerne. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und bin nun gespannt, ob das furiose Finale nun auch im letzten Band kommen wird (jedenfalls macht den Leser die letzte Seite das Erwarten eben dieses Buches sehr schmackhaft).
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So gesagt reicht der zweite Teil zwar nicht an den ersten heran, aber enttäuscht auch nicht sehr, wenn einem der erste Band zugesagt hat und man mit nicht zu großen Erwartungen an diese Geschichte heran geht.
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Zum Abtauchen in eine wundersam und angenehm erzählte Welt ist die "Prophezeiung der Schwestern" -Trilogie allemal geeignet.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (9)
Ein weiteres Mal findet sich der Leser im Kopf der 16jährigen Lia (Amalia) wieder, die sich allerdings nicht mehr in ihrem Heimatland Amerika, sondern bei ihrer Tante in England befindet. Dort soll sie ihre Fähigkeiten in Kampf und Zauberei trainieren, um später gegen ihre Zwillingsschwester Alice antreten zu können, die ihr bisher weit voraus ist. Bis zu dieser Stelle gibt es keine Neuheiten, die erwähnenswert wären, denn Lias Leben in London verläuft sehr unspektakulär und friedlich. Leider muss ich sagen, dass auch der Rest des Buches keine großen Spannungen oder Überraschungen bereit hielt. Zwar gab es hin und wieder einige Stellen, die schockierend wirken sollten, aber bedauerlicherweise verfehlten sie meist ihr Ziel, da sie entweder einfach übersprungen wurden oder sehr durchschaubar waren.
Wie bereits erwähnt, gefiel mir das erste Buch nicht besonders gut. Die Idee an sich fand ich schon ausgefallen und anregend, allerdings las es sich die meiste Zeit eher wie eine Einleitung in das Problem der Prophezeiung und weniger wie ein packender Roman, der einen durch seine Dramatik in den Bann zieht. Aus diesen Grund erhoffte ich mir einen aufwühlenden zweiten Teil, der uns eine Menge an Inhalt und Geheimnissen bieten könnte. Doch auch dieser Roman erinnerte eher an einen Lückenbüßer, was speziell daran lag, dass ein Viertel des Buches nur aus einer Reise besteht, die man auch hätte kürzer fassen können. Diese Stellen machen das Lesen nicht leicht und man wartet sehnlichst darauf, dass doch endlich etwas passiert.
Die einzigen Höhepunkte waren die romantischen Momente, bei denen sich die Autorin die größte Mühe gegeben hat. Ich finde solche Szenen zwischendurch eigentlich immer sehr passend, da sie natürlich ihren Reiz haben, aber in mancher Hinsicht hat mich die Beziehung der zwei Personen (deren Namen ich hier absichtlich nicht nenne) aufgrund ihrer "Perfektion" doch etwas genervt. Mein Kopf zog automatisch Parallelen zu Edward & Bella (hier muss ja nicht erwähnt werden, wer gemeint ist), denn alles erschien übertrieben und vollkommen. Wer solche Turteltauben liebt und dabei ins Schwärmen gerät, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Ich vermisse in diesen Situationen immer die Höhen und Tiefen, die eine interessante Beziehung für mich ausmachen.
Was mich außerdem oft aufgeregt hat, war die Protagonistin selbst. Mich hat wirklich keine Figur im Buch so sehr gestört wie sie. Nicht nur, dass einige ihrer Handlungen unbedacht, ja sogar fast dumm waren, auch ihre Begeisterung für sich selbst, ließ mich oft an ihr zweifeln. Vielleicht übertreibe ich ja, aber sie kam mir hin und wieder doch sehr überheblich vor. Nebenbei beschwerte sie sich über die Fehler anderer, die sie davor noch selbst begangen hatte und wechselte zwischen verständnisvoller Freundin und nachtragender Furie. Da war mir selbst ihre Erzfeindin Alice noch lieber, die jedenfalls zu ihrer Boshaftigkeit stand und dem Leser nichts vor heuchelte.
Alles in allem war der Roman somit mittelmäßige Lektüre, die zwar an manchen Stellen unterhaltend, aber nicht wirklich zufriedenstellend war. Die Kapitel vergingen schnell, sahen durch die Verschnörkelungen schlussendlich aber schöner aus als sie inhaltlich waren. Ich bin allerdings gespannt, wie die Geschichte zu Ende geht, ob vielleicht im letzten Teil endlich mehr Spannung aufkommt und was mit den beiden Schwestern geschieht. Den dritten Teil werde ich mir schließlich also auch antun.
Diese Rezension findet ihr auch auf unserem Blog:
http://collectionofbookmarks.blogspot.com
Rezension verfasst vor 1 Jahr (10)
Zusammen mit Sonia reiste Lia nach London, Luisa sollte nachkommen, sobald es ihr möglich war. Zusammen wollten sie nach den fehlenden Seiten der Prophezeiung suchen und deren Ende einen Schritt näher kommen. Nun sind acht Monate vergangen und Luisa weilt noch immer in New York, Sonia und Lia trainieren ihre Fähigkeiten und üben andere praktische Sachen, Bogenschießen zum Beispiel. Doch derweil ist Alice' Macht um ein Vielfaches gestiegen, wie Lia zu ihrem Entsetzen feststellen muss. Ihre Zwillingsschwester kennt inzwischen mächtige Zauber und schert sich nicht um Regeln oder Gesetze. Bereitwillig überschreitet sie die Grenzen, immer mit dem Ziel, Lia den Seelen und somit auch Samael auszuliefern. Als endlich Luisa in London eintrifft, machen sie sich sofort auf den Weg nach Altus, wo Lias Großtante lebt und das Geheimnis der fehlenden Seiten bewahrt. Doch schon auf dem Weg muss sie feststellen, dass auch die Selen vor nichts zurückschrecken und im Grunde jeder ein Verräter sein könnte - ganz zu schweigen davon, dass der mysteriöse Dimitri sie ganz aus dem Konzept bringt. Wenigstens erweist er sich als fähiger Beschützer, denn: Der Weg ist lang und das Untier schläft nicht.
Es sei schon vornweg gesagt, dass der zweite Teil der Trilogie schwer enttäuscht. Durch das ganze Buch hindurch gibt es immer wieder Punkte, die ärgern und stören und den Lesegenuss praktisch unmöglich machen.
Mein damals noch größter Kritikpunkt war die Sprache, die bei Teil 1 nicht immer ganz astrein war - dies trifft auch auf Band 2 zu, doch letzten Endes ist es hier nur das geringste Übel und soll nicht weiter ausgebreitet werden.
Es fängt schon damit an, dass Lia und ihre Mitstreiter genau wissen, dass ihnen die Zeit davon läuft und trotzdem verschanzen sie sich acht Monate lang in London. Dass Lia nicht einfach aufbrechen kann, um zur Schwesternschaft zu spazieren, ist klar - das wäre auch viel zu einfach. Dennoch ist es verwunderlich, dass Luisa es nach acht Monaten noch immer nicht geschafft hat, sich einen Grund einfallen zu lassen, um ohne großes Aufsehen zu verschwinden. Selbst als sie es tut, war es überstürzt. Und warum die anderen nicht eher erkannt haben, wie ernst die Lage ist - was auch vorher bekannt war, aber scheinbar brauchten sie fast ein Dreivierteljahr, um es wirklich zu begreifen - und endlich loslegen, bleibt ebenso rätselhaft.
Grundsätzlich wären kleine Erinnerungen auch nicht schlecht gewesen. So muss der erste Band inhaltlich noch recht genau im Kopf sein, ansonsten werden einige Dinge nicht ganz klar werden. Große Verständnisprobleme bleiben zwar aus, aber ein bisschen Hilfe wäre nicht schlecht gewesen.
So geht die Geschichte also langsam ihren Gang und schon zu Beginn ist festzustellen, dass Alice erneut kaum beleuchtet wird - dabei ist es nicht so, dass Lia keinen Kontakt zu ihr haben könnte. Dieses Ungewisse wurmt ein wenig, wenngleich es in Teil 2 zugegebenermaßen noch weniger möglich ist, Alice etwas klarer erscheinen zu lassen. Allerdings fehlt dem Buch damit etwas, zum Beispiel weitere Informationen. Relativ bald wird erwähnt, dass James sich erst einmal von Lia losgelöst und Alice sich ihm als Freundin (im platonischen Sinne, wie sie meint) anbietet. Dies ist ein Punkt, der mit Interesse beibehalten wird ... und gerne auch verfolgt werden würde, aber das war's davon auch schon wieder. Stattdessen kriegt Lia einen neuen Mann an die Seite gepackt, in den sie sich natürlich auch verliebt. Anfangs verschwendet sie keinen Gedanken mehr an James, obwohl seine Loslösug sie traurig stimmte. Später aber ist James wieder ein Thema und es wird nicht direkt klar, warum auf einmal.
Ohnehin wirken Lias Gefühle oftmals unlogisch und willkürlich - jedenfalls ist es dem Leser kaum möglich, ihren Gedankengängen zu folgen. Da gibt es Szenen, in denen sie auf eine andere Figur furchtbar wütend ist, während sie sich selber immer wieder sagt, dass diese nichts dafür kann. Irgendwann freut sie sich auch, diese Person wieder zu sehen, lacht mit ihr, umarmt sie, aber auf einmal ist da diese Wut wieder da, und warum? Kann mit dem Text leider nicht beantwortet werden. Anderes Beispiel: Sie hat einen Streit mit Dimitri, er verteidigt sich und interessanterweise beruhigt sie genau das, was er getan hat, wieder. Zwar vielmehr das Warum, aber dieses war ihr auch schon vorher bekannt. Wo steckt da der Sinn?
Es gibt noch einige Beispiele mehr und diese sorgen dafür, dass Lia und ihr Gefühlswirrwarr furchtbar nerven, was insofern ungünstig ist, da Lia nun einmal die Hauptperson ist und die Geschichte erzählt. Es zieht die Geschichte unnötig in die Länge, lässt Lia an manch einer Stelle sehr selbstverherrlichend wirken und erschwert das Lesen ungemein. Es stockt keineswegs - trotz allem lässt sich der Text flüssig und relativ schnell lesen. Aber ein wirklicher Genuss wird es nicht, dafür sorgen etliche Seufzer des Entnervtseins und Stirnrunzler.
Leider lässt auch die Handlung etwas zu wünschen übrig. In London verweilen die Mädchen glücklicherweise nicht allzu lang, auch wenn dadurch interessante Aspekte wie die Magie zu kurz kommen. Dafür zieht sich die Reise nach Altus viel zu sehr in die Länge, genauso wie der Aufenthalt dort. Letzten Endes soll das zweite Buch aus der Suche der fehlenden Seiten bestehen - und direkt dafür wurde gerade mal das letzte Viertel verwendet. Das ist viel zu wenig, die Suche ist viel zu einfach. Nachdem Lia bezüglich des Aufenthaltsortes der Seiten erneut ein Rätsel auferlegt bekam, war etwas mehr Verwirrung und eine spannende Suche zu erwarten, aber am Ende zeigte sich: Das Rätsel war nicht wirlich ein Rätsel und recht schwach dafür, dass womögliche Lauscher nichts über den Ort herausfinden sollten. Im Grunde hätte jeder von Altus die Seiten finden können, hätte er oder sie mitgehört.
Im Vergleich zu Band 1 ist das eine reichlich schwache Leistung, wenngleich die romantischen Szenen ganz nett waren und der Aufenthalt in Altus auch interessante Dinge barg. Hinzu kommt, dass am Ende erneut einige Schwierigkeiten offenbart werden, die die Hoffnung auf ein spannendes Finale wecken - trotz allem.
Für eine positive Bewertung reicht das aber nicht. Wer am Ende der Prophezeiung interessiert ist, sollte dieses Buch lesen, um eine Grundlage für Band 3 zu haben, der hoffentlich wieder besser wird. Wer sich über etwas unkonventionelle Romanzen (bezogen auf die damaligen Sitten) freut, wird auch des Öfteren schöne Szenen finden. Wer aber auf ein spannendes Buch hofft, das den Leser viel weiter in die Geheimnisse der Prophezeiung einführt, wird bitter enttäuscht werden.
Rezension verfasst vor 1 Jahr (34)
Auch der zweite Band der "Prophezeiung der Schwestern" hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte lässt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr los.
Lia ist mit ihrer Freundin Sonia nach London verreist, um dort mehr darüber herauszufinden, wie sie die Prophezeiung endlich beenden kann. Noch immer weiß sie nicht, wo die anderen zwei Schlüssel und die fehlenden Seiten der Prophezeiung zu finden sind. Als sie erfährt, wie stark ihre Zwillingsschwester Alice inzwischen geworden ist, muss Lia nach Altus aufbrechen, um dort von ihrer Tante Abigail, der Herrin von Altus zu erfahren, wo sie nach den fehlenden Seiten suchen muss. Allerdings ist diese Reise alles andere als leicht zu überstehen und nichts verläuft nach Plan. Auf Lia warten viele gefährliche Hindernisse, Lügen und Verrat... aber auch Liebe.
Wer von Band 1 schon gefesselt war, sollte dieses Buch unbedingt lesen. "Liebe und Verrat" hat mir sogar noch besser gefallen. Wirklich sehr empfehlenswert!









