Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Was für ein geiles Debüt! Mike Gayle, dem einen oder anderen Leser aus seiner früheren Karriere als Model bekannt, schrieb sich gleich mit seinem ersten Roman direkt in die Seele zahlreicher Männer zwischen 25 und 35. Die ersten Vorboten der Midlife Crises erreichen wohl jeden irgendwann - den Protagonisten von "Mein Bett, das Telefon und sie" an seinem 26. Geburtstag. Wie so oft geht es um Frauen - die Exfreundin, die man noch liebt. Die aktuelle Freundin, die einem nur noch auf die Eier geht. Die beste Freundin, bei der sich jegliche Gedanken an "Mehr" von selbst verbietet. Und die eine oder andere Telefon- oder Internet-Bekanntschaft, die vielleicht mehr sein könnte... Neben seinem verworrenen Liebesleben geht es in Gayles Roman um die Dinge des gemeinen Alltags, wie eine zu hohe Miete, komischer Verkäuferinnen am Stammkiosk, Musik oder Bücher. Das alles sorgt für ein leichtes Leseerlebnis ohne Tiefgang. Allerdings schafft es Gayle, dass zumindest ich mich zu sehr großen Teilen darin wieder finde. Und irgendwann, wenn die Midlife Crises dann tatsächlich losgehen, werde ich dieses Buch nochmal zur Hand nehmen, weil es mir eine Hilfe sein wird. Ganz ehrlich, das ist doch mehr wert, als jeder Tiefgang, oder?
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