Immer montags findet der Kurs im Yoga statt mit Nevada. Sie hat drei treue Kunden, die immer ihren Kurs besuchen, doch jeder dieser, einschließlich der Kursleiterin, haben ihre Probleme. Diese hat ihrem Körper immer viel zugemutet und bekommt vom Arzt nun eine unheilvolle Diagnose. Auch ihre Schüler haben zu kämpfen – eine ist vom Alltag überfordert und weiß nicht, wie sie ihm entkommen soll, einer anderen droht, die Ehe in die Brüche zu gehen und dem anderen wird es mit Frauen zuviel, ist dieser doch in einem reinen Frauenhaushalt aufgewachsen. Alle hoffen sie, dass Yoga ihre innere Ruhe ist und ihr Leben wieder auf den Punkt bringt.
Anders wie auf dem Klappentext geschrieben, geht es hier nicht nur um drei Personen. Im Eigentlichen sind es vier und noch mehr, da es auch um deren Umfeld geht. Sei da Poppy, die gar nichts auf die Reihe bekommt und ihrer verlorenen Liebe hinterher trauert – es scheint zu klappen und dann doch wieder nicht. Oder Marie – die erfolgreiche Ärztin, die einen Schauspieler zum Mann hat. Jeder würde hier denken, was für eine Glückliche! Doch bei Weitem gefehlt, auch sie hat ihr Päckchen zu tragen. Ted hat ein Problem mit Frauen, das sich in den Zeilen sehr gut äußert und der arme Kerl tut einem richtig leid, ist dieser doch ein ganz Netter. Auch die Kursleiterin Nevada muss mit ihrem Leben kämpfen, alles ging nach Plan und so wie sie es sich vorstellte, jedoch wird bei ihr eine unheilvolle Diagnose gestellt, was alles durcheinander bringt. Wieso wurde hier der Titel „Montagsmenschen“ gewählt? Dies könnte wohl ein Synonym dafür sein, dass Montag der Tag ist, an dem einfach alles blöd ist – ist es nicht so? An dem Tag sind die meisten noch unausgeschlafen, schlecht gelaunt und alles ist einfach nicht toll. Auch in diesem Buch ist nicht alles super und toll, wie es das rote Cover weismachen will – hier läuft so einiges schief. Die Autorin hat die Protagonisten mit sehr viel Gefühl gezeichnet und bringt sie dem Leser nahe, zeigt ihm richtig auf, dass wir nicht nur uns selber so wichtig nehmen sollen. Jeder und auch jede hat seine eigenen Probleme, es gibt niemand ohne – jeder trägt sein Päckchen im Leben mit. Hier zeigt die Autorin die verschiedenen Sehensweisen einiger Probleme der Charaktere, die einem sehr realistisch erscheinen. Bestimmt hat sich hier auch schon der eine oder andere Leser selbst erkannt, man sieht, keiner bleibt verschont. Die Autorin lässt den Leser die Achterbahn der Gefühle der Protagonisten durchleben, die Lösungsansätze mitverfolgen, die Scheiterungen und doch wieder die Erfolgsmomente. Das Buch ist mit so viel Gefühl geschrieben, man könnte fast meinen, man stände daneben. Es ist so realistisch, eben weil genau solche Dinge im Alltag passieren. Doch werden diese nicht wahrgenommen, da jeder nur seine eigenen Probleme wahrnimmt und viel zu viel mit sich selbst beschäftigt ist. In diesem Buch geht es keinerlei nur um Yoga oder überhaupt viel darum, wie man es denken könnte. Es ist eine Form, die Ruhe hiermit zu finden – man ist fast versucht, es selber einmal zu versuchen. Hier geht es aber eher darum, wie verschiedene Menschen mit den verschiedensten Problemen umgehen und dass es echt jeden trifft, ausnahmslos. Ein Mensch kann vor dir stehen und du siehst es ihm nicht an, er kann dies gut verbergen – aber seien wir mal ehrlich, gibt es den perfekten Menschen ohne jegliche Probleme? Das ist ein Denken der Menschen, wenn es ihnen selbst einmal wieder nicht gut geht: „Wieso ich, allen anderen geht’s doch auch gut“….
Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, wie man in Zukunft mit so etwas umgeht und dass man auch an andere denken sollte, nicht immer zuerst an sich – Probleme hat jeder, nicht nur man selber. Ein Roman verpackt in einer Art Aufklärung, die Autorin hat hier sehr, sehr gute Arbeit geleistet und hat alles so rübergebracht, wie es sein sollte – wenn nicht noch besser!
Zu empfehlen wäre dieses Buch an Leser, die auch gern einmal etwas tiefgründiger gehen und ein so gefühlvolles Buch nicht gleich vergessen möchten, ich kann es solchen nur ans Herz legen.