Leser-Rezension zu „Feed” von Mira Grant

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Verfasst von sleepingbeauty
am 8.02.2012
 

[Hörbuchrezension]
Vorbemerkung:
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Ich bin wirklich froh, dass ich mir dieses "Buch" als Hörbuch geholt habe. Ich wollte es eigentlich schon vorbestellen, habe es dann aber als Hörbuch entdeckt, in ungekürzter Fassung und schon downloadbar 2 Wochen vor dem Bucherscheinungstermin. War für mich ein relativ spontaner Entschluss - eine 6 stündige Autofahrt stand bevor. Aber ich muss sagen ich habe es definitiv nicht bereut und muss ehrlich sagen, ich glaube in Buchform hätte ich wohl die ein oder anderen Schwierigkeiten gehabt.
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Inhalt:
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"Feed" spielt 26 Jahre nach dem "Erwachen", der Zeit in der die Toten wiederauferstanden sind und die Welt, wie wir sie kennen, völlig verändert haben. 2014 war der Beginn einer Zeit großer Verluste, in denen die Zombies die Menschheit nahe an die Ausrottung gebracht haben. 26 Jahr später hat sich die Lebensweise der Menschen auf das Zombievirus "Kellis Amberlee" eingestellt: Ein Leben hinter geschlossenen Fenstern und vor dem Computer, wagt man sich in die Welt hinaus gibt es Bluttests vor jeder Sicherheitszone. Das Virus schlummert in allen Menschen, wird aber erst gefährlich wenn eine "Vermehrung" stattfindet, es also aktiv wird und den Wirt übernimmt. Der Wirt ist nicht mehr der Mensch, der er einmal war, verliert seinen Verstand und ist auf die primitivsten Instinkte bschränkt. Eine "Vermehrung" kann durch Blutkontakt, Bisse und jeglichen intensiven Kontakt mit freien Viren ausgelöst werden. Shaun und Georgia Mason leben in dieser Welt und sind Blogger - die sich neu entwickelte Nachrichtengemeinde, die die heutigen Medien nahezu ersetzt haben. Sie bekommen einen Platz angeboten, die Präsidentschaftswahl eines aussichtsreichen Kandidaten zu begleiten. Die große Chance entpuppt sich aber als die größte Gefahr für ihr Leben und kann sich folgenschwer auf die ganze Nation auswirken.
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Mein Eindruck:
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Hier musste ich wirklich weit ausholen, um einigermaßen zu erklären worum es geht. Ich glaube viele mittelmäßige bis schlechte Bewertungen bisher sind mit völlig falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Es handelt sich eben nicht um ein flaches, vollgespickt mit Action Zombieabenteuer. Nein - hier geht es unheimlich viel um diese an Zombies angepasste Welt, welche Auswirkung die heute noch relativ neue Form des bloggens auf die Medien hat. Es ist die Beschreibung eines ständigen Kampfes, nicht nur gegen Zombies, sondern auch in der Politik, in der Frage wie man mit der Situation am Besten umgeht. Wie man einer kompletten Nation trotz des Virus ein lohnenswertes Leben ermöglicht. Die Autorin geht hier davon aus, dass sich die Menschen nicht mehr aus den Hochsicherheitszonen hinaustrauen. Das Leben spielt sich mehr und mehr vor dem PC - im Internet ab. Wenige Menschen trauen sich hinaus in die gefährlichen Zonen, die keinerlei Schutz vor den Zombies bieten. Sie filmen mit Kameras jeden ihrer Schritte und zeigen die harte Realität des Überlebens live in ihrem Blog. Für die meisten Menschen sind diese Berichterstattungen das Fenster nach draußen - sie selbst erleben nichts mehr, sie können nur noch miterleben.
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Dementsprechend wichtig ist diese Form der Nachrichtenübertragung geworden, die Menschen trauen den ursprünglichen Medien nicht mehr. Weil Wahrheit eine völlig neue Dimension angenommen hat - sie entscheidet über Leben und tot.
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Natürlich gibt es auch einige actionhaltige Szenen, in denen man sich an Zombie Horrorfilme erinnert fühlt, aber das ist gerade die Minderheit der Szenen. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches wird unheimlich viel erklärt und erzählt. Die Handlung wird in ganz kleinen Schritten vorangetrieben, dafür aber werden einem die Hauptcharaktere und die vielen Nebencharaktere, wie z.B Buffy ein Mitglied des Teams nähergebracht. Ob man dieses Buch genießen kann, ist deshalb wirklich eine Frage der Geduld und ob man sich auf diese Informationsflut einlassen kann. Zwischen den Kapiteln sind wirklich großartige Blogeinträge zu lesen von den verschiedenen Teammitgliedern. In diesem Buch sind unheimlich viele Botschaften versteckt, es ist die Sache des Lesers diese auch anzunehmen.
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Ich bin mir ziemlich sicher, hätte ich es als Buch gelesen hätte ich auch unter dem Problem der Geduldsphase gelitten. Erst ungefähr ab der Hälfte kommt der Stein so richtig ins Rollen, von da an habe ich auch das Hörbuch ruckzuck fertiggehört. Durch die Hörbuchform und die wirklich gut lesende Tanja Geke war mein Interesse von Beginn an geweckt und ich konnte mich richtig auf die Geschichte einlassen. Die Sprecherin versucht die Stimmen unterschiedlich zu imitieren, was ihr meistens gelingt, nur mit den männlichen Charakteren hatte sie so ihre Probleme - da konnte ich mir stellenweise ein Schmunzeln nicht verkneifen. Als Hörbuch habe ich die Geschichte um Goerge und Shaun genossen und werde wohl entweder auf das nächste Hörbuch warten, oder mich am englischen Original "Deadline" versuchen.
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Fazit:
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Klar hätte die Autorin mehr Action einbauen und die Handlung schneller voran treiben können. Allerdings handelt es sich hier nicht um ein gewöhnliches Buch. Es ist ein beeindruckend realistisches Was-wäre-wenn und hängt stark davon ab, wie sehr der Leser bereit ist bei diesen Gedankengängen mitzuspinnen. Sicherlich ist "Feed" nichts für jedermann, vor allem Befürworter einer schnellen, actionreichen Handlung ist von diesem Buch abzuraten. Weiß man allerding worauf man sich einlässt und ist offen für diese Weltvorstellung kann man das Buch richtig genießen und so einiges davon mitnehmen.
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4,0 von 5 Sterne!

 

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Feed Feed
Mira Grant

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Feed
von Mira Grant

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