Leser-Rezension zu „Das Glück der Unerreichbarkeit” von Miriam Meckel
am 9.04.2010
ob günter wallraff, wenn er denn mit familie in urlaub fährt, das auch undercover tut, also mit decknamen und falschen pässen, und die teenie-tochter dann genervt die augen verdreht und sagt: "boah papa, du hast urlaub!", darüber sprach ich schon mehrfach mit freund michael wildberg,natürlich ohne jedes ergebnis (außer guter laune).
mit der meckelmiri ist das ähnlich, wie ich mit ebendem und ebendiesem ergebnis letztens entdeckte. sie kann im leben nichts tun, ohne dass gleich ein buch daraus entwächst. das handy schellt - zack, schon hat die meckelmiri, diese wonderwoman der medienbranche, ein buch auf dem markt: übers handyschellen, die moderne, den menschen und... nein: über sich. aber das wort handy kommt dann vor.
wenn die meckelmiri nachdenkt, und das tut sie wahrscheinlich furchtbar oft, dann kommen da prima dinge bei rum, die allerdings nicht in diesem buch stehen. hier stehen andere tolle sachen drin, wahrscheinlich alles abfallprodukte eines leben wie dem der meckelmiri: morgens aufstehen, schön sein, mehreren arbeiten gleichzeitig nachgehen und abends das buch fertig haben. lauter anekdoten stehen da drin, die die meckelmiri und die meckelmiriesken frauen - und männer! - dieser welt so erleben.
ein wenig bin ich foh, nicht die meckelmiri zu sein. so ein streß immer! jeder gedanke manifestiert sich in buchseiten, gnadenlos ist ein solches leben. das führt zum zusammenbruch! warnen die ärzte. aber der zusammenbruch führt doch auch nur wieder zum buch! warnt damentennis. weniger die meckelmiri, als die leser. weil an die wieder keiner denkt. wie denn auch, bei all der andauernden buchproduziererei?
was der meckelmiri in ihrem glamourleben, das bestimmt kein glamourleben ist (üble nachrede von mir), weil sie mit beiden, mindestens mit einem bein aber auf dem boden geblieben ist, noch so alles erlebt, lesen sie in weiteren büchern. sie kann wohl nicht anders.

