Rezension verfasst vor 3 Jahren
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Ich habe dieses Hörbuch gelesen von verschiedenen Schauspielern sehr gerne gehört. "Der Erdbeerpflücker" ist eine spannende Geschichte, die man schnell zu Ende erzählt bekommen will. Eigentlich mag ich Perspektivenwechsel nicht, aber gelesen von verschiedenen Schauspielern ging es. Der Krimi ist so aufgebaut, dass der Mörder von Anfang an klar ist, was schade ist, aber auch interessant, da so der Mörder analysiert wird.
Zum Inhalt: Jette, die Tochter einer berühmten Schriftstellerin, wohnt in einer WG mit Merle und Caro zusammen. Sie gehen alle noch zur Schule. Merle ist eine Tierschutzaktivistin (von der man aber wenig aus ihrem familiären Hintergrund) erfährt und Caro kommt aus einem sehr schlechten Milieu. Zu ihren Eltern will sie wenig Kontakt. Caro lernt einen Erdbeepfücker kennen, ein Serienmörder, der schon mehrere Mädchen vor ihr ermordet hat. Als Caro auch ermordet wird, versuchen Jette und Merle selbst den Mörder zu finden. Teile der Story sind auch erzählt aus der Sicht eines Kommissars, der mit den Serienmorden beauftragt ist und aus der Sicht von Ilka, Jettes Mutter. Ich fand die Textstellen erzählt aus Ilkas Sicht eher doof und unnötig. Gestört hat mich auch ein wenig, dass Caro und auch der Kommissar und Georg, der Mörder, alle in ihrer Kindheit geschlagen wurden. Das war irgendwie zuviel. Außerdem fand ich auch, dass im Grunde die ganze Hintergrundgeschichte zu Caro mit ihren Eltern und schlimmer Kindheit etwas unwichtig war. Die Gedichte, mit denen der Kommissar und Merle letztlich auf Georg kommen waren aber interessant. Alles in allem, finde ich, dass Monika Feth eine spannende Geschichte geschrieben hat, allerdings wird einem zum Ende nicht klar, wieso so viel Vorinformation zu den Charakteren nötig war. Irgendwie haben die Hintergrundinfos zu Georg doch gereicht. Am Anfang der Geschichte mochte ich Jette überhaupt nicht. Sie wirkte sehr pseudo-problembeladen und deshalb unsympathisch auf mich, das gegen Ende fand ich Jette nicht mehr soo schlimm.
Gut fandich die Idee (und auch die Art wie es schriftstellerisch gelöst wurde), dass Jette fast den gleichen Weg geht wie Caro mit Georg. Noch als Caro noch lebte und man Teile der Handlung aus ihrer Sicht erzählt bekam (und auch späer durch die Gedichte und Tagebucheinträg), fand ich es interessant, wie Georg Caro manipuliert hatte. Ich denke die Figur von Georg war das beste an dem Buch.
Ich bin gespannt auf "Der Mädchenmaler" und "Der Scherbensammler". Mehr auf das dritte Hörbuch als auf das zweite, aber ich will das zweite nicht überspringen...
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