Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Braucht die Welt noch einen schwedischen Krimiautor? Ja, wenn er solche Bücher schreibt wie Mons Kallentoft, dann braucht man das einfach. Der zweite Teil der auf fünf Teile angelegten Serie um die Kommissarin Malin Fors macht noch schneller süchtig als der erste, stellt er doch eine deutliche Steigerung in Spannung und Intensität dar.
Malin Fors und ihre Kollegen haben im heißesten Sommer seit langer Zeit im schwedischen Linköping gleich zwei Fälle aufzuklären, von denen sich relativ schnell herausstellt, dass ein Zusammenhang zwischen ihnen besteht: Ein junges Mädchen wird in einem Park gefunden, vergewaltigt und mit blutenden Schnittwunden, aber lebend. Sie kann sich an nichts erinnern und dann wird ein weiteres Mädchen vermisst. Als einige Tage später zufällig ihre Leiche gefunden wird, ist klar, dass hier ein schwer gestörter Täter am Werk ist, den es aufzuhalten gilt. Malin und ihre Kollegen nehmen einen Wettlauf gegen die Zeit auf…
Was sich erstmal ziemlich stereotyp anhört, wird von Mons Kallentoft in einer Weise dargestellt, die ihresgleichen sucht. Angefangen von der wunderbar plastisch dargestellten Atmosphäre über die sehr authentischen, durchweg sympathischen Handlungsträger bis hin zu einer wahnsinnig spannenden Krimihandlung ist alles da, was ein guter Roman braucht. Dabei entwickelt der Autor eine ganz eigene Sprache, um seine bildhaften Schilderungen an den Leser zu bringen, mit kurzen, oft knappen Sätzen gelingt ihm das ganz hervorragend.
Gerade diese spezielle Sprache mit ihren oft ungewöhnlichen Metaphern macht aus einem Durchschnittskrimi einen ganz besonderen, dessen Sog man sich nicht mehr entziehen kann. Hochspannung bis zum Schluss rundet das Ganze noch ab und macht ein Fünf-Sterne-Buch daraus.
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