Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Mittwinterblut, ein Kriminalroman des Autors Mons Kallentoft, entführt den Leser in das südschwedische Linköping.
Die Kommissarin Malin Fors und ihr Kollege Zeke Martinsson ermitteln in einem Mordfall. An einem Baum hängend wird die Leiche eines etwas beleibten Mannes gefunden, der ziemlich grausam zugerichtet wurde. Die Ermittlungen führen über den Verdacht gegen eine Sekte, die in einem nahegelegenen Bauernhof scheinbar seltsame Rituale ausübt, hin zur Vergangenheit des Opfers und dessen dunklen Seiten. Wo liegt die Ursache des Mordes tatsächlich?
Das Opfer jedenfalls, stellt sich als Sozialhilfeempfänger Bengt Andersson heraus. Diesen lernt der Leser im Buch auf eine recht sonderbare Art und Weise kennen, an die ich mich beim Lesen zunächst gewöhnen musste. Die Gedanken von Bengt Andersson werden immer wieder in kursiver Schrift im Buch eingeschoben. So bekommt man mit der Zeit eine ganz besondere Beziehung zum Opfer.
Diese Gedankengänge passen ganz besonders gut zum Buch. Die Stimmung ist schon aufgrund der übel zugerichteten Leiche und der üblichen trüben Winterstimmung in Schweden recht düster. Nun kommen noch solche Elemente wie Lebensumstände und eben die Gedanken des Toten hinzu, was die düstere Stimmung noch verstärkt.
Aber gerade von diesen Elementen lebt das Buch, denn es ist nicht eine durchweg reißerische Geschichte, sondern vielmehr ein Krimi, der von seiner Atmosphäre lebt.
Neben der Geschichte des Opfers spielt natürlich auch das Leben der Kommissarin Malin Fors im Buch eine große Rolle. Malin ist alleinerziehende Mutter einer 14-jährigen Tochter. Diese, Tove, ist gerade in einem etwas schwierigen Alter und so hat die Kommissarin es auch in familiärer Hinsicht nicht immer leicht.
Dennoch ist Malin eine gute Ermittlerin, die zielstrebig nach Ergebnissen sucht und sich auch vom ewigen Winter nicht beeindrucken lässt. Sie kommt als sehr sympathische Frau bei mir als Leserin an, und so hoffe ich in naher Zukunft noch weitere Kriminalromane mit dieser Kommissarin lesen zu dürfen.
Der Autor, Mons Kallentoft, Jahrgang 1968, wurde in Linköping geboren. Nach einigen Jahren in Madrid ist er nun in sein Heimatland zurückgekehrt und lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Vasastan in Stockholm.
Dem Roman merkt man an, dass der Autor die Gegend gut kennt und dass er seiner Heimat sehr verbunden ist.
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