Leser-Rezension zu „Kein ganzes Halbes” von Muriel Scheu
am 24.01.2011
Kein ganzes Halbes.......tja was soll man bei diesem Titel denken! Ich wusste es nicht und dann nach den ersten Seiten hat es mich nicht mehr los gelassen!
Ein junges Mädchen, was sich von niemandem beachtet fühlt, denkt es mit Drogen zu schaffen! Muriel Scheu berichtet aus ihrem Leben mit Drogen, Sehnsüchten, Liebe und Ängsten. Es war für mich faszinierend, zu lesen und zu erfahren, wie ein Mensch, eigentlich so schnell in diese Sucht fallen kann!
Im Sauerland aufgewachsen, durch die Arbeit ihres Vaters mit der Familie ein paar Jahre in Afrika, der Beginn ihrer Drogenkarriere mit 14, das nicht so werden wollen wie ihre Eltern (Spießigkeit), Ihre ersten Erfahrungen mit der Liebe, Jahre der Wanderschaft über 5 Kontinente, immer mit dem Gedanken im Kopf: „wo bekomme ich meinen nächsten Stoff her“.
Durch ihre Reisen und ihre verschiedenen Jobs kommt sie immer wieder mit den ungewöhnlichsten Menschen in Kontakt. In ihren Drogenentzug beginnt sie ihr Leben auf zu arbeiten und schreibt dieses Buch.
Für mich war es auch ein Trip beim lesen! Zwischen durch dachte ich, ich lese eine Gebrauchsanweisung für: „Wie werde ich ein Junkie“ und dann teilweise hatte ich das Gefühl, diese Junkies können einem eigentlich nur leid tun. Soviel Geld für ein paar Minuten Hochgefühl! Das ist es doch nicht wert, sein Leben und seinen Körper mit diesem Zeug zu zerstören!
Ein sehr gelungenes Buch und weiter zu empfehlen!

