Rezension zu "Frettsack" von Murmel Clausen

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RudeLady

Vor 11 Monaten

(7)

„Frettsack“ von Murmel Clausen erzählt eine Geschichte rund um den 37-jährigen Teenager Jens, der zusammen mit seinem Mitbewohner Sven in München lebt. Er hat keinen festen Job, er hat keine Freundin / Frau und er hat keine Kinder. Letzteres findet er auch gut so – bis zu dem Tag, an dem er von dem Frett(chen) von Sven kastriert wird. Denn dieser Tag wirft sein ganzes Leben über den Haufen und Jens beginnt sich zu fragen, ob er nicht einige Fehlentscheidungen in seinem Leben getroffen hat…
Zunächst einmal: Dieses Buch sollte man nicht lesen, wenn man nicht für trockenen Humor / Ironie zu haben ist. Wenn man einen Nerv dafür hat, bietet diese Geschichte einen hohen Schmunzelfaktor und teilweise ein Dauergrinsen beim Lesen.
Denn Murmel versteht es extrem gut, mit Klischees zu spielen. Beispielsweise taucht in der Geschichte auf einmal Hondo auf, ein Bodybuildertyp, der scheinbar mit wenig Gehirnzellen, dafür aber mit viel Kraft und Durchsetzungsvermögen gesegnet ist. Und der trotzdem sehr sympathisch rüberkommt.
Dieses Spiel mit dem Klischee und die gute Beobachtungsgabe des Autors lassen die Charaktere im Buch unglaublich lebendig werden. Man kann sich die Akteure sehr gut vorstellen und fragt sich, ob man es überleben würde, wenn man in die lustige Runde um Jens geworfen werden würde.
Es hat ganz einfach Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen, die wirklich intelligent gezeichnet ist und das von einem Autor, der einfach nur derbst sympathisch ist. Grade für Frauen, die sich schon immer gefragt haben, ob Männer wirklich so nen Knall haben, wie man manchmal denkt (nach Lektüre dieses Buchs ist die Antwort definitiv ja!) und die immer schon mal wissen wollten, wie Männer denken / ticken: überaus empfehlenswert!
Gerne mehr!

Autor: Murmel Clausen
Buch: Frettsack
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