Zur Geschichte
Sascha Duncan ist eine Mediale und lebt in einer Zeit, in der Mediale durch das Silentium-Programm völlig gefühlskalt sind. Doch sie weiß, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Sie hat immer wieder Zusammenbrüche, die sie davon überzeugen eine "defekte" Mediale zu sein. Sie kann fühlen und wenn das jemand erfährt muss sie sich einem Programm unterziehen, dass ihr ihr eigenständiges Leben komplett nehmen würde. Während sie immer weiter abdriftet und es zu verbergen versucht trifft sie im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Medialen und Gestaltenwandlern auf Lucas Hunter, den Anführer der DarkRiver-Leoparden und schon bröckelt ihre Fassade schneller den je. Denn Lucas löst in ihr einen Sturm der Gefühle aus, den sie eigentlich gar nicht haben dürfte.
Fazit
Zu Beginn der Geschichte lernt man Sascha Duncan kennen und erhält eine gute Einführung in die Welt, in der sie lebt. Alle Medialen leben völlig gefühllos nebeneinander und alles in ihrem Leben ist auf Effektivität ausgerichtet. Jeder hat bestimmte Fähigkeiten, wie z.B. Telekinese, doch bei Sascha scheint sich die Fähigkeit nie wirklich herausgebildet zu haben. Immer wieder wurde ihr gesagt, sie sei nur eine halbe Mediale, weil sie nicht über die Kräfte verfüge, die sie auf ihrem Level haben müsste. Immerhin ist ihre Mutter eine Kardinal-Mediale, die auch noch im Rat sitzt und über alle Medialen herrscht. Umso schlimmer ist es natürlich, dass Sascha plötzlich Gefühle entwickelt. Man leidet als Leser direkt mit, nachdem man erfährt, dass sie ihre Gefühle unterdrücken muss, weil sie sonst ihres Bewusstseins beraubt werden wird. Eine schlimme Vorstellung und im Verlaufe des Buches, während der "Verfall" weiter und weiter fortschreitet und es immer wahrscheinlicher wird, dass sie entdeckt wird, hofft man immer mehr, dass Sascha irgendeinen Ausweg findet.
Auch Lucas ist ein besonderer Gestaltenwandler. Er erkennt früh, dass Sascha die eine Frau ist, die him vom Schicksal zugeteilt wurde. Deswegen nimmt er auf ihre Gefühlskälte, die sie nach außen ausstrahlt, keine Rücksicht. Zugleich verfolgt er aber auch noch eigene Ziele, die unabhängig von der aufkommenden Liebe zu Sascha stehen. Er möchte unbedingt einen Serienmörder schnappen, von dem er denkt, dass es ein Medialer ist. Sascha soll ihm erst unwissentlich, dann ganz bewusst dabei helfen, indem sie im Medial-Net nach Hinweisen sucht. Das Medial-Net ist die Verbindung zwischen allen Medialen und wenn ein Medialer es verlässt wird er qualvoll innerhalb von Minuten sterben. Wieder ein Hindernis, dass zwischen der Liebe der Beiden steht, denn um mit Lucas zusammen zu sein muss Sascha das Netz verlassen. Beide Protagonisten sind sympathisch und man fühlt von Anfang bis Ende mit, ob sie ihre Schwierigkeiten überwinden und zueinander finden können. Auf dem Weg dahin gibt es auch viele Wendungen, mit denen man als Leser nicht gerechnet hätte.
Leider zieht sich aber in diesem Buch das weiter fort, was ich schon in meiner Rezension zu Engelskuss kritisiert habe. Es wiederholt sich ständig, wie sehr Lucas Sascha begehrt und wie sehr er gegen seinen Leoparden ankämpfen muss. In praktisch jeder Szene, in der die Beiden aufeinander treffen findet man daher fast die gleichen Sätze zu dem Thema. Und auch aus Saschas Sicht wird ständig wiederholt, wie toll und stark und männlich Lucas für sie ist. Das ist echt schade, da das Buch so viel Spaß bereitet, der so aber immer wieder unterbrochen wird, weil man sich genervt von den Wiederholungen fühlt. Wie es aussieht, scheint sich das ja in den Büchern von Nalini Singh komplett durch zu ziehen. Ich erwarte in den nächsten Bänden dieser Reihe daher nichts anderes mehr.
Insgesamt ist Leopardenblut aber ein richtig guter Einstieg in die Serie um die Gestaltenwandler und die Medialen. Nach Ende des Bandes habe ich direkt mit Band 2 Jäger der Nacht begonnen, um zu schauen, ob es so gut weitergeht. Nur so viel vorne weg: Ich bin nicht enttäuscht worden. Auf Grund der ganzen Wiederholungen gebe ich allerdings einen Punktabzug.