Leser-Rezension zu „Ein winziger Makel” von Nancy Huston
am 15.10.2009
Der winzige Makel ist ein kleines Muttermal, das in der nächsten Generation in der gleichen Form, aber an anderer Stelle auftritt.
Erra hat es am Arm, ihre Tochter am Po, der Urenkel an der Schläfe.
in diesem Buch wird ene Familiengeschichte rückwärts erzählt. Einzelne Generationen erzählen immer über eine kleinen Zeitraums ihres Lebens als sie 6 Jahre alt waren. Da es mit dem Urenkel anfängt erklären sich einige Dinge immer erst später, da sie im Leben eines Vorfahrens schon eine Rolle spielten.
Das Einzelkind Sol, dessen Vater Randall, dessen Mutter Sadie und deren Mutter Erra (von Sol UGM genannt) kommen so nach einander zu Wort. So wird eine Geschichte über 60 Jahre und drei Kontinente gespannt.
Die Sichten der Kinder sind dabei besonders interessant.
Die Geschichte von Sol, dem verwöhnten Einzelkind, ist noch ganz witzig, je weiter man in die Vergangenheit zurückschaut, desto trauriger wird sie.
Sehr schön geschrieben. ich werde nach weiteren Büchern dieser Autorin schauen.

