Leser-Rezension zu „Ein gutes Omen” von Neil Gaiman
am 6.08.2010
Ich habe "Ein gutes Omen" als Urlaubslektüre gekauft, eigentlich ohne große Erwartungen. Leider wurden selbst die nicht erfüllt.
Zum einen: Ich glaube, wesentlich deutlicher die Handschrift Pratchetts, als die von Gaiman zu erkennen. Zum anderen muss ich leider sagen, dass dies wieder eins von den Büchern Pratchetts ist, das mich zum größten Teil gelangweilt hat. Das Lesen ging nur quälend langsam und in kleinen Dosen voran, obgleich ich genügend Zeit und Muße hatte.
Ein paar "running gags" sind jedoch richtig gut: Zum einen: TOD, hier in einer Nebenrolle als apokalytpischer Reiter, ist immer für ein paar Lacher gut. Vor allem, wenn er am Quizautomaten an der Frage scheitert, wann Elvis gestorben ist. Die Idee, dass sich Kassetten im Auto nach 14 Tagen, egal was drauf war, automatisch in "best of Queen" Kassetten verwandeln, hatte auch was. Und die Verwandlung von "Hund" vom satanischen Höllenhund zur niedlichen Promenadenmischung erst. Dazwischen sehr viel Längen und ein unspektakuläres, geradezu langweiliges Ende.
Für mich durchschnittliche drei Sterne. M.E. nur für (Pratchett-)Fans zu empfehlen.

