Leser-Rezension zu „Acht Stunden Angst” von Nicci French
am 16.06.2011
ch bin ein großer Fan des Autoren-Duos "Nicci French" und verschlinge geradezu jeden ihrer Romane. "Acht Stunden Angst" steht den anderen Werken in punkto Spannung in nichts nach und hat mich nicht enttäuscht. Es hat zwar nicht immer die Tiefe einiger ältere Werke, doch das fällt nicht so sehr ins Gewicht.
Die Geschichte handelt von der verzweifelten Suche einer Mutter nach ihrer Tochter. Diese verschwindet urplötzlich genau am Geburtstag der Mutter. Noch dazu hat man vor, am gleiche Tag in den Urlaub nach Florida zu fliegen. Die Mutter mutiert zur einsamen Heldin und Über-Mommy, die den trägen Polizeiapparat ordentlich auf Trapp hält. Die Suche gestaltet sich kompliziert und hat so manchen Stolperstein zu bieten.
Die Geschichte wirkt umso persönlicher, da sie aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Das Leiden der Mutter wirkt dadurch näher und überträgt sich auf den Leser. Der gewohnt flüssige Schreibstil macht es dem Leser leicht von Seite zu Seite zu fliegen. Die Vorfälle reihen sich schnurgerade aneinander. Damit wird sehr gut der Verlauf der Zeit, schließlich spricht der Buchtitel von acht Stunden, beschrieben. Alle mitspielenden Charaktere sind gut dargestellt. Doch letzten Endes ist es eine One-Woman Show. Die Themen Einsamkeit, Scheidung, Pubertät usw. werden verarbeitet und man bekommt ein sehr gutes Bild der Mutter-Tochter-Beziehung. Sehr interessant sind die Reaktionen der Mutter, wenn das eine oder andere Geheimnis ihrer "behüteten und braven" Tochter ans Tageslicht kommt. Das gibt dem Roman die spezielle Würze

