Teufel, Luzifer, Herrscher der Hölle, Fürst der Finsternis, König der Unterwelt - viele Namen hat er. Sogar Fliegengott stand mal auf der Vorschlagsliste, doch Satan hat diesen gleich wieder gestrichen. "Unmöglich!" war sein Kommentar dazu.
Auf ironische Weise wird hier im "Tagebuch des Teufels" vorgestellt, wie er Einfluss auf die Geschichte nahm, seit die Erde entstanden ist. Natürlich erzählt er uns nur die Wahrheiten.
Gott hat die Erde erschaffen, der Teufel erzählt, dass es in Wirklichkeit der Urknall war. Der Teufel hat die fehlenden "Evangelien" aus der Bibel versteckt,sich mit den Inquisition verbündet und mit Hitler einen Vertrag geschlossen. Das er mit Gott auf Kriegsfuß stand, braucht nicht extra erwähnt zu werden.
Auf amüsante Art führt uns Nicholas D. Satan durch die Weltgeschichte bis hin ins Jahr 2008, zeigt dabei wichtige Stationen auf und wie er Einfluss darauf genommen hat. Und auch, dass sein Werk noch immer nicht vollendet ist.
Interessant zu sehen ist, dass der Teufel tatsächlich auch verheiratet ist. Mit seiner Frau Lilith hat er sogar zwei teuflische Kinder (Incubus und Sukkubus). Eine ganz normale Familie eben, wäre da nicht die "HvB", die Hure von Babylon oder andere reizende Gestalten, die den Teufel in Versuchung führen.
Aber er hat ja nicht umsonst die 7 Todsünden geschaffen...
Fazit:
Kurzweilig, amüsant und mit kleinen Bildern versehen. Der Lesespaß für Zwischendurch.
Besonders erwähnenswert:
Die Aufmachung des Buches ist einfach toll. Die Maße: 16,8 x 12,2 x 2 cm. Also klein, eben wie ein Tagebuch. Das Buch wurde auf "alt" gemacht (angestoßene Ecken etc.) Der Schnitt ist mit "Gold" verziert.
Am Anfang des Buches erwartet uns ein ausklappbarer Vertrag. "Der Pakt", den der Teufel mit allen eingeht, um sie in seine "Firma" zu bekommen.
Die Schrift fand ich klein und anstrengend für die Augen.