Der Titel des Buches ,Schwimmen' lässt vermuten, dass der Inhalt nur vom Schwimmen handelt. Wer das gedacht hat, liegt falsch, denn es geht um viel mehr als um diese Sportart. Zunächst einmal sieht sich Philomena als ein schwieriges Kind, welches schreit, um etwas zu erreichen oder um etwas in Ordnung zu bringen. Sie wächst mit drei Schwestern auf, zu denen sie eher gespannte Verhältnisse hat. Zwischendurch lässt sich dennoch eine Schwesterliebe erkennen, obwohl sich die Schwestern eher beleidigen, anschreien und nicht offen miteinander reden können.
Philomena ist die Tochter eines Fledermausforschers und einer hysterischen Mutter, die ständig kurz vor Nervenzusammenbrüchen steht. Mit 9 Monaten hat sie ihre erste Schwimmstunde, bei der sie alle Beteiligten derart erstaunt, dass sie sogar das Fernsehen dazuholen wollen. Daraus entwickelt sich ihre Leidenschaft - das Schwimmen, in welchem sie später sehr erfolgreich wird.
Pip, wie Philomena auch genannt wird, besucht mit ihren Schwestern und ihrer besten Freundin Lilly eine katholische Schule, in der sie nicht wirklich glücklich ist. Dort fällt durch ihren Lärm und ihre widerspenstige Art negativ auf, was sie aber nicht weiter stört. Schwierig wird es, als ihre älteste Schwester erkrankt und sich nicht mehr erholt. Das führt auch zum Tod des Vaters und der Verzweiflung der Mutter. Die Familie muss viele Tiefpunkte einstecken. Pip schafft es irgendwie und wird in ihrer Sportart so erfolgreich, dass sie andere überfliegt.
Das Buch ist sehr humorvoll, zum Teil tragisch und traurig. Ich finde jedoch, dass es oft etwas zum Schmunzeln gibt, weil Pip eine so verrückte Persönlichkeit hat. Sprachlich spiegelt sich das wider: Die Sprache ist einfach, witzig und leicht verständlich. Die direkte Rede ist durch die kursive Schrift betont, was das Erkennen der wörtlichen Rede erleichtert und was ungewöhnlich aussieht.
Insgesamt sehe ich das Buch als sehr gelungen an, da es mich sehr amüsiert hat und ich es schnell durchgelesen habe, weil eine gewisse Spannung herrschte.