Leser-Rezension zu „Vertrau mir blind” von Nicolet Steemers
am 27.10.2010
Das Buch "Vertau mir blind" beginnt relativ harmlos. Die 16-jährige Mila Theunissen verschwindet eines Tages spurlos. Die Polizei sieht in Mila jedoch eine Ausreisserin, sind doch ihre Familienverhältnisse relativ schwierig. Vater und Mutter sind geschieden und Mila wünscht sich nichts mehr, als das die beiden wieder zusammenfinden. Nach Monaten der Ungewissheit wird Mila jedoch im Saturnuspark gefunden. Sie lebt, leidet aber unter Gedächtnisverlust. Durch die Entführung hat Mila sich verändert, sie trennt sich von ihrem Freund, will nicht mehr in der Band spielen. Ihr Freund äußert Milas Mutter gegenüber den Verdacht, dass Mila einen neuen Freund hat, den sie ihren Eltern verheimlicht. Plötzlich verschwindet Mila von Neuem. Wieder glaubt die Polizei nicht an eine Entführung. Milas Mutter macht sich verzweifelt auf die Suche nach Mila.
Nach dem 2/3 des Buches relativ harmlos sind, überstürzen sich die Ereignisse. MIlas Mutter kommt dem Entführer auf die Spur und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Man erwartet stets, dass sie es nicht rechtzeitig schafft ihre Tochter zu befreien, dass der Täter ihr zuvor kommt. Schlimm ist, dass es solche Fälle von krankhafter Täter-Opfer-Beziehung wirklich ist und die Geschichte demnach nicht völlig frei erfunden ist, man erinnere sich nur an den Fall Natascha Kampusch.
Da nur das letzte Drittel des Buches spannend ist und ca 2/3 des Buches nichts aufregendes passiert, vergebe ich nur 4 Sterne. Es lässt sich auf jedenfall flüssig in einem weg lesen, langweilig ist es nie, weil man ständig auf den großen Knall wartet.

