Leserunde zu "Wie ein Splitter im Mosaik" von Nikola Huppertz

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Nikola_Huppertz

Vor 6 Monaten

Vor wenigen Tagen ist mein Roman „Wie ein Splitter im Mosaik“ erschienen, und ich freue mich sehr, eine Leserunde dazu zu starten. Der Gabriel Verlag/ Thienemann stellt zehn Exemplare des Buches zur Verfügung, die ich unter euch verlosen darf. Alle, die Lust haben, an der Verlosung teilzunehmen und bei der Leserunde mitzumachen, können sich bis zum 07.11.2012 anmelden.

„Wie ein Splitter im Mosaik“ erzählt von der fünfzehnjährigen Lioba, die mit ihrer Mutter, ihrer demenzkranken Großmutter und ihrer jüngeren Schwester in einem Dreigenerationenhaushalt lebt - zumindest, wenn sie sich im Family-Modus befindet. Im Family-off-Modus ist sie am liebsten bei Florin, dem schillernden Nerd, mit dem sie seit früher Kindheit aufs Innigste befreundet ist. Ihr drittes "Zuhause" hat Lioba bei Bach, dessen Choralvorspiele sie täglich an der Orgel übt, obwohl sie mit Glauben und Kirche an sich nichts am Hut hat. Aber Bach hilft ihr dabei, ihre sonst so chaotischen „Gedankensteinchen“ zu einem Mosaik zu sortieren.

All das gerät ins Wanken, als zwei unerwartete Dinge geschehen:

Liobas Vater, zu dem sie eine sehr angespannte Beziehung hat, taucht auf der Bildfläche auf - und zu Liobas Fassungslosigkeit gehen ihre seit vielen Jahren getrennten Eltern aufs Neue eine Beziehung ein.

Außerdem lernt sie den schüchternen Hendrik kennen, und von nun an kennt sie sich mit ihren Gefühlen überhaupt nicht mehr aus. Einerseits hat sie immer wieder Anflüge von Verliebtheit und fühlt sich in Hendriks Anwesenheit leicht und richtig, andererseits gerät ihre intime Freundschaft zu Florin ins Wanken, was sie neben dem krankheitsbedingten Persönlichkeitszerfall ihrer Großmutter schmerzt wie nichts anderes. Diesem Durcheinander ist nicht mal mehr Bach gewachsen - mit einem Mal vermag seine Musik ihren Gedanken keinerlei Struktur mehr zu verleihen.

Lioba ist gezwungen, in die Abgründe zu blicken, die sich in ihrer Familiengeschichte auftun. Sie muss auch die Grenzgebiete zwischen Freundschaft und Liebe ausloten und herausfinden, wie sie zu Florin und Hendrik steht - und die beiden zu ihr. Tagebuchaufzeichnungen und die Musik helfen ihr dabei, aufs Neue nach ihrem Mosaik zu suchen.

Eine Leseprobe findet ihr hier.

Hier könnt ihr euch den Buchtrailer anschauen:

Und mehr über mich und meine Bücher findet ihr auf meiner Homepage.

Wer mag, kann sich auch passend zur Geschichte eine Playlist zusammenstellen und Liobas Musik - von Barock bis Rock - beim Lesen mithören. Alle verwendeten Titel findet ihr am Ende des Romans aufgelistet.

Ich freu mich auf euch.

Autor: Nikola Huppertz
Buch: Wie ein Splitter im Mosaik

Nikola_Huppertz

Vor 6 Monaten

Verlosung

Der Gabriel Verlag/ Thienemann stellt zehn Exemplare meines Romans „Wie ein Splitter im Mosaik“ zur Verfügung, die ich unter euch verlosen darf.
Alle, die unter dem Eindruck von Leseprobe und Trailer Lust haben mitzulesen, sich über das Buch auszutauschen und ihre Gedanken dazu aufzuschreiben, können sich bis Mittwoch, den 07.11.2012, für die Verlosung bewerben - und sich natürlich auch sonst anmelden.

Nikola_Huppertz

Vor 6 Monaten

Vorstellungsrunde

Ganz kurz über mich, wer‘s länger mag, wird auf meiner Autoren-Homepage fündig: http://nikola-huppertz.de
Bislang habe ich zwölf Kinderbücher veröffentlicht, u. a. die Titel „Karla, Sengül und das Fenster zur Welt“, „Alma, ganz klein“ und - im Team mit meiner Freundin und Kollegin Ruth Löbner - „Die Kleine Frau Babette und Herr Mann“.
„Wie ein Splitter im Mosaik“ ist mein erster Roman für Jugendliche und junge Erwachsene, und ich freue mich riesig, mit euch darüber ins Gespräch zu kommen.

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Themistokeles

Vor 6 Monaten

Leseabschnitt 3 bis S. 193
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gusaca schreibt:
Das ihre Oma für den Tod ihres Kanarienvogels verantwortlich ist, erschüttert Lioba zutiefst. Zusammen mit Hendrik und Helene beerdigen sie den Vogel an seinem damaligen Fundort. Diese Szene finde ich sehr schön , aber natürlich auch traurig. Es ist toll, dass Hendrik auf die Idee kommt die Oma zur Beerdigung mitzunehmen, damit sie auch den Tod Zitrones verarbeiten kann. Und Lioba erkennt, dass Helene dem Vogel nur die Freiheit geben wollte. Einfach traurig schön.

Die Szene fand ich auch einfach nur genial! Auch wenn ich ehrlich im ersten Augenblick ebenso geschockt war wie Lio was ihre Großmutter mit dem Vogel gemacht hat.
Aber irgendwie, am Ende versteht man es ja, dass sie es nur gut gemeint hat und es nicht mehr besser wusste.

Irgendwie ist Martha für mich eine der interessantesten Personen im ganzen Roman. Das fällt mir irgendwie immer wieder auf. Wohl auch, weil sie sich so gar nicht wie eine Elfjährige benimmt und auch das Verhältnis der Schwestern zueinander so toll geschildert wird. Wobei mir glatt Martha manchmal älter vorkommt.

Flos Verhalten ist auch extrem interessant. Irgendwie bekomme ich bei ihm immer mehr das Gefühl, dass er einfach Angst hat Lio zu verlieren, so im Allgemeinen.

Themistokeles

Vor 6 Monaten

Leseabschnitt 4 bis S. 268
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Ich finde es irgendwie schön, dass man am Ende sieht, dass man doch nicht alles Alte irgendwann zurücklassen muss, um etwas Neues in sein Leben zu lassen. Und vor allen Dingen auch, dass man auch in Altem noch Neues entdecken kann.

Martha begeistert mich nach wie vor durch ihre Art. Und die Idee, auf die ich durch gusacas Kommentar beim ersten Abschnitt gekommen bin, hat sich irgendwie jetzt auch bestätigt. Irgendwie war schwul nämlich mein anderer Gedanke, plus der Tatsache, dass er sie nicht verlieren will, weil wer anders dazu kommt.

Und das Lio sich wieder ihrem Vater, wie auch ihrer Oma angenähert hat, ist einfach nur toll. Besonders auch die Bezeihung zwischen Hendrik und Lios Oma!

Irgendwie ein tolles, wenn auch vollkommen anderes Buch.

Lialotta

Vor 6 Monaten

Vorstellungsrunde

Mein Buch ist auch angekommen. Ich bin Ende 20, wohne in Deutschlands Norden mit meinem Mann und Katzen und bin Lehrerin.
Ich freue mich sehr auf die Leserunde und das Buch!

Themistokeles

Vor 6 Monaten

Fragen an die Autorin

Mich würde tierisch interessieren, wie du auf Martha gekommen bist, da sie ja doch vom Charakter her jemand ziemlich besonderes für mich war beim Lesen?
Und zudem, hast du selbst Erfahrung mit Demenzkranken in deiner Familie?

Nikola_Huppertz

Vor 6 Monaten

Fragen an die Autorin
@Themistokeles

Martha, jaaaa ... Die ist für mich ein echtes Herzenskind beim Schreiben gewesen. Ich wollte jemanden haben, der in dem ganzen Chaos den Blick für das Wesentliche behält - gerade, weil er in einigen Punkten nur am Rande involviert ist - und auf ganz bescheidene Art "weise" ist. Für mich war klar: Das muss ein Kind sein, weil Kinder manchmal so viel klarer sehen als die Erwachsenen, die in ihren Rollen und auch ihren Eitelkeiten schon so festgefahren sind. Ein sehr sensibles Kind sollte es sein, verletzlich und stark zugleich. Und so entstand in mir das Bild von diesem leisen, schmalen Mädchen, das sich tagein, tagaus seinen Weg durch ein Labyrinth aus Geschichten bahnt, um die Welt außerhalb zu begreifen, genauso, wie Lio ihre Musik braucht und Uli ihre Fotos. Damit schließt sich für mich auch ein Kreis, da beide Mädchen ein Erbe ihrer Großmutter Helene antreten, die ja als Musikjournalistin tätig war und aus einem Buchhändlerhaushalt stammt.
Was keiner wissen kann, weil ich es im Buch nirgendwo geschrieben, sondern mir nur in meiner Phantasie ausgemalt habe: Martha kommt sowohl äußerlich (als einzige "Dunkle" in der Familie) als auch in ihrer in sich gekehrten Art sehr auf Peter, Helenes verstorbenen Mann. Ein bisschen spiegelt sich das in Hendrik wider. (Hoffe ich.)

Zur zweiten Frage, ob ich Erfahrungen mit Demenz in der Familie habe. O ja! Wahrscheinlich hätte ich ohne diese nicht den Mumm gehabt, Liobas hin- und hergerissene Gefühle gegenüber ihrer Großmutter so drastisch zu schildern. Ich würde dir dazu gerne einen kleinen Text verlinken, den ich mal für meinen Verlag verfasst und dann auch in mein Blog eingestellt habe:
http://nikola-huppertz.de/blog/mein-mosaik-spiel-die-wirklichkeit-in-fiktion-h-llen/

Favole-Luna

Vor 6 Monaten

Leseabschnitt 2 bis S. 133
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Themistokeles schreibt:
Der Charakter ich übrigens auch richtig interessant finde, ist Martha, die Kleine ist irgendwie fast schon noch abgefahrener als Lio und für ihr Alter wirkt sie extrem intelligent, fast schon ein wenig Weise und als könnte sie die Menschen irgendwie durchschauen, auch wenn sie mit ihnen nicht so viel direkt zu tun hat, vergräbt sie sich ja eher in Bücher.

Das find ich auch Martha ist wirklich interessant... und ich muss sagen ich hab eine leise Ahnung wie das Buch ausgeht, bzw. was die Sache mit Flo angeht...Ich bin gespannt!

Themistokeles

Vor 6 Monaten

Fragen an die Autorin
@Nikola_Huppertz

Martha war für mich erhlich der faszinierenste Charakter in diesem Roman. Gerade weil sie irgendwie was besonderes war in ihrer kindlichen Unschuld, die aber wirklich auch extrem Weise gewirkt hat.

Ich glaube auch einfach, dass es schwer gewesen wäre die Gefühle, die man gegenüber einem Alzheimer- oder auch Altersdemenzkranken zu erfassen, wenn man selbst diese Situation nie erlebt hätte. Denn ich muss immer daran denken, wie viele Menschen noch immer Witze über diese Krankheit machen, wenn sie mal leicht vergesslich waren, aber einfach durch ihr Unwissen gar nicht erfassen können, wie grausam diese Krankheiten eigentlich wirklich sind und welches Ausmaß sie annehmen können.

Mit insgesamt zwei betroffenen in meiner Familie fand ich es auch ehrlich klasse mal so darüber lesen zu können, dass ich das Gefühl hatte, das derjenige, der es geschrieben hat, diesen Zustand der Zerissenheit einfach erfassen kann. Und ich finde es auch einfach toll, dass sie sich daran gewagt haben.

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