Leser-Rezensionen zu „Schattenblüte. Die Verborgenen” von Nora Melling
Rezension verfasst vor 1 Woche (6)
*Meine Meinung ...
*zum Inhalt:
Anfangs war die Handlung für mich etwas durcheinander und ich hatte Probleme in die Rolle von Luisa hinein zu schlüpfen. Doch das legte sich bald wieder. Es gab viele Stellen im Buch wo ich dachte, dass 'wir' jetzt an der Lösung sind, aber gleich darauf folgte wieder ein Ereignis, welches mich in stutzen lies und wieder mich wieder unwissend dastehen lies. Das Buch ist spannend, keine Frage! Des Öfteren musste ich die Luft anhalten und erst mal einen Schockmoment verdauen. Jedoch ist es nicht zu schlimm, man wird einfach durch eine plötzliche Wendung etwas erschrocken, womit man nicht gerechnet hat.
*zum Aussehen:
Immer, als ich in dem Buch las und es geschlossen habe, hat das Cover nicht dazu gepasst. Ich weiß nicht warum. Eigentlich müsste das viele schwarz zu den trauernden Menschen passen. Luisa habe ich mir aber nicht so vorgestellt. Auf den schwarzen Blüten - ich nehme an das sind Lilien - sind Wassertropfen abgebildet, die man als viele kleine Wölbungen auf dem Buch spüren kann.
Innen fangen die Kapitel immer gleich unter dem Ende des vorherigen Kapitels an. Die ausgeschriebenen Zahlen sind mit 3 Vögeln geschmückt. Ich verstehe aber nicht, warum ausgerechnet Vögel. Sie haben nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun.
*zu den Charakteren:
Der Bruder, der Protagonistin Luisa, ist verstorben. Sie ist deshalb sehr traurig und beschließt sich umzubringen. Doch ein Junge mit dunklen Augen bewahrt sie vor dem Tod. Später verlieben sich die beiden ineinander und versuchen ihre Liebe zu retten.
Der Werwolf Thursen rettet Luisa vor dem Tod und verliebt sich in sie. Zusammen versuchen sie Thursens richtigen Namen herauszufinden und ihn somit in sein früheres Leben als Mensch zu holen. Doch woran sie nicht dachten: Wer zu einem Werwolf geworden ist, will nichts mehr von den alten Erinnerungen wissen. Es gibt schließlich einen Grund, weswegen sie ihr altes Leben loslassen wollen.
*zum Schreibstil:
Die Lektüre wurde aus der Sicht der Protagonistin Luisa geschrieben. Ich finde, dass ist der Autorin sehr gut gelungen.
Nora Melling schreibt recht kurze Sätze im Präteritum, was ich aber gut fand, da es sich leicht und schnell lesen lässt. Es wurden keine komplizierten oder selbsterfundene Wörter verwendet.
Das Buch wurde zur Übersichtlichkeit in 16 Kapitel eingeteilt.
*Fazit:
Ursprünglich wollte ich dem Buch 4 Sterne geben. Aber nachdem ich die Rezension geschrieben habe, ist mir kein negativer Punkt zu diesem bezaubernden Buch eingefallen. Durch die depressive Stimmung in dem Buch würde ich es aber lieber erst ab 14 Jahren empfehlen. Schönes Buch! Ich empfehle es gerne weiter.
*Bewertung:
"Schattenblüte - Die Verborgenen" gebe ich 5 von 5 Sternen!
Rezension verfasst vor 3 Wochen (5)
Cover
Das Cover ist düster gestaltet und man sieht ein Mädchen hinter einer Blüte versteckt. Mir gefällt es gut, es ist broschiert.
Meine Inhaltsangabe
Nach dem Tod von Luisas Bruder ist für sie nichts mehr wie es einmal war. Vor dem letzten Schritt sich in die Tiefe zu stürzen und dem Leid ein für alle mal ein Ende zu bereiten, hält sie ein mysteriöser Junge fest mit grauen Augen, silberenen Haaren und verblasster Kleidung. Er führt sie zu einem Rudel von Wölfen, von denen sie bald schon erfährt, dass es gar keine richtige Wölfe sind, sondern Werwölfe, die früher mal Menschen waren und ihr Leid vergessen wollen, in dem sie sich verwandeln. Auch Thursen, der Junge, der sie gerettet hat, ist einer. Doch er wird sich nicht mehr lange zurück in einen Menschen verwandeln können und auch Luisa weiß das und macht sich daraufhin auf die Suche nach der Indentität des Jungen, denn mit dem Wolfdasein verlischt die Erinerrung daran mehr und mehr, warum sich die Menschen auch dafür entschieden haben, zu Wölfen zu werden. Doch die Zeit rückt immer weiter voran und bald schon muss Luisa erkennen, dass sie die Wahl hat, ihren Wolf gehen zu lassen und ihm den Schmerz vergessen zu lassen oder ob sie ihn davon befreien möchte, was fatale Folgen mit sich bringen könnte.
Charaktere
Luisa:
Sie ist seit dem Tod ihres Bruders in ein tiefes, unüberwindbares Loch gefallen, in dem sie ihre Monate dahinlebt, fast nichts isst, die Schule schwänzt, keine Hausaufgaben macht. Sie lebt in dem für sie deshalb öden Berlin, weil sie so schnell aus ihrer Heimat Hamburg gezogen sind nach dem Tod ihres Bruders. Dort geht sie jeden Tag im Grunewald spazieren und traf dabei auf den Jungen und seine Wölfe. Luisa kommt auf mich sehr traurig rüber, was man auch schon am Schreibstil merkt, es ist alles sehr melancholisch aus ihrer Sicht und ich kann auch ihre Wut über ihre Eltern, die einfach so weitermachen, als sei nichts gewesen, sehr gut verstehen. Jedoch fand ich ihre Stimmungsschwankungen manchmal etwas too much gegenüber Thursen
Thursen
Thursen lebt als Wolf, um seine frühere Vergangenheit zu vergessen, was ihm auch gelungen ist. Mehr möchte ich allerdings noch nicht über ihn verraten, nur so viel, das ich ihn ganz sympathisch fand.
Schreibstil und Gestaltung
Der Schreibstil ist wie schon erwähnt sehr melancholisch und traurig, am Anfang etwas beklemmend.Mir gefällt so etwas ja, trotzdem hat irgendwie der letzte Funke gefehlt... Sonst kann ich nicht viel dazu sagen, die Gestaltung ist schlicht und unauffällig, die Schriftgröße gerade noch groß genug.
Meine Meinung
Was mir nicht so gut an dem Buch gefallen hat, ist, dass Jugendlichen in dem Buch eigentlich nicht sehr viel Mut gemacht wird, wenn sie etwas schlimmes erlebt haben. Denn die Devise der Wölfe ist ja entweder sich umbringen oder weglaufen. Das finde ich nicht gut, dass gibt den Jugendlichen ein ganz falschen Bild von ihren eigenen Problemen, was es auch sei. Anstatt das die Menschen kämpfen gegen den Schmerz betäuben sie ihn nur...Ansonsten hat mich das Buch stark an "Nach dem Sommer" erinnert, weiß aber nicht, welches Buch zuerst auf dem Markt war. Mir hat der innere Konflikt von Luisa immer gut gefallen und ich fand auch interessant, wie sie mit ihrer Trauer umging. Das Ende ist ein echter Chiffanger, was neugierig auf den zweiten Teil macht.
Fazit
Ich gebe dem Buch 4/5 Sternen, mir hat es sehr gut gefallen bis auf wenige Ausnahmen.
Rezension verfasst vor 3 Wochen (7)
Inhalt:
Kurz nach dem Tod ihres Bruders zog Luisa mit ihrer Familie nach Berlin. Sie flieht öfter aus der Stadt, hält den Trubel und die Oberflächlichkeit nicht aus. An ihrem 17. Geburtstag will sie sich das Leben nehmen. Doch der graue, beinahe farblose Thursen taucht aus dem Nichts auf und hält sie davon ab. Er zeigt Luisa einen anderen Weg. Eine Möglichkeit, sich von der Trauer und der Angst loszusagen. Den Weg der Werwölfe, die mit jeder Verwandlung ein Stück Erinnerung an ihre Menschlichkeit verlieren und vermeintlich zufrieden leben können. Ist ihr altes Leben ausgelöscht, bleiben sie für immer in der Wolfsgestalt. Auch Thursens Zeit läuft ab. Aber Luisa will für ihre Liebe kämpfen und es gibt Hoffnung. Doch wessen Wünsche und Bedürfnisse zählen mehr?
Meine Meinung:
Der Einstieg in den Roman und die ganze Werwolfgeschichte fand ich anfangs ziemlich platt. Ich habe wirklich mehrmals überlegt, ob ich das Buch erstmals ganz zur Seite lege und ihm vielleicht später noch eine Chance geben soll. Und irgendwann habe ich bemerkt, dass es eigentlich weniger ein Fantasy-Roman ist, sondern die Geschichte einer Familie, die trauert. An die Gefühle und den Konsequenzen, mit einem solchen Verlust klar zu kommen. Und genau deshalb wirkte für mich der Anfang so platt, ohne jeglichen Überraschungseffekt.
Die Protagonisten:
Endlich einmal eine Protagonistin, die nicht perfekt ist:
Luisa ist 17 und völlig verstört. Ihr Bruder ist gestorben. Um die Erinnerung an ihn auszulöschen, ist ihre Familie Hals über Kopf umgezogen. Luisa durfte nichts behalten, das sie an Fabian erinnert. Sie hat niemanden, der ihr mit der Trauer hilft. Sie verliert immer mehr den Bezug zum Alltag, sitzt die Zeit in der Schule - wenn überhaupt - nur ab, macht keine Hausaufgaben, hat keine Freunde. Bis sie auf Thursen trifft. Luisa fühlt sich zum ersten Mal in der ganzen Zeit in Berlin verstanden. Sie verliebt sich sofort in ihn und muss sich nun entscheiden, welchen Weg sie gehen will. Und sie will kämpfen.
Thursen wollte wie Luisa seinem alten Leben ein Ende bereiten. Doch er ist den einen Weg gegangen: sich dem Werwolfdasein hinzugeben. Und zu vergessen. Doch dann nimmt er täglich "Höllenqualen" auf sich, um für Luisa da zu sein.
Zum Schreibstil:
Das Buch wird aus Luisas Sicht erzählt. Die depressiven, selbsthassenden und zerstörerischen Gefühle herrschen in dem Buch vor. Der Schreibstil ist dem angepasst: kurze, knappe, teils auch zusammenhanglose Sätze. Der Leser fühlt sich daher schnell in Luisa hineinversetzt und bekommt so hautnah mit, was sie bewegt.
Urteil:
Nachdem ich diese Geschichte zu Ende gelesen hatte, war ich umso überzeugter, dass es eigentlich um Verlust und Trauer geht. Im Hintergrund läuft ein Familiendrama ab, das mich vielleicht auch zu sehr von dem Fantasy-Teil abgelenkt hat. Typische Szenen einer Familie, die einen schweren Schicksalsschlag hinter sich hat und versucht, ihn zu verdrängen.
Frau Melling hat mit "Schattenblüte" eine ganz neue Werwolfwelt erschaffen. Die unwiderrufliche Verwandlung als letzter Ausweg aus der depressiven Trübheit. Mir haben viele Stellen in dem Buch gefallen: wie die Werwölfe mit jeder Verwandlung Erinnerungen, aber auch Farbe verlieren, oder was mit der Kleidung der Wölfe passiert.
Trotz dem (leider vorhersehbaren) Ende, das Lust auf mehr machen soll, werde ich die Fortsetzung (Schattenblüte - Die Wächter) nicht lesen.
Mir fehlt an dieser Geschichte so vieles und daher erhält "Schattenblüte - Die Verborgenen" gerade so 3/5 Bücher.
Rezension verfasst vor 3 Wochen (3)
Luisa trauert um ihren kleinen Bruder, der vor fünfeinhalb Monaten an Krebs gestorben ist.
Sie wird mit der Trauer nicht fertig. Auch weil ihre Eltern nach dem Tod des Sohnes alle Brücken hinter sich abgebrochen haben und mit Luisa nach Berlin gezogen sind. In der Wohnung erinnert nichts mehr an Luisas geliebten Bruder und Luisa hat auch keinen Ort, an dem sie um ihm trauern kann.
Sie sucht die für sie erträgliche Ruhe und findet sie im Grunewald. Dort verbringt sie ihre gesamte Zeit, als sie merkt, dass sie von einem Hund beobachtet wird.
Allein die Spaziergänge helfen ihr aber nicht und sie faßt den Entschluß, sich das Leben zu nehmen. Als sie diesen Plan in die Tat umsetzen will und schon zum Sprung von einem Turm im Grundewald ansetzt, wird sie von einem jungen Mann aufgehalten. Dieser nennt sich Thursen und nimmt ihr das Versprechen ab, das nie wieder zu versuchen. Sie stimmt zu und läßt sich von ihm wieder zum Wanderweg begleiten, um nach hause zu gehen.
Luisa findet nach dieser Begegnung jedoch keine Ruhe und möchte herausfinden, wer Thursen ist und wo er lebt und findet heraus, dass er ein Werwolf ist und er der "Hund" ist, der ihr immer wieder folgte. Sie möchte mehr über ihn und seine Lebensumstände erfahren und folgt ihm in sein Lager, wo sie auf weitere Werwölfe trifft und findet deren Geheimnis heraus. Nun möchte sie Thursen aus seinem Werwolfdasein befreien, denn sie weiß, dass es nicht mehr lange dauert, bis er sich nicht mehr in einen Menschen verwandeln kann und auf Dauer Wolf bleibt.
Mehr möchte ich hier nicht über dieses wunderschöne Buch und dessen Handlung verraten, denn jeder Leser soll selber herausfinden, wie es Luisa, Thusen und dessen Freunden ergeht.
Nach der Bis(s)-Reihe und ein paar Vampirromanen war das Thema Vampire und Werwölfe für mich abgschlossen. Ich wollte kein Buch mehr lesen, in dem es sich um eines dieser Themen dreht. Leider driften diese Romane meist in Richtung Pornografie ab, oder sind so übertrieben romatisch geschrieben, dass es einfach keine Lust macht, sie zu Ende zu lesen.
Genau auf diese Ausschweifungen verzichtet Nora Melling und das macht dieses Buch zu etwas besonderem. Sie verpackte die Geschichte von Luisa und Thursen in ein Thema, das sie sehr interessant aufbaute und das auch für den Leser leicht nachzuvollziehen ist. Sie braucht für ihr Buch auch keine Sexszenen und auch keine übertriebene Blutrünstigkeit. Sie behandelt das Thema Werwölfe auf eine für mich neue, aber angenehme Art und Weise.
Nora Mellings Schreibstil erinnert an gut verfaßte Jugendbücher, die leicht und flüssig zu lesen sind und bei denen sich der rote Faden ganz klar durch das Geschehen zieht. Sie driftet nicht in unwichtige Ausschmückungen ab, die das Buch nur unnötig aufblähen würden und bleibt konsequent beim Thema. Trotzdem verlor ich zu keinem Zeitpunkt die Lust am Weiterlesen, oder spielte gar mit dem Gedanken, das Buch abzubrechen.
Selten passiert es mir, dass ich es schade finde, wenn ich am Ende angelangt bin. Aber hier war das ganz klar der Fall.
Ich hoffe, dass es in Zukunft noch viele Bücher von Nora Melling geben wird, denn die werden ganz bestimmt nicht vor mir sicher sein.
Uneingeschränkt empfehlenswerte Literatur, auch für Menschen, die mit Werwölfen eigentlich nichts anfangen können.
Rezension verfasst vor 1 Monat (3)
Fesselnd. Ich hab das Buch innerhalb von 2 Abenden durchgelesen. Der Schreibstil der Autorin hat mich so gepackt, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Auch die Geschichte an sich hat mich berührt und war gut aufeinander aufgebaut, wurde nie langweilig. Kann ich nur empfehlen.
Rezension verfasst vor 1 Monat (2)
Autor: Melling, Nora
Titel: Schattenblüte: Die Verborgenen
Originaltitel: ---
Verlag: Rohwolt Polaris
Erschienen: 01. November 2010
ISBN-10: 3862520005
ISBN-13: 9783862520008
Seiten: 348
Einband: Gebunden
Serie: Schattenblüte Bnd.1
Bnd.2 - Die Wächter
Inhalt
Luisa hat es satt. Sie hat Berlin satt, sie hat ihre Eltern satt und sie hat vor allem ihr Leben satt. An ihrem 17. Geburtstag beschließt sie, dass es besser wäre einen Schlussstrich zu ziehen. Seit dem Tod ihres kleinen Bruders läuft alles verkehrt. Um dem zu entfliehen klettert sie auf einen Turm im Grunewald. Sie klettert auf die Brüstung, schließt die Augen und breitet die Arme aus .... und plötzlich ist da eine Hand. Sie gehört zu einem ungewöhnlichen Jungen. Er ist so anders, dass sie sich ohne Widerstand von der Brüstung zurück ins Leben ziehen lässt. Doch so schnell, wie er gekommen ist verschwindet er auch wieder, nur seinen Namen hat er ihr verraten: Thursen.
Sie kann ihn einfach nicht vergessen und so macht sie sich auf die Suche nach ihm. Schnell wird sie auch fündig, doch er ist nicht, was sie erwartet hatte. Das Leben ist zwar immer noch schwer zu ertragen, aber an seiner Seite fühlt sie sich besser.
Doch das Geheimnis, dass Thursen umgibt, könnte alles zerstören. Immer wieder wird Luisa an den Rand ihrer Grenzen geführt ... und es fehlt nicht viel, dass sie in den Abgrund stürzt ...
Meine Meinung
Die Verborgenen ist der erste Band der Schattenblüten-Serie. Ein Auftakt, der sich nicht zu verstecken braucht. Nora Melling hat in ihrem Werk das Thema Werwolf aufgegriffen und ihm eine neue Note verliehen. Sie sind keine blutrünstigen Bestien, verwandeln sich nicht nur bei Nacht und ihr Ursprung bleibt ungeklärt. Der Leser erfährt nur, wie die neuen Wölfe ins Rudel aufgenommen werden und was letztendlich aus ihnen wird. Doch wo die Wölfe genau hergekommen sind wird nicht geklärt. Man kann nur hoffen, dass in den folgenden Bänden mehr dazu erzählt wird.
Die Protagonistin Luisa ist mir zu Beginn sehr unsympathisch gewesen. Natürlich kann ich mich in ihre Lage hineinversetzen, denn wenn ich mir vorstelle einen meiner Brüder zu verlieren, dreht sich mir der Magen um. Doch sie und ihre Eltern sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie keinen freundlichen Eindruck auf mich machten. Nur langsam konnte ich mich mit ihr anfreunden, denn sie in Gegenwart von Thursen und im Laufe der Handlung veränderte sie sich zum positiven. Trotz allem bleibt sie für mich jedoch ein Charakter mit dem ich noch nicht so viel anfangen kann, wie ich gerne möchte.
Und dann haben wir da Thursen, den Leitwolf. Er ist für die Gruppe der Verborgenen verantwortlich. Und diesen Job macht er für sein Alter gar nicht schlecht. Als er Luisa sieht kann er nicht die Augen von ihr lassen. Als sie dann ihr Leben beenden will greift er ein und zieht sie damit widerwillig in seine Welt. Doch er weigert sich beständig, den letzten und einfachsten Schritt zu gehen ... nämlich Luisa ins Rudel aufzunehmen. Ich finde das eine ziemlich starke Reaktion. Auch lässt er sich seine vielen Probleme nicht anmerken, sondern lädt sich zusätzlich noch Luisa’s Probleme auf. Ein wirklich starker Charakter.
Das Wolfsrudel selbst ist eine bunte Mischung an Charakteren. Zum einen haben wir da die Wölfe, die alle auf ihre Art etwas einzigartiges ausstrahlen. Und dann sind da die Menschen. Karr, Sjöll und Norock. Sie alle verfügen über wesentliche Merkmale, die das Lesen zu einem Vergnügen gemacht haben. Man fühlte sich in ihrer Gegenwart wohl.
Die Handlung an sich war schon spannend geschrieben. Der Start geht wirklich ziemlich flott voran, was wohl vor allem auch der ungewöhnlichen Begegnung der beiden geschuldet ist. Aber dann driftet alles etwas ab und hat sich für meinen Geschmack etwas in die Länge gezogen. Erst ungefähr nach der Hälfte des Buches geht’s dann wieder los. Und zum Schluss überschlagen sich dann die Ereignisse. Ich will jetzt nicht sagen, dass das Lesen mich gelangweilt hat, aber es hätte für meinen Geschmack schon etwas mehr Pfeffer dahinter sein können.
Luisa ist im ganzen Geschehen die Erzählerin und schildert uns direkt aus ihrer Sicht das Geschehen. Zwar kann man so ihre Gefühle und Gedanken genau verfolgen, doch reicht es nicht aus, mir alle ihre Beweggründe verständlich zu machen. Das fand ich sehr schade, denn an sich hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Der Schreibstil ist locker und sehr gut zu lesen. Kein Fachchinesisch oder zu komplexe Sätze hindern den Leser daran, sich komplett in diese Welt zu verlieren. Die Schauplätze des Geschehens werden sehr bildhaft geschildert. Da ich selbst ein großer Liebhaber des Waldes bin hat es mich natürlich umso mehr gefreut, dass ein Großteil der Handlung im Wald spielte.
Das Cover ist sehr schön gestaltet. Den Großteil der Fläche nimmt eine schwarze Blüte ein, hinter der ein Mädchengesicht zu sehen ist. Die dunkle Farbe passt hervorragend zur ganzen Stimmung des Buches. Trauer und Schmerz werden so ganz klar charakterisiert. Besonders haben mir allerdings die erhabenen Tautröpfchen auf der Blüte gefallen, die das Cover zu etwas Besonderem machen. Und auch der Schriftzug Schattenblüte hat diese leichte Erhöhung. Bei den Kapitelanfängen wird die Blüte in Verbindung mit einem Greifvogel wieder aufgegriffen. Ein kleines Extra in der Gestaltung.
Alles in allem gut gelungen, mit ein paar kleineren Abstrichen. Trotzdem freue ich mich schon auf den 2. Band, den ich hoffentlich bald in den Händen halten werde.
Rezension verfasst vor 1 Monat (8)
Erster Satz:
Das einzig Gute an Berlin ist, dass man untertauchen kann.
Inhalt:
In Luisas Leben geht gerade alles drunter und drüber. Sie ist totunglücklich. Ihr kleiner Bruder Fabian ist gestorben und schon nach einer Woche haben ihre Eltern beschlossen alle Zelte in Hamburg abzubrechen und nach Berlin zu ziehen. Neue Wohnung, neue Möbel. Alles aus ihrem alten Leben wird verbannt. Das schlimmste daran ist das Luisa jetzt nicht mal ein Ort hat an dem sie um Fabi trauern kann. Ihre Eltern versuchen sie aus allem rauszuhalten um ihren Schmerz so gering wie möglich zu halten. Aber genau das gibt Luisa auch noch das Gefühl überhaupt nicht mehr beachtet zu werden und überflüssig zu sein.
Auf der Suche nach Einsamkeit streift Luisa durch die Parks in Berlin. Dabei hat sie immer öfters das Gefühl das sie von einem Hund verfolgt wird. Luisa ist das Leben überdrüssig und als sie im Park einen Turm entdeckt beschließt sie dort hochzugehen und sich das Leben zu nehmen. Doch als sie springen will packt sie plötzlich jemand vom hinten am Arm und hält sie zurück. Dieser stellt sich als Thursen vor und ringt ihr das Versprechen ab am Leben zu bleiben. Kurz darauf verschwindet er wieder und Luisa ist wieder allein. Ab diesem Moment beginnt sie Thursen zu suchen.
Nach einer ewig langen Suche findet sie ihn im Wald. Aber er ist nicht allein. Andere Jugendliche und Wölfe sind auch noch bei ihm. Nach und nach erfährt sie was es mit Thursen und den Werwölfen auf sich hat. Mit jeder Verwandlung wir Thursen mehr zum Tier und es strengt in sehr an sich überhaupt noch zurück in einen Menschen zu verwandeln. Hat Thursen überhaupt eine Chance Mensch zu bleiben? Luisa würde alles dafür tun und versucht einen Ausweg für ihn zu finden denn sie will ihn nicht verlieren.
Letzter Satz:
"Das war Agnatha, deine Schwester", sagte ich, schniefe ein bisschen wegen der Tränen. "Sie holt uns ab."
Meinung:
Die Verborgenen ist der erste Teil einer neuen Fantasyreihe. Der Schreibstil von Nora Melling ist sehr einfach und die Sätze sind ziemlich kurz. So liest sich das Buch sehr schnell durch was mir eigentlich ganz gut gefallen hat. Eine düstere Geschichte mit viel Tiefgang. Es geht um die Gefühlswelt von Jugendlichen und wie diese mit ihren verschiedenen Problemen wie Trauer, Angst, Liebe oder Mobbing umgehen. Die Idee der Geschichte rund um die Werwölfe fand ich gut da Nora Melling von den ganzen Klischees die man darüber hat abweicht. Die Hauptfigur hat mir gut gefallen und auch die anderen Figuren in diesem Buch wurden immer gut beschrieben und man konnte mit jedem einzelnen mitfühlen. Das Ende der Geschichte fand ich gut denn die ganze Zeit als ich das Buch gelesen habe habe ich gehofft das es so ausgeht.
Ein wirklich guter Auftakt und sehr empfehlenswert, nicht nur für Jugendliche. Der zweite Teil, die Wächter, liegt schon bereit. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.
Rezension verfasst vor 1 Monat (2)
Meine Inhaltsangabe
Luisa steht seit dem Tod ihres kleinen Bruders total neben sich. Ihre Eltern helfen ihr nicht bei der Bewältigung ihrer Trauer sondern machen alles noch viel schlimmer indem sie so tun als würde das Leben einfach weitergehen. Luisa sieht für sich keinen Ausweg mehr und möchte die furchtbare Trauer einfach hinter sich lassen und sich das Leben nehmen. Doch bei ihrem Versuch sich umzubringen wird sie von „Thursen“, einem geheimnisvollen Jungen aufgehalten und leistet ihm schließlich das größte Versprechen dass sie ihm geben kann…sie wird weiterleben. Als sie schließlich hinter das Geheimnis von Thursen kommt ist Luisa zunächst verunsichert doch schließlich siegt ihre Liebe zu ihm. Denn Thursen ist ein Werwolf. Er kann seine Gestalt von Mensch zu Wolf wechseln…und mit jeder Verwandlung vergisst er etwas mehr seiner menschlichen Vergangenheit und Luisa weiß irgendwann wird er ganz Wolf sein…und auch sie vergessen. Gemeinsam suchen sie nach einer Möglichkeit dieses Prozess zu unterbrechen…doch ist ihre Liebe stark genug…wird Thursen ein Mensch bleiben oder wird er für immer zum Wolf?
Cover
Ich finde das Cover zu Schattenblüte sehr schön, kann darin aber überhaupt nichts der Geschichte widerfinden die sich hinter den Buchdeckeln verbirgt…diesen Umstand fand ich etwas schade.
Charaktere
Luisa kämpft mit einem sehr harten Schicksalsschlag . Mit gerade mal 17 Jahren musste sie miterleben wie ihr kleiner Bruder am Krebs gestorben ist…und mit ihm auch das normale Leben von Luisa. Ihre Eltern sind ihr fremd geworden, ein Familienleben gibt es nicht mehr und Luisa ist scheinbar völlig alleine mit ihrer Trauer. Sie ist mit ihrem Gefühlen und Emotionen heillos überfordert und findet nirgends den Halt den sie dringend bräuchte. Sie wirkt am Anfang der Geschichte völlig desorientiert und ziellos…wie ein verwundetes Reh auf der Flucht….und sie sieht nur noch einen Ausweg…den Tod. Ich fand das Nora Melling hier sehr authentisch berichtet hat wie sich ein junges Mädchen fühlen muss das solch einen Schicksalsschlag zu verarbeiten hat. Ich konnte mich absolut in Luisa, ihre Trauer, ihre Wut und ihre Aussichtslosigkeit hineinversetzten und litt teilweise wirklich mit ihr mit und wurde phasenweise richtig gehend wütend auf ihre ignoranten Eltern die ihr zweiten Kind scheinbar vergessen haben.
Thursen konnte ich anfangs sehr schwer einordnen. Aufgrund seiner vergessenen Vergangenheit blieb er für mich selbst lange Zeit irgendwie leer und substanzlos. Mehr Wolf als Mensch zeichnet sich seine Verbundenheit mit dem Rudel aus, dessen Führer er obendrein auch ist. Er liebt die Wildheit des Tieres in sich, die Jagd und das Leben in der Natur. Doch seine Liebe zu Luisa zieht ihn immer mehr zum „Mensch sein“ hin und schließlich muss er sich für einen Weg entscheiden.
Was mir sehr gut an ihm gefallen hat war, dass er Luisa in ihrer Trauer gesehen hat und das getan hat was ihre Eltern hätten tun müssen…ihr bei der Trauerbewältigung zu helfen. Hier zeigte er sich äußerst sensibel und feinfühlig und das hat schließlich mein Herz für ihn geöffnet.
Meine Meinung
Mir hat Schattenblüte – die Verborgenen sehr gut gefallen. Es ist ein Buch mit sehr viel Tiefgang und einem sehr bedrückenden Hauptthema, nämlich dem Tod und der Bewältigung von Trauer.
Das Buch hat mich teilweise sehr berührt und phasenweise richtig traurig gemacht…trotzdem habe ich es sehr gerne gelesen.
Nora Melling hat einen eigenen und unverwechselbaren Schreibstil. Dieser war für mich anfangs sehr gewöhnungsbedürftig da er mir sehr abgehackt und „unrund“ vorkam. Nach ein paar gelesen Kapiteln hat sich dieses Gefühl aber gelegt und ich konnte das positive des Schreibstils erkennen. Er ist einfach zu lesen und die Autorin schafft es Emotionen und Gefühle so glaubhaft damit zu transportieren dass man mit den Protagonisten, vor allem mit Luisa, richtig mitfühlen kann und die Emotionen beinahe selbst spürt.
Die Werwolf-Theorie hat in Schattenblüte einen eigenen, magischen Zug. Hilft doch die Verwandlung dabei Vergangenheit hinter sich zu lassen…doch was wird aus Menschen ohne Vergangenheit, ohne menschliche Gefühle … ja genau, wilde Tiere. Das sind die Werwölfe, teilweise noch mit etwas mehr menschlichen Zügen und Eigenarten…doch irgendwann werden sie nur noch von ihren Instinkten geprägt sein und alle Menschlichkeit abgelegt haben.
Tragen zu Beginn und zur Mitte hin vor allem Emotionen die Geschichte und lassen sie leben so wendet sich gegen Ende das Blatt. Hier nimmt die Story rasant an Fahrt auf und wird richtig spannend und man kann das Buch einfach nicht mehr weglegen bis man bei der letzten Seite angekommen ist.
Mein Fazit
Mit Schattenblüte – die Verborgenen hat Nora Melling einen wunderschönen und bewegenden ersten Teil zu einer Trilogie geschaffen. Das Buch zeichnet sich durch einen unverwechselbaren Schreibstiel und viel Gefühl aus.
Es geht um mehr als nur um Liebe und Romantik, es stehen bewegende Themen wie Tod, Verlust und Hoffnung im Raum und diese Emotionen lassen das Buch leben und den Leser die Geschichte geradezu spüren und nicht nur lesen.
Mich konnte Schattenblüte auf jeden Fall bewegen und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil, den ich jetzt sofort im Anschluss lesen und hoffentlich genauso genießen werden wie die Verborgenen.
Rezension verfasst vor 1 Monat (12)
Ich glaube dieses war mein erstes Buch über Werwölfe, soweit ich mich erinnern kann, wenn man Twilight mal nicht mitzählt und ich muss sagen mir hat das Buch echt sehr gut gefallen. :) Das Cover schon ist echt schön mit den Regentropfen zum anfassen. *_*
Luisa ist ein sehr trauriges Mädchen. Ihr kleiner Bruder ist an Krebs gestorben und das lässt sie nicht in Ruhe und sie möchte sterben. Sie weint sehr viel, hat immer ein Päckchen Taschentücher dabei. Ihre Eltern sind ihr allerdings auch keine große Hilfe. Sie kümmern sich kaum um sie. Vielleicht denken sie, dass sie es alleine bewältigt auf ihre Art. Sie hat ein sehr trauriges tristes Umfeld und man möchte Luisa einfach nur in den Arm nehmen und sie trösten, wenn sie wieder weint, man möchte, dass ihr einfach mal etwas Gutes widerfährt. Diese Trauer zog sich über die ersten 50 Seiten ziemlich hin, langsam hat es schon etwas genervt, auch wenn man natürlich weiß, dass es schlimm ist, aber es hat dann auch einfach irgendwie gereicht. ;).
Und dann taucht Thursen auf. Ein Junge in grau, wie der Schatten. Er verzaubert sie und sie verzaubert ihn. Eine Liebegeschichte wie aus einem Bilderbuch, doch die beiden können nicht zusammen sein, zumindest nicht für immer wie es scheint, denn Thursen ist ein Werwolf und je öfter er sich verwandelt, und das muss er, schwindet sein Gedächtnis. Er weiß nicht mal mehr seinen richtigen Namen. Eine wirklich traurige Idee, vor allem, da man zum Werwolf wird bzw. werden kann, wenn man etwas Schreckliches erlebt hat und sich umbringen wollte. Da man als Werwolf nun mal vergisst und das wollen sie ja.
So gibt es immer viel hin und her zwischen Luisa & Thursen. Das war mir manchmal etwas zu viel Geheule und Gejaule, hin und her, sie lieben sich, aber können nicht zusammen sein und Thursen möchte nicht dass Luisa ein Werwolf wird und die ganze Geschichte. Das kennt man ja auch ein bisschen von Twilight.^^ Doch es hat mir gefallen. ;) Es passieren einige Sachen, Wolf-Freunde von Thursen sterben und die Wölfe nehmen es anscheinend einfach hin, das war etwas herzlos habe ich mir gedacht, aber sie verlieren sich total im Wolf. Wie gesagt, der Mittelteil war etwas schleppend, doch der Schluss hat es nochmal richtig rausgeholt. Es gab Action und Verzweiflung, Freude und Tränen, ein herzzereißendes Ende, ein gutes Ende. Bzw kein Ende, denn es folgt ja der 2. Band.
Das Buch ließ sich echt schnell und zügig lesen. Es waren viele kurze, einfache Sätze und dadurch auch sehr verständlich. Alles in allem werden ich 4/5 Punkte vergeben, da es sich nunmal ein bisschen hingezogen hat. Den Zweiten Teil habe ich schon hier und lese ihn direkt hinterher. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die Fortsetzung. :)










