Leser-Rezension zu „Grün wie die Hoffnung” von Nora Roberts
am 14.09.2011
Der erste Teil der Fantasy-Triologie von Nora Roberts.
Nachdem ich das Buch vor Jahren zu Weihnachten geschenkt und sofort begonnen habe, wurde ich nicht enttäuscht.
Inhalt:
Es beginnt mit einem alten Mann, welcher bei einen Lagerfeuer die Geschichte einer Schlacht und Sechs großer Helden erzählt.
Die Prophezeiung spricht von einem Zauberer, einer Hexe, einer Kriegerin und einem Gestaltwandler, einer Königin und einem Vampir, die gegen die böse Vampirkönigin Lilith und deren Armee kämpfen müssen.
In diesem Band treffen sich die sechs Auserwählten und beginnen auf ihr großes Schicksal und alles was damit zusammenhängt hin zu arbeiten. Dabei bleiben auch große Gefühle wie Angst, Spannung, Romantik und einige blutige Kämpfe nicht aus.
Meinung:
Als allgemein großer Nora Roberts Fan, ging ich mit einigen Erwartungen an das Buch, welche auch nicht enttäuscht wurden. Wieder einmal ist es auf ihre einzigartig wundervolle Art geschrieben. Auch dieses mal spielt es hauptsächlich in Irland und man kann sich diese wunderschöne, grüne Insel gut vorstellen wenn Nora Roberts sie beschreibt, selbst wenn man noch nie persönlich dort gewesen ist. Doch auch die anderen Orte, wie New York oder die Vergangenheit sind sehr bildhaft und interessant geschildert.
Ganz besonders die Personen haben mir gefallen. Lilith ist wunderbar böse, ohne dabei Klischeehaft zu sein und auch die 'Guten' sind reale Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten. Inhaltlich gefällt mir, dass Nora Roberts zwar das altbekannte und sehr moderne Thema Vampire aufgreift, aber keinesfalls wie die meisten in endlosen und schmalzigen Liebesbekundungen für diese Gattung ertrinkt. Nein, das Buch gehört wohl eher zum Genre Horror-Fantasy. Vampire sind hier nicht nett, 'vegetarisch' und glitzern in der Sonne, sondern sind noch altmodisch. Sie verbrennen im Sonnenlicht, haben kein Spiegelbild, können Kreuze und Weihwasser nicht ausstehen und sind so richtig schön böse und hinterlistig. Auch die Kämpfe werden nicht einfach ruck zuck abgehandelt, sondern ausführlich und real beschrieben, sodass man das Blut manchmal richtig spritzen gesehen hat.
Dass es nebenbei auch eine Liebesgeschichte ist, stört keineswegs, sondern ist sehr romantisch und gefühlvoll in die Handlung eingefügt.
In gewisser weise mit Happy End und doch noch unvollendet, möchte man unbedingt wissen wie es weiter geht.
Fazit:
Obwohl diese Bücher in gewisser weise vom normaler Genre von Nora Roberts etwas abweichen, zählen sie meiner Meinung nach doch zu ihren besten Büchern.
Wer ein Fan von blutiger Fantasy ist, wird es genauso lieben, wie diejenigen, die es wegen der Romantik gekauft haben. Beide Seiten sind hier wunderbar verteilt und jeder kommt auf seine Kosten.

