Leser-Rezension zu „Wandelgermanen” von Oliver Uschmann
am 19.07.2011
Es fängt so harmlos an und ist so gar nichts Neues. Bochumer WG, heimatvertrieben aus ihrem baufälligen Haus, kauft bei E-Bay für einen Spottpreis ein Haus - unbesehen - in der süddeutschen Pampa. Die Enttäuschung ist vorprogrammiert, das Haus eine Ruine, die Nachbarn sind Fußbader, Luftatmer und Urgermanen, ein Amt wird zum Stolperstein. Liebe gerät auf alle Prüfsteine, halbe Kriege in den Wäldern, Baumarktsünden und vieles mehr packt Uschmann in diesen zauberhaften Roman, einer Mischung aus Slapstick, Heimatschmonzette, Love-Story und Kommödie. Die Hauptfiguren sind alle liebenswert und so ist es auch kein Wunder, dass sich schon Fanclubs gegründet haben (Hartmut). Bis zur finalen Begegnung mit der Schöpfung geht der Autor, um den Leser kopfschüttelnd, amüsiert und auch gerührt wieder in seinen Alltag zu entlassen. Das ist kluge und hervorragende Unterhaltung.

