Meine Inhaltsbeschreibung:
Wie am Ende des ersten Teil von "Thales of Phartolon" finden wir uns zu Beginn der Geschichte wieder im magischen Partholon. Seit dem Sieg über die Formorianer sind einige Monate vergangen und der Wideraufbau im Land hat begonnen. Rhea und ihr Ehemann ClanFintan genießen ihr Eheleben und Rhea geht in ihrer Rolle als Geliebte der Göttin völlig auf.
Doch leider legt sich schon bald ein Schatten über Rheas Leben…sie wird von Albträumen und dunklen Vorahnungen heimgesucht und spürt, dass das Böse wieder in ihrem Leben Einzug hält.
Bei einem Ausritt mit ClanFintan wird Rhea plötzlich von einem Baum "angezogen"…als sie diesen berührt wird sie durch ein magisches Portal gezogen und erwacht kurz darauf in ihrer alten Heimat Oklahoma. Bei ihr ist ein Mann der ihrem Ehemann aufs Haar zu gleichen scheint…nur das es sich hier um einen Menschen handelt…nämlich um Clint Freeman.
Mit ihr hat auch das Böse den Zugang in die menschliche Welt gefunden….und sein Ziel ist es diejenigen zu töten die Rhea liebt. Nur mit der Hilfe von Clint Freeman hat sie eine Chance dem Bösen einhalt zu gebieten, ihre Lieben zu retten und hoffentlich irgendwann wieder nach Partholon zurückkehren zu können.
Charaktere:
An erster Stelle steht natürlich unsere Heldin Shannon alias Rhea aus dem ersten Teil. In dieser Geschichte tritt sie jedoch nicht mehr so freimütig auf wie im Vorgänger Buch. Sie wirkt gerade anfangs sehr betrübt und teilweise etwas schwermütig und kränklich....dieser Umstand klärt sich jedoch relativ schnell auf. Im Laufe des Buches findet sie aber wieder zu ihrer alten Höchstform zurück und besticht durch ihren Humor und ihren Tatendrang.
Dann gibt es da denn Neuzugang Clint Freeman…er ist das „Spiegelbild“ unseres Helden ClanFintan und scheint diesem in vielen Zügen sehr ähnlich zu sein. Er ist sofort hingerissen von Rhea und versucht mit seinem Charme, Humor und seinen Handlungen ihr Herz zu gewinnen. Leider kommt er aber nicht ganz an die "Einzigartigkeit" von ClanFintan heran. Seine wahre Größe, sein Heldenmut und seine tiefe Zuneigung zu Rhea zeigt sich schließlich in einem wirklich heldenvollen aber sehr traurigen Ende.
Obwohl Rhea mit Clan Fintan, meinem erklärten Helden, verheiratet ist konnte ich ihr die Zuneigung und die kleine „Liebelei“ mit Clint Freeman nicht übel nehmen und fand diesen „Seitensprung“ auch nicht anstößig. Vielmehr gab diese besondere Beziehung dem Buch nochmal einen Hauch Romantik mit der mir sonst eindeutig gefehlt hätte.
Zudem spielte hier die wahre Rhiannon eine zentrale Rolle. Sehr gut gefallen hat mir, dass man endlich auch mal Einblicke in ihre tragische Vergangenheit bekommen hat. Man erfährt wieso sie so egoistisch, selbstliebend und sogar bösartig wurde wie es im ersten Teil schon angedeutet wurde und hier nochmal deutlich zu Tage kam. Teilweise hätte man beinahe Mitleid mit ihr haben können…aber nur beinahe.
Ebenso lernen wir den Vater von Rhea kennen…und in meinem Fall auch lieben. Ich fand seinen bodenständigen und genügsamen Charakter einfach toll. Er ist ein einfacher Farmer der mit sich und seinem Leben zu Frieden ist und mit seinen Hunden und der Natur im Einklang lebt. Er liebt seine Tochter bedingungslos und für ihn ist sofort klar dass er ihr beim Kampf gegen das Böse helfen möchte…
Schade fand ich , dass hier mein Lieblingscharakter ClanFintan nur eine kurze Rolle zu Beginn und zum Ende des Buches einnimmt.
Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf den zweiten Teil der Partholon Reihe gefreut und muss sagen das Buch hat mir sehr gut gefallen, kam aber nicht ganz an den ersten Teil heran, dass ich mit 4,5 Herzen bewertet hatte.
Sehr schade fand ich, dass Rhea nur so kurze Zeit in Partholon verbracht hat. Hier habe ich im ersten Teil einfach so viel „Magie“ gespürt der mir in Oklahoma einfach gefehlt hat. In Ansätzen konnte ich sie durchaus spüren…aber eben nicht so wie im, von Magie durchdrungenen Partholon.
Zudem gab es auch in diesem Band einen Umstand der mich irgendwann etwas genervt hat. Im ersten Band waren dies ja die häufigen „Badeszenen“ ;-)! Hier im zweiten Band waren das dann irgendwann die vielen Gesprächen mit irgendwelchen Bäumen. Anfangs konnte ich hier durchaus denn Sinn darin sehen die Magie und die Erdverbundenheit die Rhea lebt dem Leser nahe zu bringen…aber irgendwann war es für mich einfach etwas zu viel des Guten.
Schön war es den altbekannten Humor von Rhea auch im zweiten Teil wieder zu finden. Er war zwar nicht mehr ganz so häufig mehr vorhanden, aber wenn dann musste ich auf jeden Fall laut darüber lachen.
Fazit:
Auch wenn diese Geschichte leider kaum im magischen Phartolon spielt hat sie dennoch magisches Potential. Altbekannte und neue Charaktere laufen zu Hochform im Kampf gegen das Böse auf und ziehen die Leser mit einer spannenden Geschichte in ihren Bann wobei auch der Humor und die Romantik nicht zu kurz kommen.