Leser-Rezension zu „Die Einsamkeit der Primzahlen” von Paolo Giordano
am 28.07.2010
Es gibt sogenannte Paare von Primzahlen, zwischen denen nur eine andere Zahl steht. So werden sie zwar als par bezeichnet, berühren sich aber nie wirklich.
Die Protagonisten Mattia und Alice sind auch wie zwei solcher Primzahlen. So gehören zueinander, kommen aber nie wirklich zusamliessen den letzten Abstand zu überbrücken.
Wie in einem Episodenroman wird beider Leben anhand wichtiger Ereignisse skizziert.
Angefangen bei den traumatischen Ereignisen die beide als Kind hatten und durch die sie seelisch und äußerlich gekennzeichnet werden und zu Außenseitern machen.
Immer wieder kommen sie sich sehr nahe, können sich aber nicht entschschliessen den letzen Spurng zu wagen.
Die Sprache ist leicht, fliessend, für mich ein echter Pageturner. Die Perspektiven wechseln pro Kapitel, was aber nicht verwirrend ist, sondern mehr Klarheit bringt.

