Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Die Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta wird von der New Yorker Staatsanwaltschaft um Mithilfe gebeten. Die Studentin Terri Bridges wurde in ihrer Wohnung erdrosselt aufgefunden, am Tatort findet die Polizei ihren Freund Oscar Bane. Der ebenfalls Kleinwüchsige behauptet, schon seit Monaten verfolgt zu werden und der Mörder sei einer seiner Verfolger. Um sich zu schützen, lässt Oscar sich freiwillig in die psychiatrische Klinik Bellevue einweisen. Er will sich ausschließlich nur von Benton Wesley und Dr. Kay Scarpetta untersuchen lassen, ansonsten würde er jede Zusammenarbeit mit der Polizei verweigern. Kay und Benton erklären sich bereit, die Untersuchungen durchzuführen, doch können sie seinen bizarren Erklärungen schwer Glauben schenken. Schon sehr schnell kristallisiert sich heraus, wer immer der Täter ist, spielt ein perfides Spiel mit Kay und sie gerät immer mehr in das Visier des Mörders.
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Die Story konzentriert sich fast ausschließlich auf die Ermittlungsarbeit der Polizei, der Staatsanwaltschaft, vertreten durch Jamie Berger, von Kay, Lucy, Benton und Pete Marino und die Handlung umspannt einen Zeitraum von nur wenigen Tagen. Und obwohl es eigentlich kaum Highlights bzw. mitreißende Szenen gibt, gelingt es Patricia Cornwell durch ihren lebendigen Schreibstil doch recht gut, die Spannung konstant hoch zu halten. Interessant und nachvollziehbar ist auch die Zwangslage von Kay Scarpetta beschrieben, die als behandelnde Ärztin von Oscar ihrer Schweigepflicht unterliegt, gleichzeitig aber an den weiteren Ermittlungen mitarbeitet und ihre Informationen, welche sie von Oscar erhalten hat, nicht weitergeben darf.
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Die Geschichte handelt von Intrigen, Identitätsdiebstahl und Rache und ist recht schlüssig umgesetzt. Neben dem Haupterzählstrang wurde auch noch eine Nebenstory eingearbeitet, die erst zur Mitte des Buches den Bezug auf die Geschichte erklärt. Durchaus interessant sind auch die Informationen in Bezug auf Forensik, forensische Computeranalyse und Schriftartanalysen. Allerdings sind diese stellenweise doch etwas langatmig, was zwischenzeitlich die Spannung etwas herausnimmt. Einige überraschende Wendungen und die lange Unklarheit in Bezug auf den Täter sorgen jedoch dafür, dass die Spannung regelmäßig wieder anzieht. Allerdings ist das Ende etwas unbefriedigend, da zum Einen einige Fragen an dem Fall offen bleiben und zum Anderen das Motiv nicht wirklich nachvollziehbar erklärt wird.
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Obwohl der Fokus eindeutig bei der Ermittlungsarbeit liegt, gelingt es der Autorin mühelos auch immer mal wieder kleine private Einblicke ihrer Protagonisten einfließen zu lassen. So erhalten die Charaktere sehr schnell Konturen und der Leser entwickelt so schnell Sympathien bzw. Antipathien für die einzelnen Figuren.
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Fazit: Mit „Scarpetta“ ist Patricia Cornwell ein durchaus spannender Thriller gelungen, der auch problemlos zu lesen und verständlich ist, wenn man die vorherigen Bände nicht kennt.
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