Erster Satz:
Im achtzehnten Jahrhundert lebte in Frankreich ein Mann, der zu den genialsten und abscheulichsten Gestalten dieser an genialen und abscheulichen Gestalten nicht armen Epoche gehörte.
Rückentext:
„Von Jean-Baptiste Grenouille, dem finsteren Helden, sei nur verraten, daß er am 17. Juli 1738 in Paris, in einer stinkigen Fischbude geboren wird. Die Ammen, denen das Kerlchen an die Brust gelegt wird, halten es nur ein paar Tage mit ihm aus: Er sei zu gierig, außerdem vom Teufel besessen, wofür es untrügliche Indizien gebe: den fehlenden Duft, den unverwechselbaren Geruch, den Säuglinge auszuströmen pflegen. Eine wundersame Eigenschaft, zu der sich alsbald andere dazugesellen…
Wir beginnen zu ahnen, was es mit Grenouille auf sich haben könnte, fangen an, ihn leibhaftig vor uns zu sehen, folgen ihm in gemessenem Abstand auf seinen Wegen durch die dunkelsten Gassen von Paris, schauen zu, wie er dem Parfümeur Baldini zur Hand geht – und müssen uns eingestehen, die Phantasie, den Sprachwitz, den nicht anders als ungeheuerlich zu nennenden erzählerischen Elan Süsterkinds weit unterschätzt zu haben: so überraschend geht es zu in seinem Buch, so märchenhaft mitunter und zugleich so fürchterlich angsteinflößend.“
Franz Josef Görtz / Frankfurter Allgemeine Zeitung
Inhalt:
Jean-Baptiste Grenouille ist ein komisches Kind. Seine Mutter hat ihn zwischen toten, stinkenden Fischen geboren und ist bei der Geburt gestorben. Im 18. Jahrhundert wird Jean-Baptiste gefunden, und keine der Ammen möchte in länger als zwei oder drei Tage behalten: Er ist gierig, trinkt den anderen Kindern die Milch weg und hat keinen Geruch. Das macht ihnen Angst.
So kommt Grenouille in ein Heim, wo er sprechen lernt. Aber Abstrakte Wörter, die man nicht riechen kann, lernt er erst sehr spät. Er hat eine Außergewöhnliche Nase, kann durch Wände riechen und anhat der Gerüche sagen, wer da ist und wie viele.
Nachdem er aus dem Heim entlassen wird, möchte er bei dem berühmtesten, und im Moment verzweifelten, Parfümeur Paris‘ in die Lehre gehen. Er hat die beste Nase und kann nur mithilfe der Nase neue Parfums gestalten, kopieren und kreieren.
Eines Tages, als er denkt, er habe alles in Paris gerochen, riecht er ein Mädchen, so wunderbar, dass er alles in sich aufsaugt, alles erreicht, und sie dabei erwürgt.
Für immer hat er diesen Geruch in der Nase.
Doch irgendwann kann er Paris nicht mehr riechen. Er will mehr erreichen und macht sich auf den Weg. Doch ihm gefällt die Luft ohne den Gestank der Menschen – und bleibt so sieben Jahre in einer Höhle, verwest vor sich hin und riecht nur die frische Luft.
Bis er wieder in eine Stadt geht und da die Ahnung des perfekten Parfums bekommt. Es ist ein Mädchen, was in drei, vier Jahren das bestriechende Mädchen sein wird, was es je gegeben hat. Und er will dieses Parfum absorbieren, weiß aber noch nicht wie. So geht er bei einem anderen Parfümeur in Lehre, nachdem er einem Professor bei der Bestätigung eines „Phänomen“ geholfen hat. Er lernt neue Techniken, mit dem man Gerüche absorbieren kann.
Und so entwickelt sich Grenouille zu dem besten Absorbateur von Gerüchen. Und probierte aus, Menschengerüche zu absorbieren. Gerüche von Frauen, die er tötete.
Er entwickelte sich zu einem Mörder, bis er die Kunst des Gerüche absorbieren von Frauen perfektioniert hat. Um es bei diesen einem Mädchen auszuprobieren…
Meine Meinung:
Sprache, Ausdruck:
Die Sprache ist etwas älter, und ich bin persönlich gut mit der alten Rechtschreibung klargekommen. Die Gerüche werden gut beschrieben, aber nicht so gut, wie es immer alle behaupten. Die Sprache ist ein wichtiger Schlüssel, und so hat der Schreibstil es geschafft, mir den Magen umzudrehen, sodass ich öfters gedacht hab, ich muss kotzen. Mit was für einer Nüchternernheit erzählt wird…
Geschrieben ist ein einer Er-/Sie-Sicht, mit Einblicke des Denkens und Handelns von Grenouille.
Figuren:
Wichtigste Figuren: Grenouille, Baldini, die Frauen.
Die Figuren werden äußerlich kaum beschrieben, sondern nur der Geruch. Für Grenouille ist nur der Geruch wichtig, deswegen wird nur der beschrieben.
Und trotzdem hat man ein Gefühl, ein Kopfkino, was nur aus Gerüchen besteht…
Aufmachung (Cover + Titel):
Der Titel ist klasse. Es geht nur um DIESEN EINEN Geruch, DIESES EINE Parfum. Und der Untertitel ist auch passend. „Die Geschichte eines Mörders“, er ist schließlich ein Mörder.
Bloß finde ich persönlich das Cover nicht so super. Eine nackte, gemalte Frau. Okay. Frauen – der Geruch. Nackt – er hat ihre Kleidung mitgenommen. Aber das Cover finde ich trotzdem nicht toll.
Fazit:
„Das Parfum“ ist ein umjubeltes Buch – ein Klassiker, der Grund, warum ich es gelesen hab.
Es zieht sich in der Mitte verdammt in die Länge, und ich musste mich zwingen, weiterzulesen. Zum Schluss passiert alles Schlag auf Schlag. Aber trotzdem ist das Buch gut. Es ist das erste Buch, wo ich gedacht habe, ich müsse kotzen, obwohl ich schon schlimmere Sachen gelesen habe. Also kann ich als FAZIT sagen:
Wer Klassiker mag, den Film vielleicht schon gesehen hat, und einfach mal was anderes als den ganzen Fantasy-Kram, der im Moment „in“ ist ( und den ich liebe ) lesen möchte, Gerüche im Buch spüren möchte, für den ist „Das Parfum“ etwas.