Rezension verfasst vor 1 Jahr
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Das Buch "Die Erfindung der Einsamkeit" gliedert sich in zwei Geschichten. In der ersten erzählt Auster vom plötzlichen Tod seines Vaters, wie schockiert und gleichzeitig gefasst er zu dieser Zeit war. Zudem lässt er das Leben des Vaters revue passieren, er gibt an, wie die Kindheit verlaufen ist, vom Mord seines Großvaters durch die Großmutter und der Werdegang.
Auster beschreibt den Vater als einen desillusionierten Zeitgenossen, der an nichts richtiges Interesse hatte, sich an nichts erfreuen konnte, sein Leben lang nur für die Arbeit lebte und sein Umfeld und die Familie mit eingeschlossen, kaum registrierte. Und doch war er sein Vater, den erliebte, zu dem er aufsah und von dem er bewundert werden mochte.
Die zweite Erzählung wird aus der Sicht von A. geschrieben und es ist doch unweigerllich Austers eigene Geschichte, seine Erinnerungen. So erzählt er von seiner Kindheit, seiner Zeit in Paris, wie er seine Frau kennenlernte und wie sie sich wieder trennten. Und durch diese privaten Einzelheiten, wird klar, woher Austers Faszination für seine illusionsreichen Romane kommt, auch der Großvater mütterlicherseits war ein ausgesprochener Träumer und Hobbymagier, der den jungen Paul sehr früh mit dem Übernatürlichen beeindruckte.
Gespickt ist die zweite Geschichte mit vielen Zitaten und Impressionen aus anderen Geschichten fremder Schriftsteller, der Bibel und von Philosophen, gepaart mit Austers eigenen Ansichten, was die zweite Geschichte teilweise schläfrig macht, doch man kommt immer wieder in den Bann, mit dem Auster auch seine späteren Romane geschrieben hat und auch in diesem frühen Buch merkt man, welch großartiger Erzähler dieser Amerikaner ist.
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