Rezension verfasst vor 11 Monaten
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Der Feuerwehrmann Jim Nashe ist vom Schicksal gebeutelt. Seine Frau lässt ihn von einem Tag auf den anderen mit seiner kleinen Tochter sitzen, so dass er gezwungen ist, sein Kind in die Obhut seiner Schwester zu geben, um ihr ein besseres Leben zu ermöglichen. Und dann erhält er auch noch Nachricht vom Tod seines Vaters, welchen er seit Jahren nicht mehr zu Gesicht bekommen hat. Doch durch den Tod des Fremden erhält Nashe eine neue Chance. Denn sein Vater hat ihm ein halbes Vermögen vermacht. Ohne langes Nachdenken kündigt Jim Wohnung und Job, kauft sich einen neuen Wagen und irrt über die Straßen der Vereinigten Staaten quer durchs Land. Dabei verliert er den Blick fürs Geld und kurz bevor er sein Vermögen verschleudert hat, entdeckt er auf einer Landstraße den jungen Jack Pozzi. Jack ist ein begabter Pokerspieler und berichtet Jim von einem Spiel, in welchem sich der große Reibach machen lässt. Jim ist davon begeistert und springt auf den rollenden Zug auf, ohne zu bemerken, dass er nicht nur den Rest seines Vermögens, sondern auch sein ganzes Leben aufs Spiel setzt. Denn die Gegner von Jack Pozzi leben auf einer niemals endenden Glückssträhne.
Auster überlässt seine Charaktere einmal mehr dem Zufall. So rauschen sie von einer absurden Begebenheit in die nächste. Manche sind von Vorteil, andere jedoch mit einem bitteren Beigeschmack. Natürlich wird man als Leser wieder einmal ordentlich irritiert, lässt sich zu falschen Schlüssen verführen und ist letztendlich wieder einmal komplett überrascht über die Geschehnisse, die Austers Protagonisten widerfahren. Doch diesmal geht Auster nicht nur dem Zufall und der Wahrheit auf den Grund, auch Freiheit und Sehnsucht sind tiefgreifender ausgearbeitet als bei vielen anderen seiner Werke, was die Musik des Zufalls zu einem ganz besonderen Stück in Austers atemberaubenden Werk werden lässt.
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