Leser-Rezension zu „Im Land der letzten Dinge” von Paul Auster

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Verfasst von schreibware
am 1.07.2010
 

Schritt für Schritt tappen wir in eine Welt, die so gar nicht mit den Vorstellungen von der unseren zu vergleichen ist. An die Hand nimmt uns eine junge Frau, von der wir ebenso so langsam etwas Persönliches erfahren wie von der gesamten Umwelt. Aber Auster lässt uns mit dieser fremden und erdrückenden Stimmung nicht allein. Denn der Protagonistin ergeht es genauso wie uns. Sie ist in dieses unwirkliche Land auf der Suche nach ihrem Bruder gekommen und so haben wir Anteil an ihrem Leid und ihren Eindrücken. Wir müssen durch ihre Brille erkennen wie der Mensch der Gefahr ausgesetzt ist zu verrohen, ja im Kampf ums eigene Überleben nur noch den eigenen Vorteil zu kennen glaubt. Was im Land der letzten Dinge geschehen ist, bleibt uns verborgen, wir können nur vermuten, dass es grausam gewesen sein muss. Denn scheinbar alles ist in sich zusammengebrochen, die Gesellschaft funktioniert nicht mehr und damit ist der Schwächere immer dem Todesurteil ausgesetzt. Doch zwischen Ekel, Selbstsucht, Hass und Gewalt lässt Auster in diesem Endzeit – Roman immer wenn man durch die Schilderungen den letzten Glauben an den Homo Sapiens verloren hat, einen kleinen Funken Menschlichkeit aufblitzen. So erhalten wir dann doch die Hoffnung, dass tief im Herzen unserer Spezies etwas Gutes verborgen ist.
Auster zeigt in diesem beeindruckenden Roman wieder die Dimension von Realität, die niemals dem entspricht, für was wir sie halten. So bleibt dem Leser nach der Lektüre einzig und allein die Frage nach dem Wahren. Der Roman hilft einem zu antworten und man erfährt ein Stück Menschlichkeit.

 

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Im Land der letzten Dinge Im Land der letzten Dinge
Paul Auster

(32)  

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Im Land der letzten Dinge
von Paul Auster

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