Leser-Rezension zu „Leviathan” von Paul Auster
am 18.03.2009
Die Geschichte von Ben Sachs wird ganz klassisch von hinten aufgerollt. Beginnend mit einem Schock wird langsam erzählt, wie es zu dem Tod von Sachs kam. Ein nüchterner Bericht des Ich-Erzählers über seinen besten Freund, der zuweilen sehr exentrisch erscheint und in seltsame Situationen verwickelt war. Niemand weiß genau wo Sachs ist, wo er war und was er gemacht hat, man weiß nur, dass "jeder doch irgendwo sein muss".
Etwas platt erscheinen mir die Auftritte von Sachs, in denen er dem Ich-Erzähler neues Material liefert. Die Geschichte ist aber spannend und trotz des nüchternen Erzählstils wirkt Austers eingehend beschriebene Erzähltechnik. Warum musste Sachs sterben fragt man sich bis zur letzten Seite. Das Buch lebt von dieser Frage.
Langeweile kommt mit diesem spannenden Buch aber nie auf.

