Leser-Rezension zu „Mann im Dunkel” von Paul Auster
am 7.12.2009
Ich bin ein echter Paul Auster Fan, aber das Buch war nicht so meins. Es wirkt auf mich sehr am Reißbrett oder Flipchart konstruiert, unbeseelt. Ein alter Mann wartet jede Nacht im Bett liegend auf seinen Tod, imaginiert während der schlaflosen quälenden Nächte eine Person, die sich in Kriegsnöte verirrt mit Personen, denen sie nicht trauen kann an Orten, die sie nicht kennt und ist seltsam identitätslos und geworfen. Peng, da stirbt die Person mitten im Buch. Der alte, von seinen Träumen gequälte Mann bleibt am Leben und es findet ein Nachklang der Geschichte statt, die im letzten Drittel des Buches um das traurige Schicksal seiner Enkelin und ihres Freundes rankt und natürlich mit dem Vorhergehenden zu tun hat. Aber eben arg konstruiert. Ein Lesefluss hat sich nicht eingestellt, eher Anstrengung.

