Leser-Rezension zu „Mond über Manhattan” von Paul Auster
am 5.07.2010
Diesmal lässt Paul Auster den jungen und einsamen Marco Stanley Fogg die Frage nach seiner Identität stellen. Dabei schleudert Auster seinen Protagonisten in die Abgründe der menschliche Seele und die Schluchten der Gesellschaft. So muss Fogg mittellos durch die Straßen ziehen und sich dem Schicksal ergeben, auf dessen guten Willen hoffen und sich einfach treiben lassen. Auster schildert hier die Wirren um die eigene Identität und die Anstrengungen, die es kostet zu wissen wer man ist. Auster gelingt es mit diesem Roman aufzuzeigen was die Schweren der Identität sein können und Selbstfindung nicht immer den glücklichen Ausweg haben muss. Ein gelungenes Buch, welches nicht nur die genannten Aspekte verarbeitet, sondern auch die Geschehnisse der u. s. amerikanischen Geschichte bis 1989 skizziert und mit den von Auster gewohnt ungewohnten Handlungen gefüllt ist. Kurz: ein lesenswertes Buch.

