Leser-Rezension zu „Unsichtbar” von Paul Auster
am 29.01.2012
Hier stehe ich also, habe das Buch gelesen und bin völlig ratlos. Einerseits hat sich das Werk mir nicht wirklich erschlossen, ich blieb seltsam distanziert, obwohl alles das ist, was einen guten Roman ausmacht: Mord, Sex, intelligente Dialoge, geschickte Szenenwechsel, ein interessanter Hintergrund. Andererseits musste ich es zu Ende lesen.
Doch schaffte es Auster nicht, mich zu faszinieren.
Der Roman wird aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt, was sicherlich interessant ist und die Handlung vorantreibt. Und der Protagonist zunächst ein begabter, doch etwas naiver Student ist und im Laufe der Handlung seine Unschuld in jeder Beziehung verliert.
Auch der Schluss erscheint mir merkwürdig und sehr abrupt.
Fazit: Ein interessantes Werk, das zum nachdenken anregt: Wo beginnt die persönliche Schuld und sollte man bis an die absolute Grenze gehen...


