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Lumina156

Vor 2 Jahren

(18)

So wirklich vermag ich zu diesem Buch gar keine Rezi zu verfassen: Es hat mich ein wenig "ent-täuscht", wohl weil ich - aufgrund der Tatsache, dass es ein Coelho-Buch ist - vielleicht mit zu hohen Erwartungen rangegangen bin.

Die Geschichte handelt vom Autor selbst, der sich in einer "Krise" befindet, sich von sich selbst - von "seinem Reich" wie er es nennt - entfremdet fühlt. Er begibt sich durch recht spontane Zusagen auf eine "Lese-Reise" - mit der transibirischen Eisenbahn quer durch Rußland. Und diese 9288 km lange Reise läßt ihn vieles er- und durchleben, dass ihn zu eigenen Schlüssen bezüglich seiner Vergangenheit (auch aus seinen gefühlten Vorleben) kommen läßt. Mit auf dieser Reise ist Hilal, eine 21jährige Frau, die sich ihm vor Beginn der Fahrt quasi "aufdrängt". Sie ist der Meinung, sie beide gehören zusammen - und läßt sich daher nicht abwimmeln. Was den Autor zunächst nervt und befremdet entwickelt sich im Laufe der Fahrt dann doch zu einer Beziehung der ganz besonderen Art.
Das "Aleph" meint einen Zustand, den man nur an bestimmten Örtlichkeiten erreichen kann (in diesem Fall ein bestimmer Platz im Zug). Er ermöglicht es den Menschen, in die Vergangenheit ""zu reisen"", um dort mit alten zurückgelassenen, unverarbeiteten, schuldvollen Handlungen, Leben, Ereignissen aufzuräumen. (So habe ich es zumindest verstanden).
In verschiedenen Phasen wird somit in diesem Buch immer wieder auch zurückgeblendet in vorherige Leben des Autors und dortiger Ereignisse, die ihn in seinem heutigen Dasein noch blockieren.
Kann er - gemeinsam mit Hilal - diese Blockaden lösen? Ist sie eher eine Bereicherung auf seiner Fahrt oder doch mehr Belastung? Landet er am Ende wirklich mehr bei sich selbst - in seinem verlorenen "Reich"?
Das alles wirst Du erfahren, wenn Du "Aleph" selber zur Hand nimmst und eintauchst in die Geschichte des Paulo Coelho.
Vielleicht startest Du mit weniger Erwartungen als ich und wirst nicht so enttäuscht.

Einige berührende Aussagen fand ich dann aber doch - und diese will ich Euch nicht vorenthalten (es sind nur kleine Auszüge, denn ich will ja nicht die ganze Spannung wegnehmen ,-)) ):

"Wenn sie es falsch verstanden haben, dann nur, weil diese Idee sich bereits in ihrem Kopf befand" (was für eine wahre Aussage !)

"Wenn du dich zu sehr damit aufhälst, herauszufinden was an deinem Gegner gut oder schlecht sein könnte, wirst du darüber deine eigene Seele vergessen. Durch die verschwendete Energie wirst du schwach und verletzlich sein."

Und zu guter letzt:
"Ein Leben, in dem man nicht für ein Ziel eintritt, ist ein vergeudetes Leben"

Autor: Paulo Coelho
Buch: Aleph
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