Leser-Rezension zu „Nicht tot genug” von Peter James
am 3.02.2012
** Inhalt **
Drei ermordete Frauen in nur einer Woche und alle wurden sie in den letzten Stunden ihres Lebens schwer gedemütigt und misshandelt. Und damit nicht genug. Auf den Rücken des zweiten Opfers hat der Mörder einen Satz tätowiert: Weil du sie liebst.
Der Hauptverdächtige schein ein lückenloses Alibi zu haben, und doch finden sich an den Tatorten nur seine DNA-Spuren. Für Detective Superintendent Roy Grace wird die Jagd nach dem Killer viel gefährlicher, als er je vermutet hätte.
** Meine Meinung **
Das Buch beginnt schon ziemlich spannend und ich bin positiv überrascht, dass die Spannung nie ganz abflaut, aber sich sogar zum Finale noch steigern kann.
Die Charaktere werden sehr anschaulich und mehrdimensional präsentiert und ich konnte mich flott in die Story einfinden.
Detective Superintendent Roy Grace ist mir eh sehr sympathisch und auch seine Figur wächst und entwickelt sich im Laufe der Bücher. Das rechne ich James hoch an, dass er seine Hauptfigur nicht auf einem Punkt stehen lässt, sondern ihn, wie auch in der Realität, sich verändern lässt. Grace ist nicht perfekt und hat seine Schwächen und die machen ihn noch sympathischer.
Die Kapitel sind zwischen einer und 4 Seiten lang und jedes Mal ändert sich die Perspektive, aus der erzählt wird (Grace, Täter, Opfer usw.). Dies klingt erst einmal verwirrend, jedoch fand ich es klasse, parallel alles im Blick zu haben. Auch die Schreibweise von James ist flüssig und lässt sich gut lesen. Das hilft auch meiner Meinung nach gut in das Buch hinein zu kommen.
Ich muss zugeben, dass ich im Laufe des Buches schon einmal auf der falschen Fährte war und zum Ende hin noch überrascht wurde, als mir aufging, wer jetzt der Täter ist. Vor allem wurde das so spannend erzählt, dass ich die letzten 80 Seiten in einem Rutsch gelesen habe, um die Auflösung zu erfahren.
Von mir bekommt das Buch wegen der Darstellung der Charaktere, der Spannung und der flüssigen Schreibweise volle 5 Sterne.

