Leser-Rezension zu „Agnes” von Peter Stamm
am 30.12.2010
Agnes ist eine andere Art Liebesgeschichte, eine traurige Liebesgeschichte. Der Ich-Erzähler und Agnes treffen sich in einer öffentlichen Bibliothek in Chicago und lernen sich kennen. Agnes bringt den Ich –Erzähler dazu, dass er ihre gemeinsame Geschichte aufschreibt. Folglich wird die Geschichte doppelt erzählt, so wie sie wirklich gewesen ist und so wie sie in der fiktiven Geschichte war und die somit vermischen sich die Realitätsebenen. Im Wendepunkt des Romans wird Agnes schwanger und verliert das Kind. Die Auseinandersetzung des Ich-Erzählers mit der Situation ist dabei sehr interessant. Am Ende handelt Agnes nach der fiktiven Geschichte.
Der Stil des Romans wird durch kurze Sätze dominiert, sehr klar und schnörkellos. Auch wenn man am Anfang das Ende des Buches kennt, hat es Peter Stamm trotzdem geschafft die Spannung zu halten. Der Roman strahlt keinerlei Wärme aus und hat von Anfang an etwas Unheil verkündendes. Trotzdem zieht es einen in den Bann…

