Leser-Rezension zu „Ungefähre Landschaft” von Peter Stamm
am 18.07.2011
Kathrine ist Zollbeamtin in Norwegen. Sie lebt ihr Leben als wäre sie in Nebel gehüllt. Nichts scheint sie stark zu berühren, weder die Natur, noch ihre Arbeit, ihre Freunde, ihr Kind, ihre Männer. Alles was sie macht ist leidenschaftslos. Als die Lügen ihres Mannes sie doch einmal stärker zu berühren scheinen, nimmt sie ihren Mut zusammen und macht sich auf die Reise. Und auch hier macht sie alles halb, sie hat ein bißchen Angst vor der Fremde, aber eigentlich auch nicht. Sie versucht Sehenswürdigkeiten anzuschauen, aber es gelingt ihr nicht. Sie versucht sich selbst zu finden und hat kleine Einsichten, mehr aber nicht.
Mit hat das Buch nicht gefallen, die Hauptperson bleibt blass. Entweder das Buch will nur an der Oberfläche der Personen kratzen oder sagen, dass es unter der Oberfläche nichts gibt. Beides finde ich unvollständig. In jedem Fall hat es dazu geführt, dass ich eigentlich kein Interesse an Katherines Leben hatte und es mir auch egal war was mit ihr passiert. So wie sie ihrem Leben gegenüber relativ gleichgültig zu sein scheint, empfand ich dieses Buch als unwesentlich.

