Leser-Rezension zu „Die Zarentochter” von Petra Durst-Benning
am 12.01.2010
Ein goldener Käfig
3
Wie schon in der Leseprobe vorausgesehen lebt die 2. Tochter des Zaren Nikolaus in einem goldenen Käfig. Zwei "Lieben" hatte sie in ihrem Leben und konnte doch keinen bekommen. Sie war 4 Jahre lang verlobt, hat ihren verlobten aber doch nie gesehen. Zwar muss auch Olly einige harte Schicksalschläge hinnehmen, schafft es aber immer wieder weiter zu machen. "Lachen um nicht weinen zu müssen."
Leider muss ich sagen, das das Buch durch wenig "Randgeschichte" und vieler Andeutungen eigentlich den geschichtlichen Reiz verloren hat,z.B. diverse Aufstände. Da ich mich leider überhaupt nicht in russischer Geschichte auskenne, musste ich manche geschichtliche Gegebenheiten nachlesen um Sie zu verstehen. Schade fand ich auch das manche Tatsachen einfach in einem Nebensatz festgestellt worden sind und nicht näher auf die Umstände o.ä. eingegangen worden ist. Die Zeitsprünge waren an sich ein sehr schönes Mittel und die Geschichte nach vorne zu bringen, nur manchmal kamen sie in meinem Augen zu einem ungünstigen Zeitpunkt, den Sie haben einen Mitten aus der Geschichte gezogen.
Sehr positiv herauszuheben sind die Anmerkungen der Autorin am Ende des Buches, wo einige Dinger erläutert werden seitens der Autorin.
Alles im allem würde ich aber denoch sagen das dieses Buch lesenswert ist, allerdings würde ich es eher in das Genre Liebesroman packen, als in die Rubrik Historisches. Ich werde auch den Zweitenband zum Leben von Olly lesen, da ich doch gerne wissen möchte wie es mit ihrem Leben weitergegangen ist.

