Leser-Rezension zu „Am Anfang sind sie noch Kinder” von Petra Hammesfahr

Rezension als hilfreich gekennzeichnet: (7)

Gelöschter Benutzer Gelöschter Benutzer
Verfasst von Gelöschter Benutzer
am 13.05.2011
 

Gleich vorweg: Dieses Buch ist kein typischer Hammesfahr-Thriller, sondern eher ein zeitgenössischer gesellschaftskritischer Roman.
Die Protagonistin Kathi hat ein schweres Schicksal zu tragen: Sie verlor ihren Ehemann und kurz darauf ihren einzigen Sohn. In ihrer Firma fühlt sie sich überflüssig und sie ist geplagt von Schuldgefühlen, weil sie von ihrem Sohn immer so viel Leistung erwartet hatte. Als sie einen Diebstahl im Kaufhaus beobachtet, schleicht sie dem Jungen nach und meldet ihn beim Jugendamt. Der dortige Beamte überredet sie, den Jungen bei sich aufzunehmen. Das Zusammenleben mit dem Jungen entpuppt sich als schwierig. Es scheinen zwei Welten aufeinander zu treffen: Leistungsgesellschaft und Perspektivlosigkeit. Der Leser erfährt viele Negativseiten unserer Gesellschaft. Hammesfahr zeigt diese Schattenseiten absolut glaubhaft.
Trotz meiner 3-Sterne-Wertung ist der Roman absolut empfehlenswert. Die „Sterne-Abzüge“ habe ich gemacht, weil ich ein sehr kritischer Leser bin: 5 Sterne gibt’s nur für absolute Spitzentitel. 4 Sterne konnte ich für diesen Roman auch nicht vergeben, weil ich absoluter Hammesfahr-Fan bin und glaube, sie hätte die Geschichte noch tiefer, noch emotionaler schreiben können. Aber trotzdem ist es ein Lesevergnügen, dessen Inhalt noch lange nachwirkt und vielleicht den einen oder anderen Leser sogar zum Nachdenken anregt.

 

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Am Anfang sind sie noch Kinder Am Anfang sind sie noch Kinder
Petra Hammesfahr

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Am Anfang sind sie noch Kinder
von Petra Hammesfahr

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