Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Erst vor Kurzem wurde ich auf historische Romane aufmerksam. Eigenlich bin ich mehr den Klassikern oder der zeitgenössischen Literatur verfallen, aber dann wurde mir ein Buch von Rebecca Gablé geschenkt und ich hatte ein neues Genre für mich entdeckt. Seither schmökere ich gerne mal im Mittelalter.
Dieses Buch war wieder mal nur ein Zufallskauf und leider einen, den ich nun bereut habe. Denn wirklich gefallen hat mir die Geschichte nicht. Schade eigentlich, denn ich mag Geschichten um starke Frauen.
Aufgeteilt in drei Bücher erzählt das erste aus der Sicht von Adelheid, das zweite aus der Sicht ihrer Schwiegertochter Theophanu und das dritte... tja, aus welcher Sicht denn? Da kommen wir auch schon zu meinem Hauptproblem, das ich beim Lesen hatte: Das Buch hat zu viele Perspektiven. Würde Frau Wenzel das strengent durchziehen mit den Perspektiven in den einzelnen Kapiteln, wäre das Buch sicherlich klasse, da der Stoff einiges an Spannung hergibt. Leider wechselt sie auch innerhalb der einzelnen Kapitel immer wieder die Sichtweise. Da erzählt dann mal zwei Seiten lang eine kleine Magd, dann wieder eine der Kaiserinnen, dann einer der Söhne (lauter Ottos!) oder der Geliebten (hier wiederrum lauter Heinrichs)... das wirkt schnell verwirrend.
Außerdem bleiben dadurch die Figuren leider sehr flach, da keine der Figuren die Chance hat, wirklich von ihren Gefühlen, Denkweisen und Ansichten zu erzählen. Man versteht als Leser schlecht, warum diese Figur jetzt gerade so handelt wie sie es tut. Sehr zum Schluß des Buches sagt Theophanu zu Adelheid "Dabei sind wir uns so ähnlich". Mein Gedanke dabei war: "Achja?".
Die Story wäre spannend, da beiden Kaiserinnen in ihren Lebzeiten viel passiert ist und sie sehr starke Frauen waren. Durch die fast charakterlosen Figuren im Buch bleibt aber auch das Buch recht flach und mit Sicherheit nicht lange in Erinnerung.
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