Leser-Rezension zu „Feuer in Berlin” von Philip Kerr
am 27.07.2010
so richtig überzeugen konnte mich dieses Buch leider nicht.
Bernhard "Bernie" Gunther als Privatdetektiv in Nazi-Deutschland , der - vordergründig gesehen- für einen angesehenen Industriellen Juwelen wieder beschaffen soll, die bei einem Einbruch, bei
dem auch Tochter und Schwiegersohn ermordet wurden , verschwunden sind....aber sehr bald wird klar, dass es hierbei um sehr viel mehr und andere Dinge geht.
Das ist durchaus spannend erzählt, und das Deutschland in dieser Zeit düster, galgenhumorig, sarkastisch beschrieben.
Es passiert sehr viel auf diesen 334 Seiten - zu viel für meinen Geschmack,zu unnwahrscheinlich manches, zu offen bleibt das Ende.
In dieser Zeit waren Denunzierungen Andersdenkender an der Tagesordnung - die darauffolgenden Verhaftungen und das spurlose Verschwinden vieler Personen genauso. Und trotzdem aber soll
ausgerechnet ein "kleiner" Privatdeketiv mit all seinen doch recht frechen Sprüchen nicht betroffen sein? Ich konnte dem ganzen Buch nicht entnehmen, warum ausgerechnet ER nun derartig
wichtig gewesen sein sollte in der Zeit, um all dem zu entgehen - und dadurch erschien mir das Ganze doch mehr als unglaubwürdig.

