Leser-Rezension zu „Das sterbende Tier” von Philip Roth
am 10.06.2010
Es musste ihn dann doch noch erwischen, ihn, den angesehenen New Yorker Kulturkritiker und Professor David Kepesh! Jahrelang gelang es Kepesh Frauen auf Grund seiner Stellung, seines Erfolgs und seines Intellekts zu verführen und so seine Lust ganz ohne Liebe stillen zu können, aber plötzlich begegnet der alternde Professor der jungen Consuela. Was Kepesh in seiner Vergangenheit nie kennengelernt hatte, fällt jetzt unangemeldet auf ihn ein: Liebe, Verlustängste, Eifersucht, Begierde, die Angst ersetzbar zu sein. Roth schildert gewohnt fabelhaft die Irrwege der Liebe, den Schmerz, die Leidenschaft und die Sehnsucht. Dabei stürzt sich der Autor auf die Schwierigkeiten im Alter seine sexuellen Triebe ausleben zu können, als auch auf die Lächerlichkeit des Kulturbetriebs. Ein Buch voller Sexualität, Liebe und Ängsten.

