Rezension verfasst vor 5 Jahren
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Ein geniales Alterswerk
Bücher wie "Jedermann" von Philip Roth findet man nicht allzu oft!
Auf den ersten Blick erzählt Roth die einfache Geschichte eines durchschnittlichen Menschen. Sein "Jedermann" entwickelt sich im Verlauf dieser Erzählung jedoch zu einer hoch komplexen Parabel über Leben und Sterben.
Es ist die Geschichte eines Lebens, wie es normaler nicht sein könnte und das uns gerade deswegen besonders berührt. Von der ersten schockierenden Konfrontation mit dem Tod in den Sommerferien seines Helden über die familiären Wirren und die beruflichen Erfolge in seinem Erwachsenenleben als Designer in einer Werbeagentur bis hin zu der Zeit, als ihm die eigenen Gebrechen zusetzen. Er ist der Vater zweier Söhne aus erster Ehe, die ihn verachten, und einer Tochter aus einer späteren Ehe, die ihn vergöttert. Er liebt, hasst und neidet und muss am Ende erkennen, dass er das wirklich große Glück nie erreicht hat.
Das Aufregendste an diesem Buch ist für mich, dass "Jedermann" so einprägsam ist und doch beliebig bleibt und das Buch dadurch seinen Tiefgang erhält. Für eine schlaflose Nacht und garantiert mit Langzeitwirkung!
Ein großes Stück Literatur!
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