Leser-Rezension zu „Rost” von Philipp Meyer
am 29.08.2010
Amerika,Pennsylvania:Isaac und Poe leben hier,in einer Umgebung die einst reich an Arbeit und Einkommen war,inzwischen aber verkommen und ausgestorben ist.Arbeitslosigkeit und Armut bestimmen das Bild,die einst so florierenden Stahlwerke gammeln vor sich hin und die Menschen versinken in Hoffnungslosigkeit.
Isaac ist ein schmächtiger jedoch intelligenter Junge,während sein Freund Poe das genaue Gegenteil ist.Gross,bullig aber etwas naiv und langsam im Denken,hatte gute Chancen,ein Profifootballspieler zu werden,doch er lebt lieber in den Tag,trinkt und pöbelt.
So verschieden die beiden sind,haben sie doch ein Ziel:weg von hier,ein besseres Leben beginnen.Als Isaac Geld von seinem Vater stiehlt,sehen sie die Möglichkeit,damit wegzugehen und neu anzufangen.Doch sie kommen nicht weit,schon sind sie in Schwierigkeiten und Isaac tötet,als er Poe zu Hilfe kommt,in Notwehr einen Menschen...
Die Geschichte von Isaac und Poe wird in zwei verschiedenen Strängen erzählt,in abwechselnden Kapiteln erzählt,die einmal Isaac dann wieder Poes Leben zeigen,beide zuerst auf einem gemeinsamen Weg,nach dem Mord aber getrennt.Sehr anschaullich zeigt der Autor die Hoffnungslosigkeit der Menschen auf,die resigniert haben,wie die Umgebung verfällt und die Bürger sich dieser Trostlosigkeit hingeben.Auch nachdem die beiden Jungs getrennt werden,sind sie doch durch die Tat von Isaac verbunden,doch alles hat sich verändert und der Traum von einem besseren Leben bleibt wohl nur ein Traum.

