Ich habe schon mehrere Bücher von Vandenberg gelesen und mag seine eher ruhige, aber trotzdem spannende Art zu schreiben. Mittlerweile ist das Thema des Romans nicht mehr wirklich neu, aber mir gefällt es immer noch :-)
Zum Inhalt:
Guido von Seydlitz, ein renommierter Kunsthändler aus München, kommt bei einem Autounfall ums Leben. Seine Beifahrerin veschwindet spurlos, genauso wie sein Aktenkoffer. Alles was seiner Witwe bleibt, sind zwei Opernkarten und Kopien eines Fotos, das ein Pergament zeigt.
In der Hoffnung ein bisschen Licht ins Dunkle zu bringen beschließt Anna von Seydlitz eine der Opernkarten zu benutzen um herauszufinden für wen die zweite gedacht war. In der Oper bietet ihr ein Mann ein Vermögen, für etwas was sie gar nicht kennt, geschweige denn besitzt. Sie kann nur vermuten, das es sich um eben dieses Pergament auf dem Foto handelt.
Anna versucht mehr über dieses mysteriöse Pergament, das in einer ihr unbekannten Sprache verfasst hat herauszufinden, aber jeder der ihr Hilfe zusagt stirbt oder verschwindet spurlos...alles was sie erfahren kann ist das das Pergament das Wort "BARABBAS" enthält.
Zur selben Zeit begeht Professor Marc Vossius am Pariser Eiffelturm einen Selbstmordversuch, nachdem er kurz zuvor Säureattentat auf ein Gemälde Da Vincis verübt hat. Natürlich enden diese Versuche in der Psychiatrie, wo er scheinbar wilde Theorien über noch wildere Verschwörungen von sich gibt und die ebenfalls mit dem Namen "BARABBAS" zusammenhängen.
Anne von Seydlitz wendet sich hilfesuchend an einen alten Freund, den Journalisten Adrian Kleiber und gemeinsam versuchen sie das Geheimnis um das Pergament und den Namen BARABBAS zu lüften. Aber schnell stellen sie fest, das sie nicht die einzigen sind, die auf der Suche nach diesem Pargament sind und das ihnen mächtige Gegner immer dicht auf den Fersen sind und eine abenteuerliche Jagd mit vielen, überraschenden Wendungen beginnt.
Mein Fazit:
Ein spannendes Buch, das, wie viele Bücher Vandenbergs, geschichtliche Fakten und Fiktion so geschickt vermischt, dass man am Ende das eine von dem anderen nicht mehr wirklich unterscheiden kann. Mich hat es jedenfalls dazu gebracht auch das eine oder andere Sachbuch zum Thema Kirche zu lesen :-)
Wer Dan Browns "Sakrileg" oder "Illuminati" gerne gelesen hat, der wird auch dieses Buch lieben.
Aber auch wer weniger an den geschichtlichen Hintergründen Spaß hat, findet hier einen gut durchdachten Krimi der bis zum Ende spannend bleibt.
Einzig die grenzenlose Naivität von Anne von Seydlitz hat mich manchmal genervt, auch Buchcharaktere sollten hin und wieder aus ihren Fehlern lernen :-)