Leser-Rezension zu „Das achte Tor” von Pierre Bottero
am 13.08.2010
Nathan entkommt nur mit sehr viel Glück einen Mordanschlag, dem seine Eltern zum Opfer fallen. Sein Vater scheint diese Situation jedoch bereits vorausgesehen zu haben, und schickt ihn auf eine Schnitzeljagd zu seiner Familie nach Frankreich. Auf seiner Reise begegnet er seltsamen Wesen, wie Werwölfen und Helluren und muss erkennen, dass er tief in seinem Inneren weiß, wer sie sind und wie er sie bekämpfen kann.
Auf seiner Reise begegnet er dem mysteriösen Rafi, der dafür sogt, dass er Shaé vor einer Bande Jugendlicher rettet. Gemeinsam fliehen die beiden Jugendlichen bis sie von Nathans Familie gerettet werden. Sie erklären ihm, dass er zu einer von sieben auserwählten Familien gehört, die sich im alten Sumer herausbildeten.
1. Die Baumeister (Bauten das Haus im Irgendwo)
2. Die Metamorphen (Können sich in Tiere verwandeln)
3. Die Heiler (Verfügen über Selbstheilungskräfte)
4. Die Mnemetiker (besitzen ein ererbetes Gedächtnis)
5. Die Scholiasten (lernen durch Mimikry)
6. Die Kogisten (Außergewöhnliche Intellektuelle und physische Fähigkeiten)
7. Die Führer (Können die Zukunft vorhersehen und so beeinflussen)
Die Baumeister bauten vor langer Zeit das Haus im Irgendwo, welches sich in einer anderen Paralleldimension befindet. Das Haus hat 1700 Türen aus Holz, welche die Mitglieder der verschiedenen Familien nutzen können, um von einem Ort der Erde schnell an einen anderen Ort zu gelangen.
Des weiteren bauten sie 7 Türen aus Eisen, die an andere, gefährtliche, unbekannte Orte führen. Von einem dieser Orte, Mesopia oder Malarkadia kam der Andere vor 3500 v. Chr. und seine Diener. Die 7 Familien teilten den Anderne in drei Teile: die Kraft Jalaab, das Herz Onjü und die Seele Eqkter.
Durch eine Intriege werden Nathan und Shaé zu Gejagten von Nathans eigener Familie und können sich als letzten Auswerg nur noch in das Haus im Irgendwo zurückziehen.
Nathan und Shaé vereinigen beide jeweils drei verschiedene Linien der 7 Familien.
Interessant finde ich, dass der erste Band der Reihe auf Deutsch "Das achte Tor" heißt, während das im französischen Orginal der Titel des dritten Bandes ist.
Teilweise hätte ich mir ein Glossar für Wörter wie "Seiza", "Keikogi", "Randori",...
Insgesamt wieder ein Beispiel für die "Keusche Liebe" in Jugendromanen, die gerade voll im Trend ist. Shaé erträgt er nicht, dass sie irgendjemand berührt und Nathan vergeht vor Sehnsucht...
Sehr spannend geschrieben und absolut empfehlenswert.

