Leser-Rezension zu „Der Eid der Heilerin” von Posie Graeme-Evans
am 11.07.2007
Anne wird eines nachts im Wald geboren. Ihre Mutter stirbt, gehetzt von einer unbekannten Meute und mitgenommen von den Strapazen der Entbindung. Begleitet wurde die Mutter von Jehanne, die später in der Geschichte wieder auftaucht.
Anne wächst in einem Dorf auf bei ihrer Ziehmutter Deborah, die ihr das Zubereiten von Tees und Cremes beibringt und sie die Kräuterkunde lehrt.
Eines Tages bringt Anne Deborah nach London, wo sie im Haushalt von Matthew Cuttifer dient. Dort erlebt sie Intrigen, Tragödien und Verrat, hat aber auch eine herzensgute Herrin, die durch Annes Wissen um die Heilkunde vom Krankenbett aufsteht, obwohl sie bereits totgeglaubt war.
Der Königshof erfährt von Anne und befiehlt sie zur Dienerin der Königin, wo Anne sich umstellen muss, da bei der neuen Herrin keineswegs der gleiche herzliche Wind weht wie bei Lady Margret auf Blessing House. Die Königin ist cholerisch und schreckt selbst vor körperlicher Züchtigung nicht zurück.
Mit der Zeit stellt sich die Herkunft Annes heraus und sie steht vor einer folgenschweren Entscheidung.
"Der Heid der Heilerin" ist mE für dieses erste Buch nicht ganz der richtige Titel, denn außer mit dem Zubereiten von einigen Tees aund Aufgüssen kommt recht wenig übers Heilen vor. Allerdings glaube ich nun, da ich die Geschichte kenne, dass sich der Titel evtl. schon aufs zweite Buch beziehen könnte. Der Eid der Heilerin ist der erste Band einer Trilogie.
Spannung wechselt sich mit ein wenig Geplänkel ab, wobei die spannenden Phasen zum Glück überwiegen.
Der Schreibstil der Autorin liegt mir sehr, die Charaktere sind mit allen menschlichen Stärken und Schwächen sehr farbenfroh dargestellt.
Alles in allem ist Der Eid der Heilerin ein unterhaltsames Buch, welches ich weiterempfehlen kann. Wenn ich mir auch zwischenzeitlich nicht sicher war, ob ich die Fortsetzungne lesen werde, so möchte ich mittlerweile doch wissen, wie es weitergeht.

