Inhalt:
In Morganville ist der schlimmste Fall eingetreten, den sich die Menschen hätten vorstellen können: Der teuflische Vampir Mr. Bishop hat die Herrschaft über die Stadt übernommen. Die Menschen stehen nicht mehr unter dem Schutz ausgewählter Vampire, sondern sind jederzeit für die Blutjagd freigegeben. Amelie ist untergetaucht, Shane und sein Vater sind im Kerker eingesperrt worden und Claire steht unter dem Bann von Bishop und muss tun, was er von ihr verlangt. Eve ist entsetzt über Claires „Seitenwechsel“ und die Freunde aus dem Glass House sind seit Wochen voneinander getrennt.
Meinung:
Claire ist totunglücklich, dabei kann sie froh sein noch am Leben zu sein, denn im Kampf zwischen Bishops Truppen und Amelies Armee gab es auch Tote. Der schreckliche Vampir Mr. Bishop hat die Macht in Morganville an sich gerissen, Vampire unter seine Kontrolle gebracht – auch gegen ihren Willen – und sogar Claire bekommt seine Kraft zu spüren: Sie ist durch einen Zauber an ihn gebunden und muss alles ausführen, was er von ihr erlangt. Michael, ihr Vampirfreund, hat es nicht viel bessergetroffen. Ihn hat Bishop – wie viele andere Vampire – gebissen und somit unter seine Kontrolle gebracht.
Die Menschen in Morganville leben nun mit ständiger Angst vor den Vampiren, denn sie stehen nicht mehr unter dem Schutz bestimmter Vampire, wie es nach den alten Regelungen von Amelie war, sondern sind lebendes Futter für jeden Vampir, der sich in der Stadt aufhält. Zudem sitzt Shane, Claires Freund, im Kerker und Claire hat ihn schon seit Wochen nicht mehr gesehen. Es bricht ihr beinahe das Herz nicht bei ihm sein zu können und keine Möglichkeit zu haben, ihm zu helfen. Weder Richard Morell, der neuer Mayor der Stadt, kann ihr helfen Bishop davon zu überzeugen, dass Shane keine Gefahr ist. Claire fasst sogar so viel Mut, um Bishop höchstpersönlich um diesen Gefallen zu bitten. Doch sie muss feststellen, dass Bishop niemals so etwas wie Gnade walten lässt.
Ihre Eltern hingegen sind froh, dass sie von diesem Jungen getrennt ist und dass ihr kleines Mädchen wieder bei ihnen wohnt. Deshalb feiert Claire ihren 17. Geburtstag mit ihrer Familie, ohne ihre geliebten Freunde: Eve ist entsetzt, dass ihre Freundin Bishops Aufträgen gehorcht, doch sie weiß nicht, dass Claire keine andere Wahl hat. Michael muss so tun, als würde er immer noch unter dem Einfluss des bösartigen Vampirs stehen, denn in Wirklichkeit konnte er sich von dessen Macht mit Hilfe von Amelie lossagen und Shane sitzt – gemeinsam mit seinem Vater – im Gefängnis, den drohenden Tod vor Augen.
Rachel Caines Stärke ist es Spannung pur zu erzeugen und eine Geschichte zu erschaffen, die unvorhersehbar ist. Das hat sie auch in Carpe Corpus wieder bewiesen. Morganville ist ein Universum für sich – und das nicht nur in literarischer Hinsicht, sondern auch in der fiktionalen Welt der Autorin. Die Geheimnisse, die diese Stadt birgt sind für den Leser bis zur Aufdeckung nicht zu entschlüsseln und genau das macht die Bücher der Reihe so faszinierend.
Besonders schön fand ich es auch, dass die Autorin es schafft selbst auf Ereignisse aus den ersten Bänden einzugehen und diese in einem anderen Licht erscheinen zu lassen und bisher ungeklärte Fragen doch noch beantwortet.
Fazit:
Der sechste Band von Rachel Caines Morganville Vampires Reihe hat mich wieder vollkommen überzeugt. Er war spannend, hat wiederum neue Handlungsstränge und Geheimnisse von der Stadt aufgedeckt. Einige davon ziemlich zwar kurios und sind an die Grenze des Akzeptablen gegangen, die Autorin hat diese aber so gut verpackt, dass sie sich einfach passend in die Geschichte eingefügt haben.