Leser-Rezensionen zu „Numbers - Den Tod im Blick” von Rachel Ward
Rezension verfasst vor 1 Woche (4)
Seitdem sie denken kann, sieht Jem die Zahlen. Daten. Den Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird.
Und dann geschieht es: Sie und ihr Freund Spinne sehen Menschen am London Eye - und alle werden am selben Tag, heute, sterben. Als sie fluchtartig das Gelände des Riesenrads verlassen, lösen sie so eine Welle der Panik aus - und werden prompt von Medien und Polizei verfolgt. Und Spinnes Todestag kommt unaufhaltsam näher ...
Vielleicht hatte ich ja in Wahrheit meine eigene Zahl gesehen. Sie hatte sich die ganze Zeit in Spinnes Augen gespiegelt.
Allgemein
Nachdem ich das Buch durchhatte, saß ich ein paar Minuten lang einfach nur so da. Vollkommen geschockt. Regungslos. Und murmelte immer wieder "Scheiße. Scheiße, scheiße, scheiße" vor mich hin. Anscheinend hatte der Umgangston des Buches auf mich abgefärbt.
Nein, jetzt wirklich: das Buch kann man nicht so schnell vergessen oder während des Lesens aus der Hand legen. Es ist ... atemberaubend. Auch schon zwischendurch. Die Schicksale und die Leben ... Gott. Es ist krass.
So krass ...
Die Geschichte bzw. Idee ist großartig. Wie sich alles entwickelt, ergibt - wie ein überdimensionales Puzzle, das langsam aber sich ein umfassendes Bild ergibt. Ein Bild, das auf der einen Seite, dem größeren Anteil, so dunkel ist, dass es fast schwarz ist - und rechts, auf einem kleinen Streifen, strahlend hell ist. Das sind die letzten Kapitel. Nach der allumfassenden Dunkelheit: Adam ...
Doch auch wieder der letzte Absatz, wo doch alles fast - oder zumindest einigermaßen - gut war ... und dann dieser Satz ... Ich hätte zusammenbrechen können.
Wirklich.
Charaktere
Jem ist toll. So toll. Sie ist so ehrlich.
Ich glaube, wenn man so leben würde wie sie, ist das bestimmt echt schwer, so zu sein wie sie es ist. Ich weiß nicht, was ich noch dazu sagen soll. Wer von uns hat schon so ein verdammt hartes Leben und kann es sich leisten, sie einschätzen zu wollen?
Genauso ist es auch bei Spinne.
Ich kann, ich darf nichts dazu sagen, habe ich das Gefühl.
Val finde ich übrigens auch klasse. Sie ist so stark und einfach so ... besonders - ich glaube, ohne sie wäre das alles nicht das, was es ist. Alles wäre anders gewesen.
Glaube ich.
Schreibstil
Das Buch ist nicht nur wegen der Handlung absolut fesselnd - sondern auch wegen des Schreibstils. Klar, überall findet man "Scheiße!" und "Verdammt", aber gerade das finde ich auch irgendwie toll. Wäre doch unpassend, wenn ein Straßenmädchen Hochdeutsch sprechen würde, oder?
Der erste Satz
Es gibt bestimmte Orte, wo wir uns rumtreiben.
Fazit
Ein grandioses Buch. Ein erschreckendes Buch. Ein Buch, das einen innehalten und anders denken lässt.
Kurz: Ein Meisterwerk unter den Meisterwerken.
Rezension verfasst vor 1 Woche (3)
- Ich schreibe diese Rezension aus Sicht einer Erwachsenen. -
Wie viele der anderen Leser war es die Grundidee der Autorin, die mich voll und ganz begeistert hat: ein Mädchen, dass in den Augen ihrer Mitmenschen das Datum des Todes sieht. "So etwas gab es noch nie, muss ich unbedingt lesen", so meine Gedanken dazu. Im Nachhinein wars dann zwar ganz in Ordnung, aber bei weitem nicht so eine herausragende Leistung, wie ich erwartet hatte.
Zum Inhalt: Jem ist 15 und ist ein ziemliches Problemkind. Stehts bemüht nicht aufzufallen, versteckt sie ihre grausame Gabe: in den Augen der Menschen kann sie den Zeitpunkt ihres Todes sehen. Doch dann lernt sie Spinne kennen und baut zum ersten Mal so etwas wie eine Freundschaft auf. Als Jem am London Eye in Panik gerät, da plötzlich alle Menschen vor Ort das gleiche Todesdatum haben, flieht sie zusammen mit ihrem neuen Freund aus London. Spinne ist bestrebt sich ein neues Leben aufzubauen, doch Jem weiß es besser: Spinnes Todesdatum rückt erschreckend schnell näher ...
Die Grundidee ist wie gesagt einfach spitze. Das Buch kommt recht schnell in Fahrt und es geschehen genau die Dinge, die dem Leser im Klappentext versprochen werden. Danach jedoch fällt die Spannung stark ab, da es nur noch um die Flucht von Spinne und Jem geht. Das ist zwar noch ganz okay, aber eigentlich doch auch langweilig, sodass man hier doch deutlich sehen kann, dass es wirklich nur ein Jugendbuch ist und nicht für Erwachsene geschrieben wurde.
Es ist teilweise sehr schwierig mit den Charakteren warm zu werden, denn Jem und Spinne kommen aus sehr schlechten Familienverhältnissen und sprechen ausschließlich in einem sehr einfachen und teilweise eher unschönen Stil. Man entwickelt zwar schon soetwas wie Mitgefühl, aber irgendwie fand ich beide auch sehr anstrengend, wenn sie sich gegenseitig oder ihre Familien mit ordentlich derben Wörtern beschimpfen. Sprachlich ist hier also eher wenig zu holen, aber auch da muss man noch einmal auf die Kennzeichnung als Jugendbuch hinweisen, denn dazu passt es eigentlich ganz gut.
Zum Ende hin wirds dann endlich doch noch etwas spannend und das Ende ist wirklich sehr gut, sodass man sich fragen muss, warum man solange auf die Spannung warten musste. Die Autorin hat es außerdem richtig gut verstanden, dass Buch mit einem Cliffhanger zu enden, sodass man sich ja fast gezwungen sieht den Nachfolgeband Numbers - Den Tod vor Augen auch zu lesen, selbst wenn einem der 1. Teil eigentlich gar nicht so besonders gefallen hat. Ich jedenfalls werde zumindest mal darüber nachdenken, ob sich das lesen nicht doch lohnen könnte.
Für mich also insgesamt ein zu langsames Buch, das zu wenig "Überraschungen" bietet. Nur dass zu bekommen, was schon im Klappentext steht, reicht schließlich nicht immer aus.
Trotzdem denke ich, dass jüngere Jugendliche mit dem Buch ganz gut unterhalten werden können. Ich würde es so ab 12 empfehlen, für Erwachsene fand ich es aber wirklich nicht spannend genug (das Ende ist da die absolute Ausnahme).
Die Kennzeichnung als Jugendbuch ist also wirklich berechtigt. Ich kann es für mich nur Jugendlichen empfehlen, für Erwachsene scheint es nicht mehr so geeignet.
Rezension verfasst vor 1 Monat (5)
"Numbers - Den Tod im Blick" ist ein meiner Meinung nach gutes Buch von Rachel Ward, in der aus einer Sicht eines Mädchens eine Geschichte erzählt wird - ihre Geschichte.
Jem hat eine Gabe, mit der sie sehr früh lernen musste, umzugehen und zu akzeptieren, dass es sie gibt. Sie kann das Todesdatum des Gegenübers sehen.
Bisher ist die 15-Jährige allen so gut es ging aus dem Weg gegangen und hat Blickkontakt vermieden, bis sie Spinne aus ihrer Schule traf. Später verbindet sie ein Anschlag, bei dem sie erst als Verdächtige, dann als Zeugen gelten. Zusammen fliehen sie und verlieben sich ineinander. Eine nervenaufreibende Flucht beginnt, bei der ein Wall von Emotionen ausbricht, während die Polizei ihnen dicht auf den Fersen ist. Jem weiß, dass ihnen keine Zeit bleibt, denn Spinne muss sehr früh sterben.
Ob die Liebe dann ein jähes Ende findet oder die beiden einen Weg finden, den Tod zu überlisten?
Aus meiner Sicht ist es ein schönes Buch, in dem ich mich aber auch zwischenzeitlich durchkämpfen musste. Das Ende lohnt sich aber auf jeden Fall.
Rezension verfasst vor 1 Monat (14)
Es geht um Jem, ein Teenagermädel ohne Eltern aus einem Londoner Problembezirk. Schon früh verlor sie ihre Eltern und lebt seitdem bei verschiedenen Pflegefamilien. Sie lebt in ärmlichen Verhältnissen, kann schnell aggressiv werden und sieht keine Perspektiven für ihre Zukunft. Genau so geht es auch ihren Mitschülern: Armut, Gewalt, Aggression, Drogenhandel und keine Möglichkeiten diesem Leben zu entfliehen. Aber Jem hat noch ein anderes Problem: Sie sieht das Todesdatum eines jeden Menschen, wenn sie ihm in die Augen schaut. Und hier wird es interessant, denn sie lernt einen Mitschüler besser kennen, der jedoch nur noch einige Wochen zu leben hat. Erst will sie mit ihm nichts zu tun haben, aber dann werden beide Zeuge eines Terroranschlags in London und flüchten, von der Polizei gesucht. Sie lernen sich besser kennen und man erahnt schon, wozu es kommen wird.
"Numbers - Den Tod im Blick" ist in jedem Fall ein sehr spannendes und aufwühlendes Jugendbuch. Man muss viele Emotionen verarbeiten und wird auch zunächst mit einer ganz anderen Welt konfrontiert. Da sich das Buch an Jugendliche richtet, ist es natürlich sehr vereinfacht geschrieben. Die kurzen Sätze sind teilweise ein wenig nervig, man gewöhnt sich aber dran. Leider sind einige Handlungen der Hauptpersonen nicht immer nachvollziehbar, aber da ich dieses Buch als Erwachsene gelesen habe, kann ich mich vielleicht nicht mehr vollständig in die Jugendlichen hineinversetzen. Die vielen Gefühle, die Jem durchmacht, sind jedoch gut zu verstehen und man fiebert mit. An den Fortsetzungen bin ich auf jeden Fall interessiert.
Rezension verfasst vor 1 Monat (7)
Wenn Jem jemandem in die Augen blickt, sieht sie ein Datum. Das Datum, an dem diese Person sterben wird.
Und dann verliebt Jem sich in Spinne und ist glücklich. Doch dann sieht sie in Spinnes Augen und somit das Datum, an dem er sterben wird:Heute!!
Die Geschichte ist mega spannend und echt schön. Ich habe das Buch zusammen mit meinen Freundinnen Sina, Isa und Caro gelesen und wir fanden es einfach klasse. Wir vier können es nur jedem weiter empfehlen. :DD
Rezension verfasst vor 2 Monaten (16)
Inhalt
Jem hat die Gabe, das Datum des Todes eines jeden Menschen in dessen Augen zu sehen, doch für sie ist diese Gabe ein Fluch. Denn sie verliebt sich in einen Mitschüler und kann nicht ertragen zu sehen, dass er bald sterben wird. Dann gibt es auch noch einen Bombenanschlag am London Eye und Jem und Spinne werden als Hauptzeugen gesucht. Sie begeben sich auf die Flucht vor dem Gesetzt und während sie eine immer weitere Entfernung zu London aufbauen, entwickelt sich zwischen ihnen eine immer nähere Beziehung.
Zur Geschichte
Die Idee, dass ein Mädchen seit ihrer Geburt das Todesdatum jedes einzelnen in dessen Augen sehen kann ist sehr interessant. Die Autorin Rachel Ward hat die Geschichte trotzallem vollkommen zerstört. Der Handlungsablauf ist vollkommen unnachvollziehbar und schrecklich geschrieben. Auf jeder Seite kommt mindestens zweimal das Wort "Scheiße" vor und die Gespräche zwischen den Charakteren sind völlig sinnfrei. Auch die Handlungen und Situationen an sich sind absurd passen nicht zusammen, der Weg, den Jem und Spinne gehen ist total schwachsinnig. Das Ende war absehbar sehr lange hinausgezögert.
Eigene Meinung
Eines der schlimmsten Bücher, die ich je gelesen habe! Die Hauptcharaktere sind schrecklich dumm ihre Handlungen überhaupt nicht nachvollziehbar und in so vielen Situationen kann man sich nur noch an den Kopf packen. Zum Beispiel bringt Jem ein Messer mit in die Schule, und wird dabei erwischt, wie sie dieses gegen fünf Jungs richtet. Die erste Absurdität besteht darin, dass die Lehrer denken, Jem (1.55m, 15 Jahre) könnte diesen Jungs etwas antun, geschweige denn überhaupt jemanden mit einem Messer verletzten. Die zweite Absurdität ist, dass Jem sich total darüber aufregt, dass alle sie für schuldig halten und ihr eine Anklage droht, obwohl sie ja "gar nichts" gemacht hat. Im gleichen Zug erzählt sie aber, dass sie niemandem erzählt, was wirklich passiert ist, weil alle anderen scheiße sind. Dann ist es kein Wunder, dass ihr niemand glaubt, wenn sie sich für zu cool hält, um sich von anderen Hilfe holen zu lassen.
Dieses Muster - etwas anstellen, erwischt werden, gedroht bekommen, sich wundern, warum man selbst plötzlich verantwortlich ist und alle anderen dafür verantwortlich machen, hauptsache nicht sich selbst - findet sich andauernd wieder.
Jem fragt sich andauernd, warum die Leute an dem Tag sterben, den sie in ihren Augen lesen kann und wenn sie dabei ist. Es ist kein Wunder, wenn Jem diese in den Tod jagt, wie den Obdachlosen, den sie verflgt oder das, was am Ende geschieht. Wenn sie das Datum einfach hingenommen hätte, den Tag genossen hätte, wäre es wahrscheinlich nicht so gekommen, wie es gekommen ist. Da kann man nur sagen: Selber Schuld. Sie hätte sich auch noch danach umbringen können.
Die Charaktere, mit denen man sich eigentlich identifizieren sollte - Jem, Spinne - sind am unsympathischsten und die, die man eigentlich nicht mögen sollte - Klassenlehrer, Pflegemutter, Polizei - mag man am meisten, weil man völlig auf deren Seite ist, einfach aus dem Grund, weil diese Leute recht haben. Hinzu kommt noch, dass der Mist, den Jem und Spinne anstellen, als "cool" dargestellt wird, obwohl sie dafür eigentlich eine geraume Zeit ins Gefängnis kommen müssten.
Das ganze Buch über wird man von Jem persönlich angesprochen und man fühlt sich dreckig, weil man so in die Geschichte mit einbezogen wird, obwohl man gar nichts damit zu tun haben will.
Fazit
Schreckliches Buch, überhaupt nicht nachvollziehbarer Handlungsablauf, grauenvoller Schreibstil und völlig unsympathische Charaktere.
Auf keinen Fall empfehlenswert!
Einen Stern für die Idee mit der Gabe des Todesdatums sehen können.
Rezension verfasst vor 2 Monaten (5)
Numbers- Den Tod im Blick von Rachel Ward
Seiten: 368
Verlag: Carlsen Verlag GmbH
Erschienen : 10. April 2010
Epfohlenes Alter: 14-17
Orginaltitel: Numbers
Fortsetzung: Numbers- Den Tod vor Augen
Cover & Gestaltung
Das Buch ist ein Taschenbuch. Das Cover erinnert eher an einen Krimi, was das Buch aber eigentlich gar nicht ist. Die Gestaltung ist gut gemacht, in den einzelnen Buchstaben von "Numbers" kann man Zahlen erkennen und wenn man mit dem Finger drüberfährt auch (leicht) spüren. Alles in einem ein passendes Cover trotzdem, wüsste keine bessere Möglichkeit ;)
Inhalt
Als Kind fand Jem, die Protagonistin, eines Tages ihre Mutter Tod in ihrem Zimmer. Seitdem wandert sie von einem Heim ins andere, von der einen Pflegemutter zu der Anderen. Sie ist völlig abgerutscht und scheint keine Perspektive mehr zu haben. Aber Jem ist kein normales Mädchen- sie sieht nämlich in den Augen ihres Gegenübers eine Zahl- die Todeszahl desjenigen. Deshalb isolierte sie sich bis jetzt immer von der Außenwelt, hatte nie richtige Freunde- bis sie Spinne, einen farbigen, großen und hibbeligen Jungen kennenlernt, in den sie sich in Laufe des Buches verliebt. Eines Tages passiert es dann: Als Jem und Spinne das London Eye besuchen wollen, sieht Jem plötzlich in den Augen der Menschen um sie herum das gleiche Datum-nämlich diesen Tag. Sie rennt gemeinsam mit Spinne davon und gemeinsam werden sie jetzt zu Gejagten der Gesellschaft, der Polizei und der Medien. Doch nicht nur das ist Jems Problem; nein, sie sieht auch das Todesdatum von Spinne und weiß, dass er nur noch wenige Tage zu leben hat. Aber was kann sie tun? Auf ihrer gemeinsamen Flucht vor der Polizei erleben sie gemeinsam ihre Höhen und Tiefen, und der Tag, an dem Spinne sterben muss, rückt unaufhaltsam näher...
Charaktere
Jem: Jem ist eine hitzköpfige,kleine fünfzehnjährige Jugendliche, die keinen anderen Menschen an sich ranlässt, nachdem ihre Mutter gestorben ist. Es scheint, als ob sie keine gute Zukunft hätte, sich nur aufgegeben hat. Sie lebt im ständigen Kampf mit sich selbst und ihren Mitmenschen und reagiert auf die Meisten abweisend. Bis sie Spinne kennenlernt und nun endlich versucht, sich zu öffnen, was ihr nicht immer gelingt. Doch nach und nach versteht sie die Menschen um sich herum und versucht, alles gerade zu biegen. Ihre "Gabe", besser wie sie es ausdrückt "Fluch" lastet seit ihrer Geburt schwer auf ihr und sie hat es bis jetzt niemanden verraten. Alles in einem ist "Jem" als Charakter sehr interessant und war mir trotz ihrer derberen Wortwahl sehr sympathisch, da ich sie irgendwie verstehen konnte, auch wenn man es eigentlich nicht kann, weil man selbst ja nicht in so einer Situation ist...
Spinne: Spinne ist am Anfang ein Charakter, der von Jem eigentlich gar nicht richtig wahrgenommen wird Er wird als hyperaktiv und übermutig beschrieben, was ihn immer wieder in Schlägereien verwickelt. Er ist sehr groß und farbig, was ihm oft das Leben schwer macht. Er hat nur seine Oma, die ihm i Leben hilft und versteht, warum er so viele Probleme in der Schule hat. Spinne wird im Laufe des Buches zu einem sehr sympathischen Charakter, was man am Anfang nicht vermutet hatte. Doch wegen seines Übermutes bringt er sich und Jem immer wieder in Gefahr...und da ist ja auch noch sein Todesdatum...
Sprache & Schreibstil
Über den Schreibstil spalten sich ja die Meinungen. Habe letztens von jemanden gehört, dass er den Stil "assig und vulgär" fande.Ich hingegen denke, dass der Autor nicht besser schreiben hätte könnte. Das Buch ist aus Sicht von Jem geschrieben, und sie befindet sich nun mal in diesen Kreisen, wo man so spricht. Außerdem ist das Ganze auf einem sehr normalen Level gehalten und ich fand die Stimmung des Buches ziemlich traurig, was mir persönlich immer sehr gut gefällt, bin da wohl etwas speziell;). Man wird auch direkt von "Jem" angeredet, sie sagt ab und zu mal "hättest du dir das gedacht". "Du", nicht "ihr", was mich am Anfang etwas naja..."schockiert") aber WIRKLICH in Anführungszeichen) hat, weil die Protagonisten einen ja sonst immer mit "Ihr" ansprechen. Alles in einem ein sehr schöner Stil, der vielleicht nicht alles gefällt, aber mir sehr nahe tritt, auch wenn ich andere Sprache verwende ;)
Meine Meinung
Ich war von den ersten Seiten bis zum Schluss der Geschichte völlig gefangen, die Seiten flogen nur so hinüber. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und ich fand ihn, da es ja aus der Sicht von Jem geschrieben ist, absolut passend. Die Idee finde ich echt genial und auch echt super umgesetzt. Das Buch ist nicht lediglich auf die Fantasy fokussiert, das Paaranomale, nein, es geht viel mehr um Jems Situation und der bevorstehenden Todestag von Spinne, von dem er nichts weiß, weil Jem nie Leuten ihren Tag sagt. Das ganze verleiht dem Buch echt super Spannung, und man fiebert richtig auf das Ende hin, das...nein verrate ich natürlich nicht ;) Ich weiß nicht, was es da noch zu ergänzen gibt- einfach ein klasse Buch und sehr lesenswert
Fazit: 5/ 5 Sternchen! Einer meiner Lieblingsbücher!!! ♥
Rezension verfasst vor 3 Monaten (6)
Ich bin ganz ehrlich - dieses Buch hat mich sehr überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen an "Numbers" rangegangen und war, wenn ich ehrlich bin, zuerst auch nicht sehr gefesselt oder interessiert an der Geschichte.
Nach den ersten 80 Seiten hatte ich sogar überlegt, dass Buch abzubrechen, weil ich weder Jem noch Spinne besonders interessant fand und auch die Handlung eher schleichend voranging.
Auch die Sprache des Buches fand ich nicht sehr ansprechend, zumal Rachel Ward wenig wert auf Grammatik und Satzbau legt....
Aber ich habe tapfer weitergelesen und dann weiter und weiter und weiter.....
Und irgendwann konnte ich nicht mehr aufhören!
Die ganze Story - die ganze "Flucht" - von Jem und Spinne umfasst eigentlich nur 3 Tage, aber es sind drei sehr intensive Tage voller geflüsterter Versprechungen, einer jungen Liebe, einer abenteuerlichen, wenn auch überstürzten Flucht zu einen Ort, der für die beiden das Paradies werden soll.
Jem/ Spinne und die anderen Charaktere waren nur leider etwas schwach beschrieben. Jem denkt mir auch zu viel über die Zahlen nach, grade so, als wären sie erst seit gestern da und nicht schon ihr ganzes Leben:
"Ich suchte nach einem Schuldigen, während doch jeder sehen konnte, wer im Zentrum des ganzen stand. Ich. Ich war die einzige, die die Zahlen sah. Ich sah etwas, das niemand sonst sah. Meine Augen sahen es, mein Kopf, ich. Egal, ob sie falsch oder wahr waren, sie waren ich und ich war sie. Würde es sie ohne mich überhaupt geben?" S. 301
Sie macht sich durch dieses viele Nachdenken immer wieder selbst verrückt und betreibt auch so eine Art Selbstzerstörung damit, die nur durch die Liebe zu Spinne etwas abgeschwächt wird.
Spinne selbst fand ich irgendwie ein bisschen eklig. Jem beschreibt ihn sehr genau und erzählt auch, was genau sie an ihm anziehend findet, aber wenn sie da eine halbe Seite nur damit verbraucht zu beschreiben wie sein Schweiß riecht und wie Dreckverkrustet er durchs Stroh kriecht, finde ich dass nicht grade anziehend.... ihr?
Auch wenn die Geschichte etwas schleichend vorangeht, so haben gewisse Situationen doch ihren Charme und man möchte wissen, ob die beiden ihr Ziel erreichen und ob Jem es schafft Spinne zu retten.
Auch das Ende hat mir sehr sehr gut gefallen, vor allem deswegen, weil nicht alles "Friede-Freude-Eierkuchen"-mäßig ausgeht, sondern weil das Buch mit einem eher traurigem Cliffhanger endet. Sowas mag ich eigentlich nicht so gerne, aber hier passt es am Ende doch sehr gut und macht Lust, den 2. Teil zu lesen.
Leider (und das kann ich nicht unerwähnt lassen) hat das Buch auch ein paar inhaltliche Fehler, die mir die Lust am Lesen ein bischen genommen haben:
Bsp: S. 304:
"Einen kurzen Moment wurde mit erst rot, dann schwarz vor Augen...."
Ich habs sogar gegooglet - es kann einem nicht "rot" vor Augen werden - sorry...
Alles in allem war es ein solides Buch, etwas für zwischendurch, mit dem man sich nicht weiter befasst, wenn man den letzten Satz gelesen hat.
Meine Bewertung : 3/5 Punkte
P.S. :
Die ganze Story hinter dem Buch (Ein Mädchen sieht in den Augen der Menschen den Tag, an dem sie sterben) klingt sehr interessant, war aber für mich nichts neues weil ich ein großer Fan der Serie "Death Note" bin, die dasselbe Thema als Grundlage haben.
Dort kann man sich die Kraft, den Todeszeitpunkt von Menschen sehen zu können aber nur erkaufen, in dem man die Hälfte seiner eigenen Lebenszeit opfert.
Rezension verfasst vor 3 Monaten (4)
Inhalt:
Jem (15) sieht wenn sie in fremde Augen blickt eine Zahl. Diese Zahl ist ein Datum. Der Tag an dem ihr gegenüber sterben wird.
Als um sie herum alle die gleiche Zahl haben - das heutige Datum - weiß sie das etwas schlimmes geschehen wird und läuft mit ihrem Kumpel Spinne (15) weg. Wenig später explodiert das London Eye. Da sie kurz vorher weggelaufen sind hält die Polizei sie für die Täter und da beide bereits vorbestraft sind, entschließen sie sich abzuhauen ...
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Meinung:
Die Idee mit den Todesdaten finde ich einfach Klasse! Und deswegen hab ich mir auch viel von dem Buch versprochen und was soll ich sagen ... ich find es wirklich großartig. =)
Die Charaktere:
Die Protagonistin Jem ist mal was ganz anders. Am Anfang bin ich nicht so recht mit ihr warm geworden ( Ihr Lebensmotto ( frei aus dem Kopf zitiert): " Das Leben ist scheiße, man kann nichts dagegen tun und irgendwann stirbt man.") Jem ist erst wegen ihrer "Gabe" total verschlossen, will keine Bindungen eingehen und am liebsten den ganzen Tag allein am Kanal entlangschländern um niemandem zu begegnen und vorallem in die Augen schauen zu müssen, aber langsam öffnet sie sich und lernt, das das Leben doch einen Sinn hat. (Sie ist nicht gerade in den besten Familienverhältnissen aufgewachsen ... (Mutter drogensüchtig, stirbt an Überdosis; Vater kennt sie nicht ( war ein Freier der Mutter); wird von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht und sieht auch noch die Todesdaten ... ). Sie nimmt die Todesdaten anfangs einfach so hin, später glaub sie jedoch daran das man sie vielleicht doch ändern kann und versucht irgendwie ihren Freund zu retten, der nur noch wenige Tage zu leben hat.
Spinne fand ich erst irgendwie abstoßend so wie er beschrieben wurde (es wird ziemlich oft auf einen Gestank hingewiesen. ^^´) und anfangs auch ein bisschen nervig, aber ich finde er wurde von Seite zu Seite sympatischer. =) Zum Schluss hin ist er mir richtig ans Herz gewachsen.
Beide, Jem & Spinne, mochte ich wirklich gern und für die Verhältnisse in denen sie aufwachsen/ aufgewachsen sind, sind sie wirklich realistisch dargestellt und verhalten sich auch so. Selbst die Sprache ist passend. :-)
Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, wie Valerie (Spinne´s Oma), Simon, der Rektor oder dessen Frau.
Handlung:
Sie ist wirklich durchgehend interessant. :-) Anfangs erfährt man wie Jem so lebt, was sie so für Ansichten hat ect. Die eigentliche Handlung geht erst los, als sie beim London Eye ankommen. Da wird es dann kurz spannend ( Flucht ect.). Dann hat das Buch einen kleinen Durchhänger, als sie draußen durch ein Feld nach dem anderen laufen. Es geht jetzt weniger um die Todesdaten, viel mehr um die Beziehung zwischen Jem und Spinne. Später rücken wieder mehr die Zahlen in den Vordergrund. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse direkt, es wird richtig emotional und hat mich wirklich mitgerissen. Teilsweise werden sogar längere Zeiträume übersprungen, was ich ein bisschen schade fand. Alles in allem aber wirklich toll. =)
Sprache
Ja, ich gebs zu sie ist wirklich sehr jugendlich und die Hauptcharaktere sparen auch nicht mit Schimpfwörtern ect. Was mich erst ein wenig irritiert hat war, das der Leser oft direkt angesprochen wird. War aber mal was anderes und hat mir persönlich gut gefallen.
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Cover:
Das Cover ist wirklich toll. Es ist eher schlicht und der Titel des Buches ist geprägt und in dem Titel stehen Zahlen, die allesamt wieder geprägt sind.
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FAZIT:
Wirklich tolles Buch. 4,5 von 5 Sternen. Hab aufgerundet, weil mir das Cover so gut gefällt. ;)
Rezension verfasst vor 3 Monaten (5)
"Numbers - Den Tod im Blick" von Rachel Ward war für mich insgesamt ein gelungener Jugendroman.
Ich-Erzählerin ist die 15-jährige Jem, deren Mutter an einer Überdosis starb, als sie gerade einmal sieben war. Schon immer hatte Jem etwas in den Augen der Menschen gesehen: Eine achtstellige Zahl, die sie aber erst am Todestag ihrer Mutter verstand. Es ist das Datum, an dem ein Mensch stirbt. Jem fällt es schwer mit dem Fluch zu leben, immer zu wissen, wann ein anderer Mensch sterben wird und zieht sich zurück. In Pflegefamilien wächst sie unter sozial benachteiligen Jugendlichen in London auf und lernt beim ständigen Schuleschwänzen ihren dunkelhäutigen, hibbeligen Mitschüler genannt "Spinne" kennen, der ebenso wie sie durch seine Armut einen Hass auf den Rest der verspürt und schon mit 15 in den Drogenhandel abzurutschen droht.
Jem möchte eigentlich keinen Kontakt zu Spinne, denn sie kennt seine Zahl: 15.12.2010 - nur noch wenige Wochen bis zu seinem Tod. Doch Spinne lässt sich schwer abschütteln und so verbringen sie immer mehr Zeit miteinander und sind eine Woche vor Spinnes Todestag am London Eye - Jem gerät in Panik, denn alle Menschen in der Schlange haben die gleiche Zahl, den Tag, an dem sie dort sind. Jem und Spinne rennen weg und als das London Eye dann tatsächlich das Ziel eines terroristischen Anschlags sind, werden die beiden flüchtenden Jugendlichen zum Hauptziel der Fahndung. Jem und Spinne fliehen gemeinsam und lernen sich dabei besser kennen...
Sprachlich ist der Roman überzeugend. Jem und Spinne benutzen eine konsequente, etwas aggressive, etwas rotzige Umgangssprache, die ihren Alter und ihrem sozialen Milieu angemessen erscheint. Auch die Handlung an sich ist gut und spannend. Jems ständige Angst, die Mauer, die sie um sich selbst errichtet hat, zugunsten eines anderen Menschen einzureißen, ist interessant, ebenso wie die Sorge um Spinnes anstehenden Tod. Immer wieder denkt Jem darüber nach, ob sie ihn wohl verhindern kann, denn sie lernt Spinne in den Tagen ihrer Flucht nicht nur kennen, sondern auch lieben. In ihrem Hass auf die Welt sind Spinne und Jem nicht immer sympathisch, aber aufgrund ihrer Lebensgeschichte glaubhaft.
Daher ist es auch weniger die vorhandene Handlung, die bewirkte, dass mich dieser Roman nicht hundertprozentig überzeugen konnte, sondern das was fehlt: Die Idee, dass Jem das Todesdatum eines jeden Menschen sehen kann, ist doch sehr interessant - aber es wird kaum daruaf eingegangen. Natürlich ist es die Ursache für Jems Isolation, der Grund für die Flucht von London Eye und der Unheilsbote in der Beziehung zu Spinne, aber ansonsten bleibt es blass. Spinnes Oma Val hat irgendwie ein Gespür für Jems Fähigkeiten, aber wieso, warum, weshalb? Wieso hat Jem diese Fähigkeit? Sind Jems und Spinnes Hass und Misstrauen gegenüber Allem und Jedem zusammen mit ihren sozial schwachen Umgebung und ihrer offensichtlichen Bildungsphobie nicht schon genug Grund für Isolation und auch dafür, dass sie ins Zentrum von Polizeiermittlungen geraten?
Für mich irgendwie schon und so habe ich vergeblich darauf gewartet, dass Jems Fähigkeit noch einmal irgendeine Bedeutung bekommen würde, die der Geschichte eine andere Ebene gibt, als der - wirklich nicht schlechte - Plot über zwei verkorkste Jugendliche auf der Flucht. Weil das nicht passiert, war ich am (etwas klischeebeladenen, aber im Ganzen überzeugenden) Ende trotz der guten Geschichte etwas enttäuscht.
Dennoch, insgesamt ein wirklich gutes Bucht, das auch für Erwachsene sehr lesenswert ist und besonders durch die hervorragend gelungenen, glaubhaften, wenn auch nicht immer sympathischen Protagonisten überzeugt. Eine kleine Enttäuschung bleibt bei mir einfach zurück, weil die gute Idee, der Fantasy-Anteil in den Handlung, letztendlich nicht die erwartete Rolle spielte.










