Köln im Oktober 1705: Das Mädchen Johanna fährt mit dem altersschwachen Wagen und einem ebenso alten Pferd durch Köln zurück zu ihrer Mutter und ihrem Stiefvater. Sie hat für die Zellen der Kranken, die im Narrenturm untergebracht sind, Stroh und Sägemehl geholt. Unterwegs trifft sie auf Kopernikus Quint, der sie verzweifelt bittet, ihm zu helfen, denn er wird verfolgt. Und er ist verletzt. Sie nimmt ihn mit nach Hause, und schickt nach dem Arzt, nachdem Quint ihr gesagt hat, dass er alles bezahlen wird. Er wird von ihr gepflegt und auch wieder gesund. Johanna erfährt, dass er ein Alchimist ist, und den Stein der Weisen sucht, um Metall in Gold umwandeln zu können. Da sie sich dafür interessiert, geht sie ihm zur Hand, als er sich eine eigene Bleibe sucht, und dort sein Laboratorium einrichtet. Aber sie muss auch im Narrenturm noch einen Teil der Arbeit machen, denn das war die Voraussetzung, dass ihr Stiefvater sie überhaupt gehen ließ. Eines Tages wird ein neuer Patient eingeliefert. Ein junger Mann, der an der Fallsucht leidet, und Hackenbroich, Johannas Stiefvater, sowie die Stiefmutter des Mannes behaupten, dadurch wäre er verrückt geworden. Als Hackenbroich sich am Bein verletzt, und nicht richtig laufen kann, muss Johanna bei den ganz schweren Fällen im Keller ausmisten und ihnen Essen und Trinken bringen. In die Kanne Wasser wird immer das Medikament gegeben, um sicher zu gehen, dass es der Patient auch nimmt. Das vergisst Johanna einmal bei Leander, dem jungen Mann, und stellt fest, dass ihm das besser tut. Ihr kommt der Verdacht, dass Leander vergiftet werden soll, doch als statt Dominik der Neffe Hackenbroichs, Frieder, mit ihr die Kranken betreut, kann sie es nichts riskieren, und verabreicht ihm die Medizin. Kopernikus ist überzeugt, dass ihm eine Überdosis Laudanum verabreicht wird, und sie beschließen Leander zu retten.
Kopernikus Quint gehen die Geldmittel aus, und er bemüht sich, eine neue Geldquelle zu finden. Da gerät er in eine Falle, und sein alter Feind findet ihn. Versehentlich legt er Feuer, und Kopernikus kann entkommen, doch der Mann nimmt Johanna, verkleidet als Johannes mit nach Dresden zu August dem Starken. Dieser hat noch mehrere Alchimisten gefangen, die ihm Gold kochen sollen. Doch so sehr sie sich auch bemühen, es gelingt nicht. Johanna will mit Hilfe eines Wachsoldaten fliehen, doch dieser hat sie verraten. Wird Johanna trotzdem fliehen können? Und was ist mit Kopernikus passiert, ist er in den Flammen umgekommen?
Und Leander, in den sie sich verliebt hat, was ist ihm passiert? All dies kann der Leser in diesem Buch erfahren.
Rainer M. Schröder hat hier einen sehr spannenden, historischen Roman geschrieben. Er ist gut recherchiert, und nennt am Ende des Buches auch seine Quellen. Das Buch hat mit gefesselt, es hat mir sehr gut gefallen, und ich habe es bestimmt nicht zum letzten Mal gelesen. Ich kann es jederzeit jedem weiterempfehlen.